Stockheim
Förderantrag

Haig soll aufgewertet werden

Der Gemeinderat Stockheim befasste sich bei seiner Sitzung am Montag mit einer weiteren einfachen Dorferneuerung für den Gemeindeteil Haig.
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Die Gemeinde Stockheim wird parallel zur einfachen Dorferneuerung in Reitsch nun auch für den Ortsteil Haig die einfache Dorferneuerung in Angriff nehmen. Dies will man in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung forcieren. Bürgermeister Rainer Detsch (rechts), hier im Gespräch mit Anwohnerin Irmgard Zehnter, ist zuversichtlich, schon nächstes Jahr in konkrete Planungen eintreten zu können. Foto: K.-H. Hofmann
Die Gemeinde Stockheim wird parallel zur einfachen Dorferneuerung in Reitsch nun auch für den Ortsteil Haig die einfache Dorferneuerung in Angriff nehmen. Dies will man in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung forcieren. Bürgermeister Rainer Detsch (rechts), hier im Gespräch mit Anwohnerin Irmgard Zehnter, ist zuversichtlich, schon nächstes Jahr in konkrete Planungen eintreten zu können. Foto: K.-H. Hofmann

Bei Gesprächen mit dem Amt für ländliche Entwicklung (ALE) hatte sich herausgestellt, dass Stockheim - neben der bereits laufenden Maßnahme in Reitsch - für eine Zweitmaßnahme der einfachen Dorferneuerung aufgrund bereitgestellter Mittel einen Förderantrag stellen kann. Per einstimmigem Votum beschloss der Gemeinderat deshalb, einen Antrag auf Aufnahme einer einfachen Dorferneuerung in das bayerische Dorfentwicklungsprogramm zeitgleich mit dem Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn zur Freigabe von Planungsleistungen zu stellen. Eine Prioritätenliste wird man zusammen mit den Vertretern des ALE besprechen.

Schon 2016 war eine Bereichsabgrenzung besprochen worden, die den Räten als Skizze vorlag. Diese sieht ein Gebiet von der Einmündung der Coburger Straße in die Von-Cramer-Klett- Straße bis zum Ende der Bereichsplanung, etwa 100 Meter vor Einmündung in die Straße Auf der Höhe, vor. Demnach würde zur einfachen Dorferneuerung das Gebiet entlang der Von-Cramer-Klett-Straße, vorbei an Linde und Feuerwehrhaus, mit Einbeziehung des Hofhausrings zählen.

Rüstwagen für die Feuerwehr

Die Gemeinde Stockheim rüstet ihre Feuerwehren weiter mit moderner technischer Ausrüstung auf. Der Gemeinderat vergab nun die Aufträge für die Anschaffung eines Rüstwagens für die Feuerwehr Stockheim. Die Notwendigkeit einer Ersatzbeschaffung war schon in der Sitzung am 22. Juli durch das Gremium anerkannt worden. Die Regierung von Oberfranken stimmte am 3. September dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu und stellte eine Förderung mit 147 000 Euro in Aussicht. Mit dem gleichen Zuschuss beteiligt sich der Landkreis Kronach an den Anschaffungskosten von insgesamt 473 325 Euro; davon trägt die Gemeinde Stockheim 179 325 Euro als Eigenanteil und übernimmt weitere rund 12 000 Euro für zusätzliche Ausstattungen.

Es wurden vier Lose vergeben: Los 1 (Fahrgestell) an die Firma MAN zu 94 010 Euro, Los 2 (feuerwehrtechnischer Aufbau) an die Firma Lentner Hochlinden für 231 023 Euro, Los 3 (feuerwehrtechnische Beladung, ohne Hebekissen, Rettungsstützen, Zubehör) an die Firma Ludwig für 108 888 Euro und Los 4 (feuerwehrtechnische Beladung mit Hebekissen, Rettungsstützen und Zubehör) für 39 403 Euro an die Firma FWnetz in Haar. Alle Vergaben erfolgten einstimmig.

"Der Rüstwagen weist als weitere Besonderheit eine Kamera mit 360-Grad-Winkel auf, was für den Fahrer eine zusätzliche Sicherheit bietet", betonte Kommandant Andre Friedrich.

Geschwindigkeitstafeln

Breiteren Raum nahm auch die Debatte um die Einführung von ortsfesten Geschwindigkeitstafeln ein. Schließlich einigten sich die Räte auf Standorte wie an der B 85 in Neukenroth Nord an der Ortseinfahrt aus Pressig kommend und in Stockheim Nord an der Ortseinfahrt aus Neukenroth kommend sowie in Haßlach Nord am Ortsausgang in Richtung Stockheim.

Einen Schwerpunkt sahen Jörg Roth (SPD) und Stefan Beetz (CSU) auch an der Schule in Reitsch.

In einer dringlichen Anordnung wurden die Fliesenarbeiten für das Feuerwehrhaus in Haßlach an die Firma Raimund Krüger in Friesen zum Preis von 25 518 Euro vergeben. Um die Arbeiten zügig voranzutreiben und die Fahrzeuge im Winter in der Halle abstellen zu können, sei es notwendig gewesen, diese Anordnung zu treffen, teilte Bürgermeister Rainer Detsch (FW) mit.

Das Gremium beschloss die Kündigung des Vertrages für die Schülerbeförderung mit dem Busunternehmen Frey-Reisen zum Ende des Schuljahres 2019/2020 wegen des dann geltenden Nahverkehrskonzeptes des Landkreises Kronach. Jürgen Lenker (CSU) schlug dazu vor, Vertreter vom Landratsamt zur Erörterung und Information über das Nahverkehrskonzept in die Gemeinde einzuladen.

Bürgermeister Detsch gab bekannt, dass im Gemeindebereich insgesamt 778 LED- Leuchten in Betrieb genommen worden seien; davon seien 763 noch für 214 000 Euro umgerüstet und mit einem Neuanstrich versehen worden. "Die Leuchten sollen sich in gut vier Jahren amortisiert haben, und dann geht die Gemeinde in den Sparmodus", sagte Detsch.

Jürgen Wöhner fragte nach dem Sachstand der Kanalisation in der Büttners-Zeche. "Wir sind weiter dran", sagte Detsch, "und wollen eine finale Entscheidung treffen." Er konnte aber keine neuen Erkenntnisse mitteilen.

Jörg Roth (SPD) schlug eine Erweiterung des Baugebietes "Gartenstraße" in Wolfersdorf vor. Rudi Jaros (FW) zeigte Bedenken wegen des Sträucherwuchses im Weißbach, der bei Starkregen zur Gefahr werden könnte. Dies wird man laut Rathauschef im Auge behalten.

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