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Kronach
Gericht

Familienvater brutal zugerichtet: Haftstrafen für Prügel nach dem Kronacher Freischießen

Die Zufallsbegegnung am Rande des Kronacher Freischießens kostete den Familienvater beinahe das Leben.
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Der Angeklagte H. (von links) mit seinem Verteidiger Michael Linke, der mutmaßliche zweite Täter R. wird von Till Wagler vertreten.   Sandra Hackenberg
Der Angeklagte H. (von links) mit seinem Verteidiger Michael Linke, der mutmaßliche zweite Täter R. wird von Till Wagler vertreten. Sandra Hackenberg

Weil sie einen betrunkenen Familienvater nach dem Besuch des Kronacher Freischießens brutal verprügelt hatten, mussten sich zwei junge Männer aus dem Kreis Kronach wegen versuchten Totschlags vor dem Coburger Landgericht verantworten. Gestern fiel nun das Urteil: Der gerade einmal volljährige Angeklagte R. wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von vier Jahren verurteilt.

Der 20-jährige H. wurde wegen gefährlicher Körperverletzung in Tatmehrheit mit vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Außerdem wurde die Unterbringung des Angeklagten H. in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass die beiden Heranwachsenden im August vergangenen Jahres in der Nähe der Bahnunterführung das 36-jährige Zufallsopfer attackiert und in der Gruppe auf den Mann eingetreten haben. Die Tritte gegen den Kopf wertete die Staatsanwaltschaft als versuchten Totschlag.

Den allerdings konnte das Gericht nicht abschließend nachweisen. Der Verurteilte H. hatte bereits zu Prozessbeginn eingeräumt, während der Tat unter erheblichem Drogeneinfluss gestanden und ein massives Suchtproblem zu haben, dass er endlich in den Griff bekommen wolle.