Kronach
Überflutung

Hochwasser im Kreis Kronach kommt über Nacht

Anfang Dezember bricht in Wallenfels ein Wehr und setzt Teile der Stadt unter Wasser. In Mitwitz sind Straßen gesperrt.
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Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk hatten viel zu tun, um den überfluteten Schleusenweg in Wallenfels trocken zu legen. Foto: Friedwald Schedel
Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk hatten viel zu tun, um den überfluteten Schleusenweg in Wallenfels trocken zu legen. Foto: Friedwald Schedel
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So früh in den Wintermonaten ist ein Hochwasser noch nie gekommen. Einige Faktoren tragen dazu bei: Es regnet tagelang. Der Boden ist gesättigt und kann keine Feuchtigkeit aufnehmen. Der Schnee, der am ersten Adventswochenende gefallen ist, schmilzt. Die Flüsse werden zu reißenden Gebirgsbächen.

Auch die Wilde Rodach in Wallenfels macht ihrem Namen alle Ehre, droht über die Ufer zu treten. Das Wehr am Mühlbach bricht um 7 Uhr am Morgen des 1. Dezember, die schmutzig-braune Brühe ergießt sich durch den Mühlgraben in die Stadt, überflutet den Schleusenweg, Keller laufen voll, das Hochwasser steht kniehoch auf den Grundstücken.

Ein Großeinsatz der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks ist die Folge. Innerhalb von Stunden kann das Wasser abgepumpt werden, die Schleuse wird notdürftig geflickt.


Die Steinach tritt über die Ufer

Dass die Straße zwischen Mitwitz und Fürth am Berg bei Wörlsdorf regelmäßig überflutet ist, bringt die Anwohner nicht mehr aus der Fassung, doch am 1. Dezember steigt der Pegel des Steinachflusses derart stark an, dass auch die Straße zwischen Steinach an der Steinach und Mitwitz gesperrt werden muss. Nicht einmal Busse dürfen durchfahren.

Der Steinachfluss ist zum reißenden Strom geworden, weil der kurz zuvor gefallene Schnee in den Kammlagen des Thüringer Waldes wegschmilzt wie Butter. Da der südliche Ortseingang von Mitwitz wegen Bauarbeiten gesperrt ist, gibt es keine kurze Umfahrungsmöglichkeit: Wer aus dem Raum Leutendorf-Gestungshausen nach Mitwitz will, muss über Johannisthal und Kronach fahren. Das müssen viele. Die Grundschüler aus Steinach kommen noch nach Mitwitz zur Schule, doch als der Bus wendet, um die Hauptschüler nach Sonnefeld zu fahren, ist der Pegel derart gestiegen, dass es kein Durchkommen mehr gibt. Auch die Montessori-Schule ist betroffen, der Unterricht beginnt mit Verzögerung.
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