Laden...
Ludwigsstadt
Wandel

Grünes Licht für Dorferneuerung in Lauenhain und Ottendorf

Der Stadtrat Ludwigsstadt stimmte Dorferneuerungsmaßnahmen in Lauenhain und Ottendorf zu. In Lauenhain entsteht ein Dorfgemeinschaftshaus; in Ottendorf wird der Altort neu gestaltet.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Breite der Ottendorfer Ortsdurchfahrt  sei ausreichend für landwirtschaftlichen Verkehr, rechnete Bürgermeister Erhardt vor.Heike Schülein
Die Breite der Ottendorfer Ortsdurchfahrt sei ausreichend für landwirtschaftlichen Verkehr, rechnete Bürgermeister Erhardt vor.Heike Schülein

Für die Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses mit Umfeldgestaltung erstellten die Büros HTS-Plan und Müller-Architekten die Entwurfsplanung. Man rechnet mit Kosten für das Gebäude in Höhe von 440 000 Euro sowie für die Umfeldgestaltung von 490 000 Euro; ein Eigenanteil von rund 135 000 Euro entfällt auf die Kommune.

Die Entwurfsplanung für die Neugestaltung der Ottendorfer Straße erstellte das Büro Lauer & Lebok. Die Gesamtkosten betragen 1,63 Millionen Euro, davon sind voraussichtlich 1,6 Millionen Euro förderfähig. Der Eigenanteil liegt somit bei rund 200 000 Euro.

In den überarbeiteten Entwurfsplanungen fanden die von der Bevölkerung eingebrachten Wünsche Berücksichtigung. Beide Maßnahmen werden als einfache Dorferneuerung vom Amt für ländliche Entwicklung begleitet und sollen 2020 in Angriff genommen werden. Der Fördersatz beträgt 90 Prozent.

Hintergrund für die Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses war, dass in absehbarer Zeit keine Gastronomie mehr in Lauenhain und damit auch kein Treffpunkt zur Verfügung steht. In Ottendorf kann der Veranstaltungssaal des BRK-Seniorenhauses genutzt werden.

Max Heyer (CSU) fragte hinsichtlich der hohen Kosten für die Umfeldgestaltung in Lauenhain nach. Sie entstehen durch die in Beton gelegte Pflasterung und die neuen Verkehrswege.

Außerdem erkundigte er sich nach dem Wasserbau in Ottendorf. Der ist laut Bürgermeister Timo Erhardt abgeschlossen.

Höherer Druck, wie von der Bevölkerung erhofft, wurde dabei jedoch nicht erzeugt. Das Problem will man bei den Straßenbaumaßnahmen der Dorferneuerung angehen.

Gerhard Rentsch (CSU) bemängelte die für landwirtschaftliche Maschinen zu schmal geplante Straßenbreite in Ottendorf von 4,5 Metern. Laut Ehrhardt stehen jeweils an beiden Seiten Ränder von einem halben Meter und ein überfahrbarer Außenbereich von 1,5 Metern zur Verfügung: insgesamt also 8,5 Meter für den Durchgangsverkehr.

Nachschlag

Das Gremium beschloss den Nachtragshaushalt 2019, der durch zeitliche Verschiebung von Investitionen und abweichenden Ausschreibungsergebnisse nötig wurde. Die Rücklagenentnahme wird von 285 000 Euro auf 1,55 Millionen Euro Euro angepasst; der Kreditbedarf sinkt von 1,64 Millionen Euro auf 160 000 Euro und die Investitionen von knapp 6,12 Millionen Euro auf 5,85 Millionen Euro.

Zuzüglich Tilgung in Höhevon 430 000 Euro ergibt sich ein Vermögenshaushalt von 6,27 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen reduziert sich von 13,64 Millionen Euro auf knapp 13,37 Millionen Euro. Der Stellenplan wird wegen der Berücksichtigung dreier Stellen im Programm Soziale Teilhabe angepasst.

Das Gremium fasste einen Einleitungsbeschluss für die Aufhebung des Bebauungsplanes Nr. 2 "Geschwende" in Ebersdorf. Da der Eigentümer der Fl.-Nr. 572 nicht verkaufsbereit ist, kann aktuell kein Bauplatz ausgewiesen werden.

