Steinberg

Gedenkstätte neu gestaltet

Mitglieder der KSK Steinberg haben das Umfeld des Kriegerdenkmals aufgewertet. Damit geht für Anneliese Munzer ein Wunsch in Erfüllung.
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Mitglieder der KSK Steinberg haben das Umfeld des Kriegerdenkmals neu angelegt und es pflegeleichter gestaltet. Foto: Heike Schülein
Mitglieder der KSK Steinberg haben das Umfeld des Kriegerdenkmals neu angelegt und es pflegeleichter gestaltet. Foto: Heike Schülein
Es ist ein beeindruckendes Baudenkmal, das sich den Gläubigen eingangs des Steinberger Friedhofes präsentiert. Dort - auf dem hoch aufragenden Schlossberg mit den beiden ehrwürdigen Pfarrkirchen St. Pankratius - befindet sich das Ehrenmal für die gefallenen und vermissten Söhne Steinbergs, die im Ersten Weltkrieg sowie unter nationalsozialistischer Herrschaft ihr Leben für ihr Heimatland gaben.

Die sechs Gedenksteine mit den eingemeißelten Namen der Gefallenen und Vermissten, das große Steinkreuz und der Stein mit der Inschrift: "Ich der Herr aber ging vor dir vorüber und sah dich in deinem Blute liegen und sprach zu dir, du sollst leben" umgibt vorne ein Beet und dahinter ein Hanggrundstück. Verantwortlich für die sorgsame Pflege der Anpflanzung und das Sauberhalten des Umfelds zeichnet im Auftrag und auf Bitten der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Steinberg seit vielen Jahren Anneliese Munzer. Zu ihrem arbeits- und zeitaufwendigen Aufgabengebiet zählen insbesondere drei jährliche Anpflanzungen im Frühjahr, Sommer und Herbst, wofür sie sich immer etwas Neues einfallen lässt.

Daneben obliegt ihr auch in den wärmeren Monaten das tägliche Gießen sowie Unkrautjäten. Die abschüssige Anlage mit ihren stark verwurzelten Sträuchern und Bodendeckern muss regelmäßig von wucherndem Unkraut befreit werden. Zudem müssen die Sträucher und die Buchshecke entsprechend in Form geschnitten werden.


Pflanzerde weggespült

Schon lange war es der Wunsch der langjährigen Ehrenamtlichen, dass das Umfeld des Ehrenmals neu und dabei insbesondere pflegeleichter gestaltet wird. Im vergangenen Frühjahr wurden von den tüchtigen Mitgliedern der KSK Abgrenzungssteine eingebracht, die dafür sorgten, dass die Pflanzerde bei starken Regenfällen nicht einfach weggespült wird. Nun hatte man sich in einer erneuten Aktion vor allem des Beetes angenommen, das komplett mit feinen Ziersteinen aufgefüllt wurde. Im Beet wurden fünf weiße

Pflanzschalen auf im Boden befestigten Granitsockeln errichtet, die Anneliese Munzer unter anderem mit Erikastöcken in verschiedenen Farben in gewohnt liebevoller Art und Weise sorgsam bepflanzte. Neben den Gedenksteinen befinden sich - ebenfalls auf Sockeln - Grablaternen für Grablichte.
Die auch optisch sehr gelungene Umgestaltung der Gedenkstätte bewirkt nun zumindest ein Stück weit etwas Entlastung für Anneliese Munzer, die diese viel Zeit in Anspruch nehmende und körperlich anstrengende Aufgabe seit vielen Jahren vollkommen ehrenamtlich ausübt.

Genügend Arbeit bleibt Anneliese Munzer nach wie vor: Arbeit, die sie gerne erledigt - zu Ehren der in den beiden Weltkriegen gefallenen Kameraden, deren würdevolles Gedenken ihr wie auch allen Mitgliedern der KSK Steinberg ein großes Anliegen ist.
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