Kronach
Feuerwehr

Gasaustritt auf dem Kronacher Weihnachtsmarkt: Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz

Wegen starken Gasgeruchs auf dem Kronacher Weihnachtsmarkt rückte die Feuerwehr am Samstagabend gegen 21.45 Uhr mit einem Großaufgebot aus. Die Quelle des Gasaustritts war aber schnell gefunden.
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Nach einer Stunde war der Einsatz wieder beendet. Foto: Stefan Wicklein
Nach einer Stunde war der Einsatz wieder beendet. Foto: Stefan Wicklein
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Dass rund um den Kronacher Rosenturm an den Adventswochenenden ordentlich Trubel herrscht, ist keine große Überraschung - schließlich bummeln dort bis 22 Uhr zahlreiche Besucher auf dem Kronacher Weihnachtsmarkt von Stand zu Stand.

Am Samstag gab es den größten Trubel auf dem Marienplatz allerdings erst, kurz bevor der Markt schloss. Die meisten Händler hatten ihre hölzernen Hütten schon verriegelt oder bereiteten sich gerade auf den Feierabend vor, als plötzlich die Feuerwehr anrückte.

Gasgeruch auf dem Weihnachtsmarkt

Der Grund: ein deutlich wahrnehmbarer Gasgeruch. "Wenn so etwas gemeldet wird, muss man damit rechnen, dass es etwas Größeres ist", erklärte ein Polizist der Kronacher Inspektion. Daher war kurz nach 22 Uhr nicht nur die Kronacher Wehr mit drei Einsatzfahrzeugen und 20 bis 25 Rettungskräften vor Ort, sondern auch ein Rettungswagen. Denn wo Gas austritt, bestehe immer auch eine Explosionsgefahr.

Schnell stellte die Feuerwehr jedoch fest, dass diese Sorge unbegründet ist. Eine der Propangasflaschen, die sich aus Sicherheitsgründen immer außerhalb der Hütten befinden, war nach Angaben der Polizei nicht richtig zugedreht gewesen - weshalb das Gas durch die Schutzkappe ausströmen konnte.

Was für die Floriansjünger dank spezieller Werkzeuge offenbar nur ein Kinderspiel war, stellte die Organisatoren zuvor noch vor ein unlösbares Problem. "Als wir erfuhren, dass aus einer Flasche Gas austritt, haben wir natürlich gleich versucht, sie zu schließen", erzählte Steffen Mahr, einer der drei Vorsitzenden des ausrichtenden Vereins Kronacherleben. "Aber irgendetwas am Verschluss war kaputt. Wir haben es einfach nicht geschafft, die Flasche richtig zuzubekommen."

Gegend wurde evakuiert

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Weil gleich nebenan noch Glühwein ausgeschenkt wurde und sich dort besonders viele Besucher befanden, evakuierten die Veranstalter die Gegend rund um die Propangasflasche und alarmierten um 21.45 Uhr die Feuerwehr. "Es war schwierig, die Situation einzuschätzen", sagte Mahr. "Daher rufen wir lieber einmal zu viel die Feuerwehr, als einmal zu wenig." Das Risiko sei den Veranstaltern einfach zu groß gewesen.

Menschen kamen laut Polizei durch das austretende Gas nicht zu Schaden. "Das verdünnt sich ja schnell in der Luft", erklärte der Polizist. "Wenn man mit einem Gasgrill grillt, bekommt man wahrscheinlich genauso viel Gas ab." Auch ein Sachschaden sei nicht entstanden.

Nachdem die Feuerwehr mit Messgeräten noch geprüft hatte, ob tatsächlich kein Gas mehr aus der Propangasflasche strömt, war der Einsatz für sie nach knapp einer Stunde gegen 22.50 Uhr auch schon wieder beendet. "Das war ein kleiner Schock am Abend, der sich dann ja zum Glück als harmlos herausgestellt hat", sagte Mahr, der den Rettungskräften für die schnelle Reaktion dankte. Auf den Betrieb der Rosenbergalm, die noch zwei Stunden länger geöffnet hat als der Weihnachtsmarkt, habe der Zwischenfall keine Auswirkungen gehabt.

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