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Freischießen Kronach

Kronacher Freischießen: Handschlag besiegelt offenbar das Ende eines drei Jahre andauernden Rechtsstreits

Die Kronacher Schützen atmen auf. Der Rechtsstreit um ihr Freischießen kann nach drei Jahren offenbar beigelegt werden.
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Wie geht es mit dem Freischießen weiter? Kläger und Schützen suchen nach einem guten Kompromiss. Foto: Archiv/Marco Meißner
Wie geht es mit dem Freischießen weiter? Kläger und Schützen suchen nach einem guten Kompromiss. Foto: Archiv/Marco Meißner

Am Wochenende war der Stein ins Rollen gekommen, am Dienstag sollte er Fahrt aufnehmen und am Mittwoch das Ziel erreichen. Das erhofften sich die Verantwortlichen der Schützengesellschaft Kronach. Am Mittwochabend sprach deren Schützenmeister Jörg Schnitzler mit dem FT darüber, ob der Stein - gemeint ist eine Lösung im Rechtsstreit mit einem Anwohner - wirklich die Ziellinie überquert hat.

Hintergrund ist, dass der Nachbar aus dem Umfeld des Festplatzes seit 2016 eine Klage gegen den damaligen Freischießen-Betrieb laufen hat, über die vom Verwaltungsgericht in Bayreuth noch nicht entschieden ist. Im Kern geht es um die Lärmbelästigung zu später Stunde. Ein Urteil hierzu würde sich zwar auf einen vergangenen Festbetrieb beziehen, allerdings hätte es auch eine Strahlkraft auf die Vorgaben für die künftigen Veranstaltungen.

Mit außergerichtlichen Einigungen, Kompromissen und von den Schützen vorgenommenen Einschränkungen im Festablauf wurde die Veranstaltung zuletzt von Jahr zu Jahr sichergestellt. Doch nun haben sich beide Parteien zusammengefunden, um eine dauerhafte Lösung zu erzielen. Bereits am Freitag saßen Kläger und Schützenmeister beisammen. Am Dienstag wurde über die Ergebnisse im Kreis der Schützengesellschaft gesprochen. Am Mittwoch fanden erneut Schnitzler und der Kläger zusammen. Das Ergebnis lässt auf ein baldiges Happy-End hoffen.

Schnitzler stellte nach dem jüngsten Gespräch zufrieden fest: "Es hat eine positive Wendung gegeben!" Mit einem Handschlag sei das Ende der Streitigkeiten besiegelt worden. Für den Schützenmeister ein Anlass, allen zu danken, die dazu beigetragen hatten, "in kurzer Zeit diesen Kraftakt zu stemmen".

Nun muss das Ergebnis zwar noch juristisch in trockene Tücher gebracht werden, doch geht Schnitzler nach den gut verlaufenen Gesprächen davon aus, dass sich daraus keine neuen Probleme mehr ergeben sollten. Wie das Freischießen vom 8. bis 18. August im Detail aussehen wird, lasse sich erst nach einer solchen rechtskräftigen Einigung sagen, doch geht der Schützenmeister davon aus, dass es sich in der Größenordnung der Vorjahre bewegen wird.

Der Kläger war für eine Stellungnahme am Mittwochabend nicht zu erreichen.

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