Fischbach
Aktion

"Fischbachs frecha Früchtla" experimentieren

"Wir experimentieren!" hieß es für "Fischbachs frecha Früchtla" bei ihrer jüngsten Aktion. Dabei handelte es sich um einen weiteren Beitrag ihres vielseitigen Jahresprogramms "Wasser - sprudelnd-spritzig-lebenswichtig".
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Bei einem großen Experimentiertag rund um das Thema Wasser gab es für "Fischbachs frecha Früchtla" viel zu entdecken. Foto: Heike Schülein
Bei einem großen Experimentiertag rund um das Thema Wasser gab es für "Fischbachs frecha Früchtla" viel zu entdecken. Foto: Heike Schülein
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Beim großen Experimentiertag rund um das Thema Wasser gab es für "Fischbachs frecha Früchtla" - Jugendgruppe des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins - viel zu entdecken und zu erforschen. Auch Petrus meinte es an diesem Tag gut mit der Natur, sodass es Wasser von allen Seiten gab.

Zuerst überlegt man, woher das gerade vom Himmel fallende Wasser eigentlich kommt. "Die Sonne erwärmt das Wasser an Land und im Meer, bis es zu Wasserdampf wird, aufsteigt und sich am Himmel in der kälteren Atmosphäre Wolken bilden. Wenn die Wolken zu schwer werden, lassen die Wolken das Wasser als Regen oder Schnee wieder zu Boden fallen, damit der Kreislauf von neuem beginnen kann", erklärte Vorsitzender Matthias Fischer den sehr aufmerksamen Jungen und Mädchen. Diese konnten dann anhand eines Topfes mit kochendem Wasser und einer kalten Glasschüssel praktisch sehen, wie das Wasser verdampft und wieder herunterregnet.

Matthias Fischer verdeutlichte auch, warum unsere Erde "Blauer Planet" genannt wird. "Da die Oberfläche der Erde zu etwa zwei Dritteln aus Wasser besteht, erscheint sie vom All aus betrachtet vorwiegend blau", erläuterte er. Aber mehr als 97 Prozent des gesamten Wasserhaushaltes der Erde ist Salzwasser und nur 2,5 Prozent sind Süßwasser. Zwei Drittel des Süßwassers wiederum befindet sich als Eis an den Polen und ist daher als Trinkwasser nicht zugänglich. Das für Menschen, Tiere und Pflanzen überlebensnotwendige Süßwasser ist also sehr kostbar und sollte daher von jedem Einzelnen mit Vernunft ge- und verbraucht werden.

Wasserbewohner

Als nächstes holte man aus der Fischbach, dem Teich und der Wasserleitung Wasser. Dieses untersuchte man mit Lupen nach Bewohnern. Bestimmte Tiere kommen nur unter bestimmten Voraussetzungen vor. Man nennt diese Tiere Zeigertiere. Nach ihnen kann man den ökologischen Zustand des Gewässers bestimmen. Unter anderem entdeckte man im Wasser der Fischbach Eintagsfliegenlarven und sogar eine Steinfliegenlarve. Dies deutet auf einen guten bis sehr guten Zustand des Baches hin. Außerdem untersuchte man mit Thermometern die Temperatur des Wassers, welches bei 17 Grad lag. Das ist gut so, denn für Fische sollte das Wasser nicht wärmer als 25 Grad sein. Umso kälter es ist, umso mehr Sauerstoff enthält das Wasser. Danach bestimmte man mit Teststäbchen den pH-Wert, welcher bei 7 - also neutral - lag. Auch der Nitratgehalt wurde unter die Lupe genommen.

Verschiedene Stationen

Es folgten viele weitere Experimente an verschiedenen Stationen rund um das Thema Wasser. Dabei erfuhren die Kinder beispielsweise an der Station "Natürliche Kläranlage", wie unser Boden als Filter arbeitet und für sauberes Grund- und Trinkwasser sorgt.

An einer Schlauchwaage konnten die Jungen und Mädchen erkennen, dass das Wasser sich stets auf einer Ebene befindet. Kommt das Wasser aber in Bewegung und beginnt zu fließen, kann es - je nach Fallhöhe und Geschwindigkeit - unterschiedlich starke Kräfte entwickeln.

Um den Wasserdruck selbst zu fühlen, hatte man für die Kinder ein Experiment mit einem Eimer mit Wasser und einem Plastikbeutel aufgebaut. Zuerst griffen sie mit der nackten geballten Faust in das Wasser und öffneten sie auch ohne Probleme. Danach versuchten sie das Ganze mit der Plastiktüte über der Hand, was auf einmal deutlich schwerer fiel.

Matthias Fischer bedankte sich für die Aufmerksamkeit der Kinder und Eltern. Jugendleiterin Silvia Fischer bat jeden Einzelnen darum, in Zukunft noch bewusster mit unserem Trinkwasser umzugehen sowie jegliche Verschwendung und Verschmutzung zu vermeiden.hs

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