Kronach
Umzug

Feuerwehren sind in Kronach endlich wieder auf dem Stand der Zeit

Die Kronacher Feuerwehr ist am vergangenen Wochenende in ihrem neuen Domizil angekommen.
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Elf Fahrzeuge warten einsatzbereit hinter den Toren des neuen Feuerwehrhauses in Kronach. Foto: Marco Meißner
Elf Fahrzeuge warten einsatzbereit hinter den Toren des neuen Feuerwehrhauses in Kronach. Foto: Marco Meißner
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Modern waren sie nicht. Geräumig auch nicht. Und die Zweckdienlichkeit war zumindest eingeschränkt. Das Kronacher Feuerwehrhaus und die Atemschutz-Übungsanlage in der Oberen Stadt hatten ihre besten Tage schon viele Jahre hinter sich gelassen. Lange haben die Brandschützer auf eine zeitgemäße Lösung gehofft, nun sind sie in ihre neuen Räume eingezogen.

Stefan Wicklein, Vorsitzender der Kronacher Wehr, führte am Montagabend erstmals Pressevertreter durch die nun fast fertigen Räume an der Rodacher Straße. Trotz so mancher Kapriole in der Baubranche seit dem Spatenstich im Jahr 2016 ist die Kostenschätzung für das zweiteilige Mammutprojekt nur knapp überschritten worden, wie Wicklein feststellt. Die Ausgaben für das Feuerwehrhaus der Stadt belaufen sich auf etwa 6,5 Millionen Euro, die für die Einrichtungen des Landkreises auf circa 3,8 Millionen Euro.

Worauf die Feuerwehrleute beim Rundgang Wert legen: Hier wurde nicht in Luxus investiert, sondern in Notwendigkeiten. "Bis jetzt konnten wir beispielsweise die Schläuche bei der Reinigung gar nicht prüfen", nennt Wicklein ein Beispiel. Ein Unding. Nun können alle 13 Wehren im Stadtgebiet von Kronach von einer entsprechenden Prüfanlage profitieren. Ein weiterer Vorteil: Von fünf Standorten konnten insgesamt elf Fahrzeuge und zwölf Anhänger zusammengezogen werden. Sie findet sich wie die Ausrüstung nun unter einem Dach.

Moderne Anlage

Synergien ergeben sich zudem dank der Zusammenarbeit mit dem Kreisfeuerwehrverband. Nicht nur, dass beispielsweise Lehrsäle kombiniert werden können, auch die Atemschutz-Übungsanlage mit ihrer Werkstatt steht allen Wehren im Landkreis zur Verfügung. Im Übungszentrum verweist Kreisbrandinspektor Ralf Weidenhammer auf "endlich wieder der Norm entsprechende" Möglichkeiten der Anlage. So kann mit Nebel, simulierten Brandstellen, Geräuschen und sogar einer auf 250 Grad aufheizbaren "heißen Tür" der Einsatz realitätsnah geprobt werden.

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