Nordhalben
Gemeinderat

Im Sommer blüht in Nordhalben die Kunst

Vom 27. Juli bis 10. August wird aus Nordhalben ein offenes Atelier. Dann finden der erste Kunstsommer statt.
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Rund um das Künstlerhaus im Ortskern wird heuer der 1. Nordhalbener Kunstsommer stattfinden. Foto: Archiv/Marco Meißner
Rund um das Künstlerhaus im Ortskern wird heuer der 1. Nordhalbener Kunstsommer stattfinden. Foto: Archiv/Marco Meißner

Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) geriet beinahe ins Schwärmen. "Nordhalben präsentiert sich zwei Wochen lang als lebendiges Künstlerdorf", wies er in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf den vom 27. Juli bis 10. August erstmals stattfindenden Nordhalbener Kunstsommer hin. Nicht nur im Künstlerhaus würde neue Werke entstehen, auch leerstehende Ladenlokale, Plätze und Hinterhöfe entlang der Lobensteiner und Kronacherstraße würden sich in Ateliers und Galerien verwandeln.

Die Bürgerinitiative "Nordhalben Aktiv (NohA)" wird laut Bürgermeister zwölf Kunstschaffende aus Berlin, dem Ruhrgebiet und der Region einladen. Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur und Wandmalerei würden sich begegnen. Auch Workshops zum Mitmachen und kulturelle Angebote seien geplant. Alle Arbeitsorte seien offene Ateliers.

Jazz zum Abschluss

Am 10. August, so Michael Pöhnlein weiter, stünden die Abschlusspräsentationen auf dem Programm, eher der Nordhalbener Kunstsommer mit einem Abschlussfest und Jazzmusik enden werde.

Parallel finde vom 29. Juli bis 1. August der Nordhalbener Kinosommer mit vier Open-Air-Filmabenden statt. Sponsor sei die Sparkasse Kronach/Ludwigsstadt.

Das Urnengrabfeld war 2015 mit 16 Plätzen angelegt worden. Da bereits elf davon reserviert sind, musste sich das Gremium Gedanken machen, ob und wo ein weiteres Urnengrabfeld angelegt werden könnte.

Bald zwei neue Urnengrabfelder?

Bernd Daum (FW) erläuterte, dass der Arbeitskreis Friedhof und der Bauausschuss nach einer Besichtigung zwei mögliche Standorte gefunden habe. Das zweite Urnengrabfeld könnte am Hang unterhalb des Leichenhauses entstehen, das dritte unterhalb des oberen Eingangs über der Gruft am Weg. Einstimmig wurde beschlossen, die Verwaltung mit der Ausschreibung des Urnenfeldes zu beauftragen.

Über die Arbeiten bei "Nordhalben Village" informierte Architekt Jürgen Hofmann. Das mit insgesamt etwa 1,58 Million Euro geförderte Projekt liege im Zeitplan. Entstehen sollen neun Wohneinheiten im Backsteinhaus sowie Büroräume im alten Schulgebäude.

Im Herbst bezugsfertig

Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss seien bereits entkernt, so dass am Februar mit dem Ausbau begonnen werden könne. Die Wohnungen sollten Ende September/Anfang Oktober bezugsfähig sein.

Auf Nachfrage von Michael Wunder (CSU) erklärte Jürgen Hofmann, dass man kleine Wohneinheiten mit etwa 15 Quadratmetern schaffen werde, die für die Nutzer der Büroeinheiten gedacht seien.

Schulverband wird aufgelöst

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Michael Franz (SPD), stellte die Jahresrechnung 2017 vor, die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

Bürgermeister Michael Pöhnlein gab noch einen kurzen Überblick über die jüngste Sitzung des Schulverbands Oberes Rodachtal. Die Verbandsgemeinden müssten in ihren Gremien nun den Beschluss fassen, ob und wann der Schulverband aufgelöst und wie weiter verfahren wird. Es gebe dann die Möglichkeit, sich dem Schulverband Kronach II anzuschließen oder einen Vertrag mit diesem abzuschließen. Es wäre aber auch möglich, sich nach Thüringen zu orientieren.

Die Auflösung des Schulverbands wäre zum Schuljahr 2020/21 am sinnvollsten, da dann auch das neue Fahrkonzept greifte. Einstimmig wurde die Auflösung zu diesem Zeitpunkt beschlossen.

Um Stabilisierungshilfen zu erhalten, muss der Markt Nordhalben das Haushaltskonsolidierungskonzept weiterschreiben. In diesem werden die Einnahmen und Ausgaben in verschiedenen Bereichen beleuchtet und Möglichkeiten der Einnahme- und Ausgabenverbesserung aufgezeigt. In diesem Zuge musste der Hebesatz für die Gewerbesteuer mindestens auf Landesdurchschnitt angehoben werden, der bei 331,7 Punkten liegt. Einstimmig wurde beschlossen, den Hebesatz von bisher 320 auf 340 Punkte zu erhöhen, um nicht im nächsten Jahr wieder das gleiche Problem zu haben.

Michael Pöhnlein informierte darüber, dass Nordhalben der Ökomodellregion Landkreis Kronach beitreten könne. Diese Initiative ziele hauptsächlich auf die Biolandwirtschaft und die Direktvermarktung ab.

Kosten überschaubar

Die Kosten für die Gemeinde seien überschaubar, da es für die nächsten zwei Jahre eine Förderung gebe Das ganze lasse sich aber nur verwirklichen, wenn die Rechtsaufsicht grünes Licht gebe, da Nordhalben Konsolidierungsgemeinde sei. Fraktionsvorsitzender Michael Wunder (CSU) brachte eine Ausstiegsklausel ins Gespräch, falls die Kosten zu hoch würden. Einstimmig beschloss das Gremium den Beitritt zur Ökomodellregion unter dem Vorbehalt, dass die Rechtsaufsicht zustimmt.



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