Ebenfalls einstimmig beschloss der Stadtrat eine vom Büro Plan & Werk Bamberg erarbeitete Gestaltungsfibel und die Neufassung der Gestaltungssatzung. Die Fibel steht auf der Stadt-Homepage zum Download bereit und ist in Papierform voraussichtlich Ende 2019 verfügbar.

DieAnstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern hat ein Online-Dienste-Bundle für 5600 Euro für die Erweiterung des Bürgerservice-Portals zusammengestellt. Enthalten sind die Einrichtung von E-Payment, die Fachdienste Einwohner- und Standesamtswesen und weitere Fachdienste. Die Förderung beträgt 90 Prozent.

Die Grundschule Ludwigsstadt erhält für 8150 Euro zwei interaktive Tafeln und drei Dokumentenkameras aus dem "Digitalpakt Schule". Insgesamt steht für den Förderzeitraum 2019 bis 2024 ein Höchstbetrag von 36 000 Euro zur Verfügung. Nächstes Jahr sollen für den mobilen Unterrichtseinsatz zehn Tablets angeschafft werden.

Anbindung

Grünes Licht gab es für den Abriss des Wohnhaues Kehlbacher Straße 57 samt Scheune. Dort soll dann der Auleitenweg ans städtische Straßennetz angebunden werden, der momentan über die Kehlbacher Straße 59 verläuft und dessenAnbindung an die Kehlbacher Straße unterbrochen ist. Das kostet 62 000 Euro. Der Abbruch wird mit 90 Prozent gefördert.

Ludscht erfindet sich neu Das Büro Planwerk Nürnberg betreut Ludwigsstadt seit Juli 2015 im Stadtumbau- und Citymanagement. Bettina Teleky stellte die aktuellen Entwicklungen vor.

Mit der erstmals 2018 durchgeführten work@ludscht hatte sie die Nachfolge von Ann-Sofie Beuerle angetreten. Die Durchführung der heuer erneut stattfindenden Arbeitsplatz- und Ausbildungsmesse war eines ihrer größten Aufgabengebiete.

Hervorgegangen ist diese Messe als Ergebnis der Unternehmer-Stammtische, jeweils mit einem anderen thematischen Schwerpunkt. Ein großes Thema war auch als Resultat einer Einzelhandelsbefragung die Neugestaltung der Märkte, um sich dem veränderten Kaufverhalten anzupassen. Erfolgreich verliefen die beiden Foodtruck RoundUp, heuer in Verbindung mit der work@ludscht.

Ein weiteres Großprojekt ist das Beschilderungskonzept für Lauenstein.

Das Stadtumbaumanagement hielt jeden Monat eine Bürgersprechstunde. Im Rahmen des kommunalen Förderprogramms fanden 61 Sanierungsberatungen statt. Sechs Vorhaben sind abgeschlossen, einige werden gerade durchgeführt.

Aktiv angegangen wurde auch das Leerstandmanagement. Ende Juni 2019 wurde das Stadtumbaumanagements an Jochen Solbrig von der Stadtverwaltung übergeben.

Zukünftige Schwerpunkte sind die Vorbereitung der work@ludscht 2020, eine Ideenwerkstatt für das Marktfest 2020, das Strategiepapier Ludschter Märkte 2020, das Beschilderungskonzept Lauenstein, die Entwicklung eines Dienstleistungskonzepts und einer Testimonial-Imagekampagne sowie der Abschluss der strategischen Planung für das Citymanagement bis 30. Juni 2020.

Ehrung für die Schützen Der Bürgermeister ehrte die Erste Mannschaft der Ludwigsstädter Luftgewehrschützen, die nach der Meisterschaft in der Oberfrankenliga auch den Aufstieg in die Bayernliga schafften.

Das Team um Mannschaftsführer Christoph Methfessel setzt sich aus Lina-Marie Harnisch, Annika Welsch, Linda Koch, Steve Hofmann und Florian Martin zusammen. Diese und der Verein, vertreten durch Ersten Schützenmeister Johannes Haase sowie Zweiten Schützenmeister Frank Ziener wurden mit der Ehrennadel der Stadt bedacht.

Erfreulicherweise hat man bereits nach den ersten beiden Wettkampftagen einige Zähler auf dem Konto. Einladung erging zum Bayernliga-Wettkampf am 10. November an den Ständen der SG Ludwigsstadt. Der erste Wettkampf beginnt um 10 Uhr; der zweite um 15 Uhr; sie werden live in den Gastraum übertragen

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren