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Kronach
Kultur

Foto-Ausstellung: Oberfranken von oben betrachten

Mit seinem Kamera-Kopter fotografiert Otmar Fugmann Städte, Schlösser und Burgen in der Region aus ungewohnter Perspektive. "Über Oberfranken" heißt die Ausstellung seiner Luftaufnahmen, die ab sofort im Kronacher Landratsamt zu sehen ist.
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Kunst und Technik: Otmar Fugmann und sein Quadrocopter,.Foto: Miriam Hegner
Kunst und Technik: Otmar Fugmann und sein Quadrocopter,.Foto: Miriam Hegner
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Rot leuchten die Dächer der Festung Rosenberg im Morgenlicht. Im Tal, über den Häusern der Stadt, hängen Nebelschwaden, die aufgehende Sonne färbt den Horizont rosa. "Dieses Bild ist spontan entstanden", erzählt Otmar Fugmann. "Ich war auf dem Weg zur Arbeit und wollte die schöne Lichtstimmung festhalten. Meine Ausrüstung hab ich zum Glück immer dabei."

Ferngesteuertes Flugobjekt

Seine Ausrüstung, das ist ein ferngesteuertes Fluggerät, ein Quadrocopter, mit vier Rotorblättern - und einer Digitalkamera. Seit fast drei Jahren fliegt er damit über Oberfranken und fotografiert Städte, Burgen und Schlösser. Knapp 40 seiner eindrucksvollen Aufnahmen sind nun in einer Ausstellung im Landratsamt zu sehen.
Motive sind neben der Festung Rosenberg und der Stadt Kronach unter anderem Schloss Callenberg, die Veste Coburg, die Plassenburg, Schloss Rosenau, Schloss Thurnau, die Burg Lauenstein, das Wasserschloss Mitwitz, Kulmbach, Coburg, Bamberg und der Staffelberg.

Unterschiedliche Jahreszeiten

Auch ein paar Bilder aus Südthüringen sind dabei: die Veste Heldburg und der Ortskern von Neuhaus-Schierschnitz. Für den Fotografen kein Widerspruch zum Titel der Ausstellung. "Thüringen geht ja nahtlos in Oberfranken über", sagt Fugmann. "Außerdem arbeite ich für die Stiftung der Herzog von Sachsen, Coburg und Gotha'schen Familie - da passt das sogar sehr gut zusammen."

Fotografiert hat Fugmann seine Motive zu ganz unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten, im Morgenlicht, bei Sonnenuntergang oder bei Nacht, im Nebel oder schneebedeckt. "Das war eine Zeit lang mein Lieblingsbild", sagt Fugmann über eines der ausgestellten Fotos, ein Winterbild der Festung Rosenberg. "Das habe ich frühmorgens gemacht. Der Schnee war in der Nacht erst gefallen und noch ganz unberührt, ohne Fuß- oder Reifenspuren."

Eine weitere ganz besondere Aufnahme hat er letztes Jahr bei "Kronach leuchtet" gemacht. "Da wurden die Mauern der Festung noch nicht beleuchtet", erzählt er. "Deshalb habe ich selbst Blitzgeräte aufgestellt und per Fernsteuerung gezündet. Das war knifflig." Für die 37 großformatigen Aufnahmen, die im Landratsamt ausgestellt sind, war Otmar Fugmann oft unterwegs.

30 bis 70 Fotos pro Flug

"Ich fliege, inklusive Testflüge, fast jeden Tag." Rund zehn bis 15 Minuten Flugzeit erlauben die Akkus des Quadrocopters, pro Flug schießt Fugmann etwa 30 bis 70 Bilder. "Davon sind vielleicht zehn scharf, aber noch lange nicht richtig gut. Über der Festung Rosenberg bin ich bestimmt 50-mal geflogen. Herausgekommen sind dabei fünf richtig gute Bilder, die hier in der Ausstellung zu sehen sind."

Organisiert hat die Ausstellung Kreiskulturreferentin Gisela Lang. Zur Eröffnung am Montagabend sprachen stellvertretender Landrat Gerhard Wunder (CSU) sowie Prinz Andreas von Coburg, Sachsen und Gotha Grußworte. Auch Alt-Landrat Heinz Köhler (SPD), Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) sowie zahlreiche Gäste waren gekommen. Zu sehen ist die Ausstellung "Über Oberfranken" noch bis zum 27. Juni im ersten Stock des Landratsamts.

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