Die oberfränkischen Hochschulen Coburg und Hof, die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und die Hochschule Ostwestfalen-Lippe wollen sich am Lucas-Cranach-Campus in Kronach engagieren. Das machten sie bei einer Tagung mit den politischen Vertretern und den Unternehmen aus der Region Kronach auf Kloster Banz deutlich.

Wenn der Freistaat Bayern finanzielle Mittel bereitstellt, werden sie ihre Studien-, Forschungs- oder Transferangebote in Kronach ausbauen. "Eine Verlagerung vorhandener Angebote und Ressourcen der Hochschulen an andere Standorte macht aus unserer Sicht jedoch wenig Sinn", betonten die Coburger Hochschulpräsidentin Christiane Fritze und der Hofer Hochschulpräsident Jürgen Lehmann.

Die beteiligten Hochschulen sind überzeugt, dass der neue Lucas-Cranach-Campus besondere Chancen für die Region bietet, von denen alle profitieren können. Es gibt demnach eine Reihe von Themen, die sich sehr gut dezentral umsetzen lassen. Bei der Entwicklung der Angebote will man sich an den fachlichen Stärken und dem Potenzial der jeweiligen Hochschule orientieren und Neues wagen.

Wichtig ist den beteiligten Hochschulen, dass die Freiheit von Forschung und Lehre sowie die Autonomie der Hochschulen gewährleistet werden. Darüber hinaus sind noch einige rechtliche Fragen zu klären. Fritze und Lehmann betonen: "Wir sehen uns als Hochschulen der Region. Uns liegt viel an der Entwicklung der Städte, Kommunen, Unternehmen und Institutionen in Oberfranken."