Kronach
Unterstützung

Hilfe für Familie des Kronacher Unfallopfers

Ein Kronacher Familienvater stirbt bei dem tragischen Unglück am Samstag auf der Bundesstraße 505. Seine Frau und die fünf Kinder werden schwer verletzt. Nun können Bürger den Hinterbliebenen finanziell unter die Arme greifen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Nissan der Kronacher Familie ist nach dem verheerenden Unfall völlig zerstört. Foto: NEWS5/Merzbach
Der Nissan der Kronacher Familie ist nach dem verheerenden Unfall völlig zerstört. Foto: NEWS5/Merzbach

Eine siebenköpfige Familie aus Kronach ist am Samstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein in ihrem Auto auf der B 505 unterwegs. Plötzlich rast ein entgegenkommender Mercedes in den Gegenverkehr, zum Reagieren besteht keine Chance.

In der nächsten Sekunde hat sich das Leben der Familie für immer verändert. Der 41 Jahre alte Vater von fünf Kindern lässt abends im Krankenhaus sein Leben, seine Frau und Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren sind schwer bis lebensgefährlich verletzt.

Diese Tragödie unermesslichen Ausmaßes hat eine kurdische Familie aus dem Kronacher Stadtgebiet ereilt. Es ist mehr, als die Hinterbliebenen ertragen können. "Um der Familie bei diesem schweren Schicksalsschlag finanzielle Hilfe zuteilwerden zu lassen, hat die Stadt Kronach ein Spendenkonto bei einer von ihr verwalteten Stiftung eingerichtet und bittet die Bevölkerung um Unterstützung", gibt die Stadt Kronach am Dienstag bekannt.

Alle Spendengelder, die auf das Konto der Willi-Otto-Stiftung eingehen, sollen laut Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein der Familie umgehend als Soforthilfe zur Verfügung gestellt werden. Auch das Landratsamt Kronach begrüßt den Spendenaufruf. Nun ist es laut Pressesprecher Bernd Graf wichtig, dass die Hinterbliebenen in jeder Hinsicht Unterstützung erfahren.

Anteilnahme ist groß

Die Anteilnahme der Bevölkerung ist enorm, wie unter anderem Anfragen beim Fränkischen Tag belegen. "Ich bin selbst Familienvater, wohne keine zehn Minuten von der Unfallstelle entfernt und fahre diese Strecke sehr häufig", schreibt ein Leser. Darum habe ihn das Schicksal der Familie sehr bewegt.

Der Verstorbene soll nach Informationen des Fränkischen Tags den Unfallwagen, einen Nissan mit sieben Sitzen, erst vor wenigen Wochen gekauft haben. "Ich kenne die Familie gut. Es ist schrecklich", erzählt der Mitarbeiter einer Autowerkstatt, die an das Wohnhaus der Familie angrenzt. "Er war ein sehr netter Mann, der gerne auf einen Tee oder Kaffee vorbei gekommen ist." Am Tag des Unfalls sei die Familie auf dem Weg zu Verwandten gewesen.

Währenddessen laufen die Untersuchungen, wie es zu dem verheerenden Unglück mit vier beteiligten Fahrzeugen, elf schwer bis lebensgefährlich verletzten Menschen und einem Toten kommen konnte. Entgegen ersten Informationen geht die Polizei Höchstadt nicht mehr davon aus, dass ein waghalsiges Überholmanöver des 67-jährigen Mercedes-Fahrers die Ursache war.

Die Ermittler vermuten einen technischen Defekt oder ein medizinisches Problem des Unfallverursachers, der lebensgefährlich verletzt wurde und nicht vernehmungsfähig ist.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren