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Kronach
Modernisierung

Herberge auf Kronacher Festung hat Hotelcharakter

Im Westflügel auf der Festung Rosenberg wurden acht neue Zimmer geschaffen. Die sind richtig komfortabel ausgestattet und heben sich vom Stil der 70er Jahre im Nordflügel ab. Doch auch dort tut sich bald was.
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Herbergsvater Hubert Backer (links) und Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein freuen sich über die hochwertige Möblierung im Westflügel der Festungsherberge. Das obere Bett kann nach oben geklappt, die beiden unteren Betten können kuschelig zusammengerückt werden. Hinter der roten Wand befindet sich die Nasszelle.  Fotos: Friedwald Schedel
Herbergsvater Hubert Backer (links) und Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein freuen sich über die hochwertige Möblierung im Westflügel der Festungsherberge. Das obere Bett kann nach oben geklappt, die beiden unteren Betten können kuschelig zusammengerückt werden. Hinter der roten Wand befindet sich die Nasszelle. Fotos: Friedwald Schedel
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Die neuen acht Räume der Festungsherberge können sich sehen lassen. Und der Kronacher Bürgermeister sowie der Herbergsvater zeigen sie auch stolz her: Am Dienstag waren die Handwerker noch mit Restarbeiten beschäftigt, am Mittwoch war Großreinemachen angesagt, gestern nun präsentierten Herbergsvater Hubert Backer und Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) das Ergebnis.

Aus seit Jahrzehnten leer stehenden Räumen im bisher von der Festungsherberge ungenutzten Westflügel sind richtige Schmuckstücke geworden. Hinter altehrwürdigen Mauern verbergen sich schmucke Hotelzimmer für große und kleine Familien. Je nach Größe der Zimmer wurde die Bettenzahl angepasst. Vorbei ist die Zeit der Etagenduschen und Waschräume von anno dazumal. Nein, noch nicht ganz.
Die "alte" und nicht mehr zeitgemäße Einrichtung gibt es noch im Nordflügel der Herberge, aber nicht mehr lange, denn im Herbst gehen die Bauarbeiten dort los. Gut, dass es jetzt acht neue Zimmer im Westflügel mit insgesamt 28 Betten gibt. Total begeistert war Tourismuschefin Kerstin Löw von den Etagenbetten mit Sicherungsnetz. Sie war sich sicher, dass die Kinder diese Schlafgelegenheiten hoch oben im Raum sicherlich begeistert nutzen werden.


Maßarbeit geleistet

Billig war und ist die Sanierung nicht. 650.000 Euro betrugen die Baukosten für die Sanierung des Westflügels. Allein 60.000 Euro kostete die Möblierung. Beim Einbau leisteten die Handwerker im wahrsten Sinne des Wortes Maßarbeit. Sie glichen die Seitenfronten der Möbel den krummen Wänden an und sägten die geschwungenen Linien des Putzes nach. So genau, dass man kaum ein Blatt Papier zwischen Holz und Putz kriegt.

Die Sanierung im Westflügel ist auch der Zusammenarbeit mit der Privatstiftung der Jugend- & Familiengästehäuser in Graz (Jufa) geschuldet. Von dieser Verbindung erhofft man sich einen deutlichen Aufschwung bei den Übernachtungszahlen. Die Jufa betreibt schließlich eine Reihe von Objekten in Österreich und Deutschland sehr erfolgreich.

Die Gesamtkosten der Herbergssanierung wurden mit 4,5 Millionen Euro beziffert. Insgesamt gibt es in der Festungsherberge über 100 Betten.

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