Steinwiesen
Prinzentreffen

Hoheiten strahlten in Steinwiesen um die Wette

28 Prinzenpaare und acht Kinderprinzenpaare aus ganz Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz feierten Faschingsauftakt in Steinwiesen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Glanzvoller Einzug der Prinzenpaare in die Kulturhalle, hier die Hoheiten aus Hof.Susanne Deuerling
Glanzvoller Einzug der Prinzenpaare in die Kulturhalle, hier die Hoheiten aus Hof.Susanne Deuerling
+30 Bilder

Sie riefen, die Prinzenpaare aus Steinwiesen, Prinzessin Anna II. und Prinz Robert II. sowie das Kinderprinzenpaar Ida I. und Moritz I., und sie kamen, die Vertreter der Faschingsgesellschaften aus Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz. Prinzen und Prinzessinnen, Vereinsvertreter, hübsche Gardemädchen und jede Menge Spaß und Freude fand man in der närrisch herausgeputzten Kulturhalle in Steinwiesen im Landkreis Kronach. Allen voran der Präsident des Fastnacht-Verbandes Franken, Marco Anderlik und der Bezirkspräsident Norbert Greger.

Insgesamt hatten sich mit dem Gastgeber 32 Gesellschaften eingefunden und stellten ihre Prinzenpaare und Kinderprinzenpaare vor. Modern und traditionell, jung und etwas reifer, aufwendig und schlicht gekleidet - es war alles dabei. Aber eines hatten die Prinzen und Prinzessinnen gemeinsam - ein Strahlen auf den Gesichtern und viel Freude an ihrem Amt.

Sektempfang im Pfarrzentrum

Unter den Klängen des Musikvereins Steinwiesen zogen die Prinzenpaare zur offiziellen Begrüßung zum Pfarrzentrum, wo kleine fränkische Schmankerl und ein Sektempfang auf sie warteten. Wieland Beierkuhnlein, Präsident der örtlichen Faschingsgesellschaft und Beirat im Fastnachtsverband Franken, Bezirk Oberfranken, begrüßte die Gäste aufs Herzlichste und freute sich über 28 Prinzenpaare, acht Kinderprinzenpaare sowie die Gardekönigin des Coburger Mohr mit ihren Präsidenten, Hofmarschällen und Aktiven. Der Erste Bürgermeister der Marktgemeinde Steinwiesen, Gerhard Wunder, hieß alle Narren, wichtige und unwichtige Personen sowie die Präsidenten herzlich willkommen. Er sei seit 1996 im Amt und so lange gebe es auch wieder eine Faschingshochburg in Steinwiesen. Parallelen seien zufällig. Es wurde bereits viel auf die Beine gestellt und mit diesem Prinzentreffen habe sich die Faschingsgesellschaft Steinwiesen (FGS) selbst übertroffen.

Dass die königlichen Faschingshoheiten nicht nur die Narren repräsentieren, betonte der Präsident des Fastnacht-Verbandes Franken, Marco Anderlik. Das Prinzentreffen gebe es nur in Oberfranken und sei ein wunderbarer Jahresstart in die neue Faschingssession. "Ihr sollt viel Spaß dabei haben und nicht nur den Fasching, sondern auch euren Verein, eure Gemeinde und die vielen Menschen repräsentieren", betonte Anderlik. Er wies auf die Aktion Sternstunden des Bayerischen Fernsehens hin, die tatkräftig vom Fastnacht-Verband durch den Verkauf von Sternstundenbändchen unterstützt wird.

Lebhafte Gespräche, freudige Wiedersehen und natürlich der obligatorische Ordenstausch der Prinzenpaare untereinander, das war das Schönste an diesem Sektempfang. Da kam es nicht selten vor, dass einige Damen und Herren plötzlich etwas gebeugt daher kamen, weil die vielen Orden irgendwie nach unten zogen. Selbst der junge Nachwuchs der Kinderprinzenpaare eilte durch den Saal auf der Suche nach geeigneten Tauschobjekten.

Es glich einem Einzug der Gladiatoren, als der Präsident der Faschingsgesellschaft Steinwiesen (FGS), Wieland Beierkuhnlein, und seine Co-Moderatorin Paula Smettane die einzelnen Prinzenpaare begrüßten und diese durch die Halle zur Bühne zogen. 56 "große" und 16 "kleine" Hoheiten, also 35 Prinzenpaare, in teilweise atemberaubenden Outfits, die Gardekönigin sowie Präsidenten und Hofmarschälle füllten die Bühne ganz aus.

Nach den Begrüßungsworten von Bezirkspräsident Norbert Greger, der die Vereine aus Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz willkommen hieß, gab es bereits rauschenden Applaus. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass man Geld, Zeit und Nerven in so ein Amt investiere. "Ihr macht das mit viel Freude und repräsentiert unser Brauchtum in der Öffentlichkeit. Dafür meinen herzlichsten Dank", sagte Greger und wünschte eine tolle Session 2019. Bei der ausrichtenden Faschingsgesellschaft Steinwiesen bedankte sich Norbert Greger und gratulierte noch zum 22-jährigen Jubiläum. Er wünschte "Spaß und ausgebuchte Säle" und wies auf die 35. Narrennachwuchssitzung am 3. Februar in Wunsiedel hin, deren Ausrichter die Tanzsportgarde und Faschingsgesellschaft Rot-Weiß des TSV Schirnding ist.

Ein tolles Showprogramm rund um das Prinzentreffen hatte die FGS Steinwiesen organisiert. Während die Prinzenpaare im Pfarrsaal Orden tauschten, konnte sich der Rest des Hofstaates in der Kulturhalle von Paula Smettane durch ein unterhaltsames Programm führen lassen. Die Kinder der Kindertanzgruppe des Sportvereins Steinwiesen bewiesen mit ihrem Tanz als Cowboys unter der Leitung von Ramona Beierlorzer ihr Können und die Jungengruppe des Turnvereins war mit "Turnen beim SV rockt" unter der Leitung von Michael Burger aktiv dabei. Unterhaltung pur und natürlich die Umrahmung des Programms wurde von den Musikanten Ali & Quärchl erledigt.

Für Erinnerungsfotos im "normalen" oder "verkleideten" Modus stand eine Fotobox in der Eingangshalle zur Verfügung. Kaffeepause, Mittagessen und Gespräche - danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Carina Höhn und Yvonne Welscher hatten für die Prinzenpaare eine Überraschung in Form eines Flash-Mobs zusammen mit den Besuchern im Saal einstudiert, bevor sie die Prinzenpaare zu ihrem obligatorischen Tanz aufforderten. Lange Beine, hübsche Mädels und tolle Gardekostüme - so kann man die Oberfrankengarde beschreiben, die nun einzog. 42 Mädels aus 19 Vereinen aus ganz Oberfranken wirbelten über die Bühne und begeisterten mit ihren Tänzen, die ihre Trainerinnen Iris Leichauer und Manuela Zeh einstudiert hatten.

Gnadenloses Durcheinander

"Acht Beine, vier Mädels, Superkostüme und ein Tanz", so kündigte Paula Smettane die Tanzmariechen der FGS an. Die beiden Kleinen Lena und Julia und die jungen Damen Maria und Amira begeisterten mit ihrem Tanz, der für das 22-jährige Jubiläum der FGS extra von Anna Feil einstudiert wurde. Eines der Highlights aber war der Auftritt der "Rrrrrodachtaler". Eine Gruppe, die es in diesem Zusammensetzung noch nie gegeben hat. "Wenn ich nicht auf der Bühne steh, was würde ich dann sein ..." hieß es da - ein Polizist (Alexandra Schmittdorsch), Ballerina (Daniel Schmitt), Maler (Tamara Wachter), Arzt (Ramona Smettane), Taucher (Alexander Holzmann), Nonne (Sven Schuster), Bauhofmitarbeiter (Viola Wiedel) und Bürgermeister Wunder (Pascal Ströhlein). Die geordnete ungeordnete Choreographie aus Bewegung und Text in einem gnadenlosen Durcheinander war genial und fast nicht mehr zu toppen. Nur vielleicht durch die hübschen jungen Damen der Prinzengarde der FG Steinwiesen, die von Yvonne Welscher und Carina Höhn trainiert werden. Die Beine flogen hoch, beim Spagat war die Choreographie einfach super und eine Augenweide waren sie allemal.



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren