Kronach
Ausstellung

Fotografische Schätze im Landratsamt

Der Frankenwald wurde 2017 "Waldgebiet des Jahres". Die 23 schönsten Bilder eines Foto-Wettbewerbs dazu sind nun in Kronach zu sehen.
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Die Wanderausstellung "Schätze des Frankenwalds" zeigt stimmungsvolle Aufnahmen unserer wunderschönen Heimat.Heike Schülein
Die Wanderausstellung "Schätze des Frankenwalds" zeigt stimmungsvolle Aufnahmen unserer wunderschönen Heimat.Heike Schülein
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Der legendäre "Forstmeistersprung" in Stadtsteinach, ein Schneesturm bei Seifersreuth bei Grafengehaig und eine Traumszenerie des Staffelbergs - 25 Fotografen, 100 Bilder - 100 Mal der Frankenwald von seiner schönste Seite: So viele wunderbar stimmungsvolle Aufnahmen gingen beim von der Bayerischen Forstverwaltung in Stadtsteinach ins Leben gerufenen Foto-Wettbewerb "Schätze des Frankenwaldes" ein.
Von den durchwegs qualitativ hochwertigen Bildern, die die Schönheit und den Charme unserer wunderbaren Heimat in den unterschiedlichsten Perspektiven und Stimmungen einfangen, wählte eine Jury aus Fotografen, Förstern und politischen Vertretern die "Crème de la Crème" aus. Nachdem diese fotografischen Schätze bereits im Februar dieses Jahres im Kulmbacher Einkaufszentrum "Fritz" zu bewundern waren, zieren sie nunmehr seit Montag die Wände der Galerie im Landratsamt Kronach.
"Wir leben mitten im Paradies und wissen es nicht", meinte stellvertretender Landrat Gerhard Wunder, der sich bei der Ausstellungseröffnung über ein "volles Haus" freuen durfte. Die ganze Region könne sehr stolz über die Wahl des Frankenwalds zum "Waldgebiet des Jahres 2017" sein. Das Ehrenjahr sei dann auch von den örtlichen Forstleuten mit einer vielseitigen Veranstaltungsreihe gebührend begangen worden - mit dem Ziel, das Bewusstsein für unsere schöne Heimat zu schärfen. Sein Wunsch sei es, dass dieses Bewusstsein um die Kostbarkeit und den Reichtum des Frankenwaldes in all seinen Facetten noch lange in den Köpfen der heimischen Bevölkerung verbleibe. Er dankte der Bayerischen Forstverwaltung in Stadtsteinach für das Initiieren des Foto-Wettbewerbs - insbesondere den beiden Hauptverantwortlichen, Forstdirektor Dirk Lüder sowie Anja Mörtlbauer als Projektleiterin der Wanderausstellung. Ein großes Dankeschön zollte er auch dem Kreiskulturreferat mit Kreiskulturreferentin Gisela Lang sowie Gabi Schmidt. Gerade auch durch die Diskussion um einen möglichen Nationalpark seien staatliche Stellen auf den Frankenwald aufmerksam und viele Ideen geboren worden, die hoffentlich zur Umsetzung kämen. "Wichtig ist, dass etwas passiert", appellierte er. Wünschenswert wäre es, neben dem Jugendwaldheim in Lauenstein vielleicht noch eine zweite oder dritte Umwelt-Bildungseinrichtung in den Landkreis Kronach zu holen. Hierfür sei kommunalpolitisch noch einiges zu tun.
Lüder freute sich, dass des Ehrenjahr die ganze Holzbranche verbunden und zueinander geführt habe - und zwar Bundesländer übergreifend: Bayern und Thüringen. Diese Idee wollte man mit dem Foto-Wettbewerb weiterführen, in den sich insbesondere Anja Mörtlbauer stark eingebracht habe. Wie die Projektleiterin ausführte, sei es für die Jury keine leichte Aufgabe gewesen, aus den 100 eingesandten Aufnahmen die "besten" 23 auszuwählen. Von einer runden Sache sprach der Landesvorsitzende des Bunds deutscher Forstleute, Bernd Lauterbach. Mit der Veranstaltungsreihe habe man den Frankenwald in die Politik getragen, was hoffentlich auf fruchtbaren Boden gefallen sei und nachhaltig etwas bewirke. Gisela Lang hatte sich wie immer passende Geschenke für die Beteiligten ausgedacht, dieses Mal eine Kräutertee-Mischung aus der Arnikastadt Teuschnitz. Aufgabe des Foto-Wettbewerbs war es, die Vielseitigkeit des Frankenwaldes darzustellen und die Schönheit des heimischen Waldes fotografisch festzuhalten, was auf alle ausgestellten Fotografien in beeindruckender Art und Weise zutrifft. Hierzu zählen natürlich auch die drei Gewinnerbilder, die von der Jury nach einem Punktesystem ausgewählt wurden.
Das mit einem Preisgeld von 250 Euro bedachte Siegerbild knipste Thomas Karger aus Schmölz beim bekannten Aussichtspunkt, dem "Forstmeistersprung" in Stadtsteinach. Günter Nietert von der Fotogruppe Stadtsteinach belegte mit seiner Aufnahme eines bei Seifersreuth bei Grafengehaig aufziehenden Schneesturms den zweiten Platz. Auf Rang Drei landete der Staffelberg-Blick von Christian Köferstein aus Marktrodach. Nietert durfte sich über ein küchenfertig zerlegtes Wildschwein, Köferstein über ein Ster Brennholz als Preis freuen. Karger und Nietert waren bei der Ausstellungseröffnung anwesend ebenso wie die Hobby-Fotografin Jeanette Fiedler, die mit ihrem "Kämmleinsfelsen" eine der außergewöhnlichsten Aufnahmen des Wettbewerbs einreichte. "Das erinnert auf den ersten Blick fast an Skandinavien" stellte Gisela Lang fest - und man mag ihr beipflichten. Das Bild soll noch einen Sonderpreis erhalten. Eventuell wird es mit dem vom Forstamt im Nachgang zum Ehrenjahr herausgebrachtem Buch bedacht, in dem auch die schönsten Aufnahmen zu sehen sein werden. Die Ausstellung ist bis zum 27. April im Landratsamt zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt ist frei. Anschließend gehen die "Schätze des Frankenwaldes" erneut auf Reise und zwar als nächste Station nach Wartenfels.


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