Mitwitz
Vorwürfe

Freischießen: So reagiert die Frankenbräu auf Anfeindungen

Mit einem Facebook-Post hat die Brauerei Frankenbräu auf Gerüchte und Sabotageversuche während des Freischießens reagiert. Die Geschäftsführung hofft, so der Unruhe ein Ende zu setzen. Der Festbetrieb geht normal weiter.
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Während des Freischießens wurden zahlreiche Sabotageversuche gegen die Frankenbräu unternommen. Unter anderem wurden Wasserhähne zugedreht und Kühlhänger ausgeschaltet. Auch vor der Verbreitung von Gerüchten blieb die Brauerei nicht verschont. Fotos: Marian Hamacher
Während des Freischießens wurden zahlreiche Sabotageversuche gegen die Frankenbräu unternommen. Unter anderem wurden Wasserhähne zugedreht und Kühlhänger ausgeschaltet. Auch vor der Verbreitung von Gerüchten blieb die Brauerei nicht verschont. Fotos: Marian Hamacher
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Gezogene Stecker, zugedrehte Wasserhähne, ausgeschaltete Kühlhänger. Während des diesjährigen Freischießens soll die Brauerei Frankenbräu zahlreichen Sabotageversuchen ausgesetzt gewesen sein. "Der Sicherheitsdienst hat sogar zwei Personen auf frischer Tat ertappt, die allerdings fliehen konnten", bedauert ein Mitarbeiter aus der Geschäftsführung der Brauerei.

Neben den Sabotageversuchen kursieren außerdem Gerüchte über das Neundorfer Unternehmen. Das Bier sei aus Zirndorf, ein Braumeister von Gampert sei an der Herstellung beteiligt gewesen, das Bier sei in einer anderen Brauerei gebraut worden.

Die Frankenbräu hat nun mit einem Statement auf Facebook reagiert. Dort heißt es unter anderem, dass ab sofort "jegliche öffentliche Verbreitung von Unwahrheiten, Hetzkampagnen und Sabotagen" zur Anzeige gebracht werden. "Wir wollten mit dem Post kein riesen Fass aufmachen, sondern nur auf die Anschuldigungen reagieren", betont der Mitarbeiter. Die Brauerei hatte befürchtet, dass die Gerüchte als wahr angesehen würden, wenn es kein öffentliches Statement gibt. "Über Facebook konnten wir schnell viele Leute erreichen."

Wer ist schuld?

Vor knapp drei Monaten habe es in der Brauerei bereits ähnliche Vorfälle wie beim Freischießen gegeben. Unter anderem seien Türen aufgebrochen, Hähne zugedreht und ganze Stockwerke geflutet worden. Ein Täter konnte nie gestellt werden. "Hinter den Vorfällen könnte jeder stecken", meint der Mitarbeiter. Und auf Facebook seien es immer dieselben Leute, die öffentlich gegen die Neundorfer Brauerei hetzen.

Christian Höfner kann die Reaktion der Frankenbräu verstehen: "Für die Kollegen war der Post auf Facebook scheinbar der richtige Weg." Im Informationszeitalter werde der Meinung des Braumeisters der Gampertbräu nach vieles breitgetreten, was tatsächlich wenig Substanz habe. Höfners Einschätzung nach hätte es dennoch andere Lösungswege gegeben. Als Betreiber sei es dann schwierig, richtig zu reagieren. Die Gerüchte, dass ein Brauer der Gampertbräu bei der Frankenbräu im Einsatz war, kann Höfner jedenfalls dementieren. "Auf solche Gerüchte kann man nichts geben."

Wie bei der Gampertbräu ist auch bei der Kaiserhöfer alles ruhig geblieben: "Ich bedaure die aktuelle Situation, in der die Frankenbräu steckt", sagt Geschäftsführer Ulrich Kaiser. Seiner Einschätzung nach können Gerüchte schnell durch Missverständnisse ausgelöst werden und unnötig hochkochen. Kaiser sei während des diesjährigen Freischießens oft von Besuchern gefragt worden, ob die Frankenbräu tatsächlich ihr eigenes Bier ausschenke. "Ich habe stets erwidert, dass es sich um das Bier der Frankenbräu und nicht einer anderen Brauerei handelt."

Festbetrieb geht weiter

Der Platzmeister der Schützengesellschaft Kronach, Karl-Peter Wittig, konnte auf Nachfrage des Fränkischen Tags keine Stellungnahme zu Problemen der Frankenbräu auf dem Gelände des Freischießens abgeben. Bis gestern Mittag seien ihm derartige Vorkommnisse nicht gemeldet worden. Aus diesem Grund werde der Festbetrieb auch unverändert weitergeführt.

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