Teuschnitz
Verwaltungsgemeinschaft

Grünes Licht für den Haushalt

Die Teuschnitzer Gemeinschaftsversammlung brachte in ihrer Sitzung vom Mittwochabend den Etat 2018 unter Dach und Fach.
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Es ging beim Haushalt der   Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz um viel Geld.                                                                         Symbolfoto: dpa
Es ging beim Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz um viel Geld.                                                                      Symbolfoto: dpa
Nach der Einführung durch die Gemeinschaftsvorsitzende, Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) erläuterte Kämmerin Sabine Suffa - ausgehend von der Jahresrechnung 2016 und dem Verlauf des Haushaltsjahres 2017 - den Haushaltsplan 2018. Dieser hat ein Gesamtvolumen von 588 000 Euro, davon 579 000 Euro für den Verwaltungshaushalt und 9000 Euro für den Vermögenshaushalt. Er enthält keine genehmigungspflichtigen Bestandteile. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen.

Der Verwaltungshaushalt ist circa 27 000 Euro niedriger als im Vorjahr. Die wesentlichen Änderungen betreffen eine schwangerschaftsbedingte Abwesenheit und Einsparungen beim Unterhalt der EDV-Anlage. "Die Wartungsgebühren konnten enorm gesenkt werden", freute sie sich. Der Ausgleich erfolgt durch eine reduzierte VGem-Umlage - konkret von 419 100 Euro, jeweils 128,87 Euro für die derzeit 3252 Einwohner.
Der Vermögenshaushalt ist 1000 Euro höher als im Vorjahr. Die Investitionen setzen sich zusammen aus der Anschaffung eines neuen GIS-Programmes von 5000 Euro sowie Pauschalsummen für den Erwerb von Anlagevermögen von 2000 Euro sowie für Zimmerausstattung als auch Arbeitsgeräte und Maschinen von jeweils 1000 Euro. Finanziert werden diese Investitionen durch die Zuführung vom Verwaltungshaushalt von 9000 Euro.
Die Rücklage beträgt zum 1. Januar 2018 voraussichtlich 27 600 Euro. Eine Entnahme beziehungsweise Zuführung ist nicht vorgesehen. Die VGem Teuschnitz hat keine Schulden. 2018 sind neun Mitarbeiter in der Verwaltung beschäftigt, davon fünf in Vollzeit. In der Finanzplanung ergeben sich abhängig vom Personalstand keine Änderungen. "Größere Investitionen sind nicht vorgesehen. "Das Haushaltsvolumen wird sich auf circa 600 000 Euro pro Jahr einpendeln", prognostizierte die Kämmerin.
Der Beschluss erfolgte einstimmig; ebenso wie die Genehmigung des Stellenplans für 2018 und des Finanzplans bis 2021. Suffa warf auch einen Blick zurück auf die Haushaltsjahre 2016 und 2017. 2016 konnte mittlerweile abgeschlossen werden. Das Gesamtvolumen von 578 467,53 Euro setzt sich zusammen aus dem Verwaltungshaushalt von 558 881,12 Euro und dem Vermögenshaushalt von 19 586,41 Euro. "Der Haushaltsplan konnte wie geplant abgewickelt werden", freute sich die Kämmerin über eine "Punktlandung" in weiten Bereichen. Mehrausgaben von rund 10 000 Euro bei den Personalkosten ergaben sich durch Tarif- beziehungsweise Stufenerhöhungen. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt 19 350 Euro, 7350 Euro mehr als geplant. Dies sei auch notwendig gewesen aufgrund Abweichungen durch den Kauf eines digitalen Archivprogramms, bei dem die Kassenbelege eingescannt, online systematisch abgelegt werden und per Mausklick wieder aufgerufen werden können, nebst Scanner. "Das ist eine enorme Arbeitserleichterung", erklärte die Kämmerin. Auch die Bürgermeisterin sprach von einer "Supersache".
Bei den Zahlen von 2017 handelt es sich noch um Planungen. Das Jahr werde wohl aber ebenfalls wie geplant abgewickelt werden können. Veranschlagt ist ein Haushaltsansatz von 615 000 Euro, davon 607 000 Euro für den Verwaltungshaushalt und 8.000 Euro für den Vermögenshaushalt. Größere Abweichungen bei den Einnahmen seien nicht absehbar. Die Ausgaben belaufen sich niedriger als geplant, da beispielsweise die angesetzten Kosten für die EDV-Wartung nicht anfielen. Angeschafft wurde lediglich ein Server. Eine Rücklagenentnahme wird wahrscheinlich nicht erforderlich sein.

Einstimmig beschloss das Gremium die Anschaffung eines neuen Geoinformationssystems (GIS), da das bisher vorhandene die Ansprüche in Bezug auf Anwenderfreundlichkeit und Funktionalität nicht mehr erfüllt. Der Vertrag wurde mit Wirkung zum 31.12.2018 gekündigt. Das neue GIS-Programm von der Firma RIWA aus Kempten enthält ein Grundmodul sowie ein Straßenbestandsverzeichnis und ein Friedhofsprogramm. Der reguläre Preis für das Grundprogramm beträgt ab dem 1. Januar 2019 jährlich 2553,56 Euro. Der Umstieg erfolgt bereits ab April dieses Jahres, wobei die VG das neue Programm von April bis Juni kostenfrei nutzen kann. Für Juli bis Dezember erhält sie dieses verbilligt zum Umsteigerpreis für weniger als die Hälfte der regulären Monatsbeiträge. An Investitionskosten fallen zusätzlich einmalig knapp 2300 Euro an. Die monatlichen Wartungskosten liegen bei knapp 40 Euro.
Der Verlag Linus Wittich aus Forchheim erhöht den Bezugspreis für das Mitteilungsblatt. Wie der Verlag mitteilte, kann der bisherige Preis von 123,05 Euro pro Ausgabe nicht mehr aufrecht erhalten werden - unter anderem aufgrund erhöhter Aufwendungen im Energie- und Personalbereich. Der Bezugspreis für drei Jahre gestaffelt beläuft sich 2018 auf 171,20 Euro/Ausgabe sowie 2019 und 2020 auf jeweils 214 Euro/Ausgabe. Hinzu kommt die Verteilung von insgesamt 142,53 Euro/Ausgabe. Insbesondere auch für die älteren Einwohner, die nicht mehr so gut sehen, gab das Gremium eine größere Schrift und Bilder in Auftrag. Die dadurch erforderliche Erhöhung der Seitenzahl von neun auf zehn schlägt mit Mehrkosten von 20,33 Euro/Ausgabe zu Buche.

Rennsteigmesse 2020 in Teuschnitz
Die - im Fünf-Jahres-Rhythmus jeweils von einer anderen Rennsteig-Gemeinde ausgerichtete - Rennsteigmesse wird 2020 in Teuschnitz stattfinden, nachdem man regulär an der Reihe ist. Der Termin soll bei der nächsten Arge-Sitzung festgelegt werden und erst nach der Kommunalwahl sowie dem damit verbundenen Amtswechsel erfolgen. Bei einer VG-Sitzung Mitte dieses Jahres sollen die Planungen konkretisiert werden. Wahrscheinlich wird man sich - wie zuletzt auch Steinbach - Unterstützung von außerhalb dazu holen. "Der erhebliche Arbeits- und Zeitaufwand kann von der Verwaltung her nicht abgewickelt werden", verdeutlichte die Gemeinschaftsvorsitzende.
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