Marktrodach
Gemeinderat

Fließt Geld für "Rodach Beach"?

Marktrodach will sich um eine Sonderförderung für die Sanierung des Schwimmbades bemühen. Eine Machbarkeitsstudie wurde in Auftrag gegeben.
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Das Schwimmbad "Rodach Beach" muss saniert werden. Die Gemeinde hofft nun, beim Sonderförderprogramm für Schwimmbäder berücksichtigt zu werden.  privat
Das Schwimmbad "Rodach Beach" muss saniert werden. Die Gemeinde hofft nun, beim Sonderförderprogramm für Schwimmbäder berücksichtigt zu werden. privat

Die Sanierung des Schwimmbades "Rodach Beach", der Ausbau von Gemeindestraßen, der Hirtensteg, das sind Maßnahmen, die die Gemeinde nächstes Jahr in Angriff nehmen möchte. Die Voraussetzungen dafür sind die Finanzierbarkeit und die Höhe der Zuwendungen. Diese Faktoren sollen in den nächsten Monaten ermittelt werden. Das kam bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend zum Ausdruck.

Ein Ziel der Gemeinde ist es, beim bayerischen Sonderförderprogramm zur Sanierung von Schwimmbädern berücksichtigt zu werden. Wie der Kämmerer Andreas Buckreus erläuterte, stelle der Freistaat für die Jahre 2019/20 jeweils 2,4 Millionen Euro an Förderungen für oberfränkische Schwimmbäder bereit. Der Fördersatz liege bei höchstens 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Allerdings werden nur Maßnahmen, die die Voraussetzungen für das Schwimmen schaffen, gefördert. Beispielsweise gebe es bei Beachvolleyballplätzen und Sanierung von Kiosken keinerlei Unterstützung.

Der Markt habe nun das Büro Plafog mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Freibadsanierung beauftragt. Diese wird an die Fördermodalitäten angepasst. Außerdem, so Buckreus, verlange die Regierung eine Wirtschaftlichkeitsprüfung. Das bedeute, die Kosten einer Sanierung müssen denen eines Ersatzneubaus mit reduzierter Wasserfläche gegenüber gestellt werden. Sollte die Gemeinde Berücksichtigung im Sonderförderprogramm finden - das ist das Ziel - müsste die Maßnahme auch binnen kurzer Zeit durchgeführt werden.

Sanierungsbedürftige Straßen

Bei den Gemeindestraßen dringend sanierungsbedürftig sind die Martin-Luther-Straße, "Am Christusgraben" und die Gemeindeverbindungsstraße Zeyern-Rosslach. Wie Bürgermeister Norbert Gräbner (parteilos) erklärte, liege beim "Christusgraben" eine Unterschriftenliste vor. Bei der Martin-Luther-Straße sind neben den Asphaltarbeiten auch die Entwässerungsanlage und eine Böschungsbefestigung zu prüfen. Bei der Gemeindeverbindungsstraße Zeyern-Rosslach will die Gemeinde die Fertigstellung der Ortsumgehung Zeyern im Herbst 2020 abwarten.

Ein anderes Thema war der Hirtensteg, der seit Anfang des Jahres für den Fuß- und Autoverkehr gesperrt ist und deshalb in der Vergangenheit für Emotionen sorgte. "Wir lassen das Projekt keine Minute liegen", betonte der Bürgermeister. Er wies darauf hin, dass nach der Entscheidung des Gremiums Ende Juni, hier eine Geh- und Radwegbrücke zu errichten, mittlerweile der Planungsauftrag an das Büro HTS vergeben wurde. Das Büro habe die Aufgabe, zu prüfen, ob die Brücke saniert werden könnte. Wenn dies nicht der Fall sei, müsse für einen Ersatz gesorgt werden. Zudem wurde auch der Auftrag an einen Bodengutachter vergeben, denn die Qualität des Bodens sorge für eine grundlegende Rolle beim Bauen. Nach den Ergebnissen müsse man sich mit der Regierung von Oberfranken als Zuschussgeber absprechen.

Thomas Hümmerich (SPD) fragte nach dem aktuellen Stand des Schallersgartens. Demnach soll noch in diesem Jahr das Anwesen Friedhofstraße 3 abgebrochen werden. Weiterhin sollen noch 2019 der Entwurf und die Kostenberechnungen für die Flößerscheune eingereicht werden. "Wir könnten im Idealfall 2020 mit dem Bau der Flößerscheune starten." Die Bauamtsleiterin Katja Wich ließ wissen, dass bezuschusste Projekte innerhalb einer Baufrist vollendet und abgerechnet sein müssten. Was die Flößerscheune betrifft, so müsste man Mitte 2023 die Einweihung feiern, damit bis Ende des Jahres der Verwendungsnachweis bei der Regierung von Oberfranken vorliegt.

Hubert Bähr (ÜWG) forderte in der Leonhardstraße in Zeyern ein Halteverbot zwischen den Anwesen 1 und 9. Viele Autos würden auf dem Fußweg parken. Somit würden nicht nur Fußgänger, sondern auch die Rettungsfahrzeuge behindert.

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