Marktrodach
Gemeinderat

Halle kann in Großvichtach gebaut werden

In Großvichtach wird für ein Firmenvorhaben ein Gewerbegebiet ausgewiesen. Auch der Hirtensteg wurde angesprochen.
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Grünes Licht gab es für die Ausweisung eines Gewerbegebiets in Großvichtach. Auf der 4000 Quadratmeter umfassenden Fläche soll eine Maschinenhalle entstehen.  Veronika Schadeck
Grünes Licht gab es für die Ausweisung eines Gewerbegebiets in Großvichtach. Auf der 4000 Quadratmeter umfassenden Fläche soll eine Maschinenhalle entstehen. Veronika Schadeck

Grünes Licht gab es am Dienstagabend in der Gemeinderatssitzung für die Ausweisung eines Gewerbegebiets in Großvichtach. In der Sitzung wurden die jeweiligen Stellungnahmen von öffentlichen Trägern zur Kenntnis genommen und berücksichtigt. Zudem wurde der Planentwurf vom Büro HTS gebilligt. Jetzt folgt die öffentliche Auslegung.

Somit ist der Unternehmer Patrick Mai seinem Ziel nähergekommen. Der Großvichtacher betreibt eine Firma für Garten- und Landschaftspflege. Auf der rund 4000 qm umfassenden Grundstücksfläche, oberhalb der Firma Delfingen, will er nun eine Maschinenhalle für seine Gerätschaften und Landmaschinen erstellen.

Grünes Licht gab es auch für die Ausweisung des Baugebiets "An der Oberrodacher Mühle". Auch hier werden nun die Stellungnahmen und Vorschläge von Trägern öffentlicher Belange in die weitere Planung mit einbezogen. Das bedeutet unter anderem, dass den künftigen Bauherren der Einbau von schalldichten Fenstern zur Straßenseite hin empfohlen wird. Insgesamt sollen auf dem Areal drei Bauparzellen ausgewiesen werden.

Wie die Leiterin des Bauamts Katja Wich erklärte, sei in Marktrodach eine rege Baunachfrage vorhanden. Auch für die Grundstücke "An der Oberrodacher Mühle" gebe es Anfragen. Unter "Punkt Sonstiges" fragte Andreas Murrmann (ÜWG/FW) nach der Entwicklung des Hirtenstegs. Es gebe Befürchtungen von Bürgern dahingehend, dass dort eine neue billige Brücke angebracht werde, die nicht ins Ortsbild passt.

Katja Wich wies darauf hin, dass dieses Projekt mit Städtebaumitteln gefördert werde. Die Fördergeber achten darauf, dass die Brücke ins Ortsensemble passt. "Die Regierung von Oberfranken hat ein großes Mitspracherecht!" Bürgermeister Norbert Gräbner ergänzte: "Der Hirtensteg soll ein Schmuckstück werden!"

Weiterhin wurde nach dem Zustand des Gemeindewaldes gefragt. Katja Wich räumte ein, dass die Kommune in ihren Wäldern mit Borkenkäfern zu kämpfen habe. "Der Borkenkäfer macht auch vor uns nicht Halt!" Einen aktuellen Sachstandsbericht soll der zuständige Revierleiter in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen geben.

Norbert Friedlich bedauerte, dass das landkreiseigene Spielmobil in Marktrodach so wenig Resonanz gefunden habe. Norbert Gräbner wies darauf hin, dass dieses Angebot beworben wurde. Es sei Urlaubszeit, stellte Katja Wich fest. Außerdem würden bei schönem Wetter die Heranwachsenden andere Freizeitmöglichkeiten wie den Besuch eines Freibads vorziehen. Es habe Tage gegeben, da hätten viele Jugendliche das Angebot genutzt. "Die Gemeinde kann bei diesem Punkt wenig Einfluss nehmen!".

Thomas Hümmrich sprach das Anwesen in der Hauptstraße 29 an. Wie bereits berichtet, wird dieses Gebäude durch die Gemeinde mithilfe von Fördermitteln saniert und einer neuen Nutzung zugeführt. Hümmrich fragte an, ob es denn für die Mehrkosten in Höhe von über 100 000 Euro auch Förderungen gebe. Hier gebe es grünes Licht, so Wich.

Zuvor informierte Bürgermeister Gräbner darüber, dass die vier Kunstobjekte, die im Rahmen von HolzArt im Gemeindegebiet geschaffen worden seien, derzeit noch an der Festungsanlage Rosenberg begutachtet werden können.

Als ein freudiges Ereignis bezeichnete er die Auszeichnung der Frankenwaldflößer, zu denen auch die Unterrodacher zählen, mit dem Landeskundepreis 2019 für herausragende Arbeiten und Leistungen zur Heimatpflege. Zudem wies er darauf hin, dass künftig im Flößermuseum Wurst und Schnäpse aus der Region käuflich erworben werden können.

Stattgegeben wurde dem Bauantrag der Firma Stöhr GbR in Marktrodach zur Erweiterung der Fertigungshalle in Zeyern.

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