Kronach
Abschlussfeier

IHK-Absolventen verfolgten Ziele mit Eifer

Im Prüfbezirk des IHK-Gremiums Kronach haben 169 junge Menschen im Sommer 2012 ihre Ausbildung im gewerblichen und kaufmännischen Zweig abgelegt. Davon 94,7 Prozent mit Erfolg. Die Leistung von 13 Einser-Absolventen wurde besonders gewürdigt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Absolventen, die ihre Prüfung mit der Note 1 abschlossen. Mit im Bild (von links) der Vorsitzende des IHK Gremiums, Kronach, Hans Rebhan  und  die  weitere Stellvertreterin des Landrats, Jutta Laczó. Foto: Veronika Schadeck
Die Absolventen, die ihre Prüfung mit der Note 1 abschlossen. Mit im Bild (von links) der Vorsitzende des IHK Gremiums, Kronach, Hans Rebhan und die weitere Stellvertreterin des Landrats, Jutta Laczó. Foto: Veronika Schadeck
"Wir bauen auf Sie!", sagte der Vorsitzende der IHK Kronach, Hans Rebhan. Er sprach von Hoffnung dahingehend, dass die Absolventen ihrer Heimat treu bleiben. Zugleich appellierte er an die jungen Menschen, sich auch künftig weiterzubilden, um in ihrem Beruf "fit zu bleiben".

Dass man auch im Landkreis seinen Weg machen kann, wurde an den Ausführungen des Festredners, des Intendanten der Faust-Festspiele, Daniel Leistner, deutlich. Er erinnert an seine Jugendzeit. Schauspieler, reich und berühmt wollte er werden. Er erzählte von Aufenthalten in verschiedenen Städten. Während all den Jahren habe er aber nie den Bezug zu Kronach verloren. Schuld daran sei nicht zuletzt die Studenten-Werkbühne gewesen, in der schließlich Mitte der 90-er Jahre die Idee geboren worden sei, ein Freilichttheater zu gründen. Ursprünglich habe er nur kurze Zeit bei diesem Projekt mitwirken wollen. Mittlerweile seien aber 18 Jahren daraus geworden.


"Heute war ein guter Tag!"


Auf Grund seiner Lebenserfahrungen kam Leistner zu dem Schluss, dass etwas Geld zwar angenehm sei, aber das persönliche Glück nicht von Berühmtheit und Reichtum abhängig ist. Viele Millionäre und Milliardäre seien depressiv und alkoholabhängig. Man sollte die kleinen Dinge erkennen. "Wenn man sagen kann, heute war ein guter Tag, dann ist es Glück."

Man merkte, er wollte die jungen Menschen anhand seiner Biografie überzeugen, dass es im Landkreis Perspektiven gibt. Sie sollten sich Ziele setzen und diese mit Leidenschaft verfolgen. "Manchmal können es durchaus verrückte Ideen sein."

Vor 20 Jahren hätte sich keiner vorstellen können, so Leistner, dass sich Kronach einmal zu einer Festspielstadt und Ludwigsstadt zur kleinsten Festspielstadt Bayerns entwickeln könnte. Niemand hab sich auch vorstellen können, dass man Weltliteratur mit dem "Ludschter Dialekt" erfolgreich verbinden könne. "Wenn Du irgendwo sitzt und es gefällt Dir, dann siehst Du auch Chancen, wenn Du allerdings nicht hinguckst, dann siehst Du nichts!"


"Mein Herz schlägt höher"


Maximilian Detsch sprach im Namen der Absolventen. Die Ausbildung sei mit Herausforderungen und mühsamen Jahren verbunden gewesen. Sein Dank galt den ausbildenden Betrieben, den Lehrern und den Eltern, die diesen Weg mit begleitet haben.

"Mein Herz schlägt höher", freute sich die weitere Stellvertreterin des Landrats, Jutta Laczó. Sie bezeichnete die jungen Menschen als großes Geschenk für den Landkreis.

Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) sprach von drei Dingen, deren Verlauf offen sei. In diesem Zusammenhang sprach er von Liebe, Revolution und von Karriere. "Menschen mit Euren Qualifikationen werden gebraucht", sagte der Bürgermeister. Er riet den Absolventen, sich auf den Lorbeeren nicht auszuruhen, sondern gegenüber Weiterbildungsmaßnahmen offen zu sein.


Engagement ist unverzichtbar


Sein Dank galt den ausbildenden Unternehmen, die in die Jugend und an den verschiedenen Standorten im Landkreis investieren und so ihrer sozialen Verantwortung gerecht würden. Abschließend nannte der Leiter des Referats Bildungsberatung der IHK Oberfranken, Bayreuth, Fred Wunder, Zahlen. Zuvor bezeichnete er das Engagement in der Berufsausbildung als unverzichtbar.

Zusammen mit Hans Rebhan und Jutta Laczó zeichnete er 13 Absolventen aus, die mit der Note 1 ihre schriftlichen beziehungsweise mündliche Prüfung abschlossen. Mit einer tollen Musik umrahmten Johanna und Samuel Dupke die Abschlussfeier.


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren