Laden...
Steinwiesen
Gewinn

Feuerwehrdamen aus Steinwiesen bekommen pinkfarbene Schutzstiefel geschenkt

Die Fireangels aus Steinwiesen schaffen sich neue, pinkfarbene Schutzstiefel an. Doch die kosten sie keinen Cent, denn Antenne Bayern zahlt die Rechnung. Kommandantin Kerstin May verrät, wie es dazu kam.
Artikel drucken Artikel einbetten
Sie sind eine schlagfertige Truppe, die "Fireangels" der Feuerwehr Steinwiesen. Die Damenmannschaft besteht aus der Kommandantin Kerstin May (kniend unten rechts), sowie den jungen Frauen Linda Geiger (Führerhaus), die als "Nanny" bei Einsätzen für die Kinderbetreuung im Feuerwehrhaus zuständig ist, Maria Wrobel, Bettina Klinger, Kerstin Ströhlein, Kathrin Gremer-Schneider und Melanie Feulner (von links). Auf dem Bild fehlt Vivian Stöcker. Foto: Andreas Porzel
Sie sind eine schlagfertige Truppe, die "Fireangels" der Feuerwehr Steinwiesen. Die Damenmannschaft besteht aus der Kommandantin Kerstin May (kniend unten rechts), sowie den jungen Frauen Linda Geiger (Führerhaus), die als "Nanny" bei Einsätzen für die Kinderbetreuung im Feuerwehrhaus zuständig ist, Maria Wrobel, Bettina Klinger, Kerstin Ströhlein, Kathrin Gremer-Schneider und Melanie Feulner (von links). Auf dem Bild fehlt Vivian Stöcker. Foto: Andreas Porzel
+1 Bild
Feuerwehrschutzstiefel gehören zu jeder Schutzkleidung dazu. Schwarz, klobig und "unheimlich" bequem. Nun, das gilt ab jetzt nicht mehr für die "Fireangels", der Damengruppe der Feuerwehr Steinwiesen. Sie bekommen Schutzstiefel mit der Trendfarbe "pink".

"Zuerst hat jeder gedacht, die ganzen Stiefel sind pink, aber eigentlich sind es nur die Sohlen und die Nähte", sagt Kommandantin Kerstin May lachend und denkt an die ganze Aufregung, die seit dem Bekanntwerden des Losglücks bei Antenne Bayern bei ihr und ihren "Mädels" herrscht.

So eine Aufregung

Was war eigentlich passiert, dass es so einen Aufstand gegeben hat? Bei Facebook gab es kein anderes Thema mehr und als "pinke Fireangels" wurden die Frauen auch schon bezeichnet. "Alles fing damit an, dass wir im Internet diese Stiefel gesehen haben und sofort wussten, ‚die müssen wir haben‘", berichtet die Kommandantin. Und was 2011 als Gag auf der "Florian Messe" von der Firma EWS Schuhfabrik gedacht war, schlug ein wie eine Bombe - die Stiefel gab es wirklich zu kaufen.

Aber es sind zwei Paar Stiefel, im wahrsten Sinne des Wortes, sie haben wollen und sie zu bekommen. Bei einem Preis von 165,90 Euro pro Paar war von der Marktgemeinde Steinwiesen nichts zu erwarten, verständlicherweise. Doch dann hatte Kerstin Ströhlein die zündende Idee. "Es gibt bei Antenne Bayern doch diese Aktion, dass sie Rechnungen bezahlen. Bewirb dich doch mal", meinte die Feuerwehrfrau und ermutigte ihre Kommandantin, den Kostenvoranschlag für sieben Paar Stiefel, der über 1150 Euro lautete, einzureichen.

Das Handy "glühte"

Was dann passierte, gleicht einer Lawine: Pünktlich am Montag, 30. September, 7 Uhr morgens, war bei Antenne Bayern die erste Ziehung des Tages. Zahlreiche Freunde der "Fireangels" saßen vor dem Radio und fieberten mit. "Ich konnte ja nicht zuhören, ich saß ja bei der Arbeit in der ILS, der integrierten Leitstelle in Coburg und hatte sowieso alle Hände voll zu tun", erinnert sich Kerstin May. Auch Kerstin Ströhlein saß vor dem Radio, lauschte und dann kam die Stimme von Antenne Bayern-Moderator Stefan Meixner: "Ich halte hier die Rechnung von Kerstin May in den Händen. Du hast jetzt drei Hits Zeit, Dich bei mir zu melden." Jetzt "glühte" das Handy der Kommandantin: Nicht nur ihre Freundin Kerstin rief an, fünf, sechs Anrufe gleichzeitig piepten sich durch, gaben die Nachricht weiter und ermunterten sie, sofort beim Radiosender anzurufen. "Aufgeregt war ich schon, aber nachdem ich mich gemeldet und die Zusage von Antenne Bayern hatte, dass sie die Rechnung zahlen, war ich total glücklich", sagt die 33-jährige Frau lachend.

Eine tolle Truppe

Sie sind sowieso eine tolle Truppe, die Feuerwehrfrauen aus Steinwiesen. Und der Hit, jetzt "heiße Frauen in pinkfarbenen Stiefeln" zu sein, sorgt sicher überall ein wenig für Aufsehen. "Es soll jedoch nicht nur ein Modegag sein, es sind Sicherheitsstiefel wie die anderen ,normalen‘ auch. Zertifiziert nach der europäischen Norm EN ISO 20345 und der DIN Norm. Hier sind die Farben zweitrangig", berichtet die Kommandantin ernst. Für sie steht die Sicherheit immer an erster Stelle und wenn die dann etwas "modischer" ausfällt, ist es auch kein Schaden. Eine Kleiderordnung, nach der die Stiefel nicht genehmigt werden, gibt es nicht. Nur eine Dienstvorschrift, Sicherheitskleidung zu tragen und da ist alles in Ordnung. Nachdem dem Erwerb ihrer Stiefel also nichts mehr im Wege steht, wollen die taffen Frauen einen schönen Ausflug beim Einkauf machen. Die EWS Schuhfabrik ist in Lutherstadt/Eisleben, in der Nähe von Halle an der Saale, ca. 200 Kilometer weit. "Doch da jede die Stiefel anprobieren muss, ist es mit einer Bestellung per Internet oder Telefon schlecht. So machen wir das vor Ort und haben auch noch Spaß dabei", meint die junge Frau.

Für Herren in Rot

Die neuen "Damenstiefel" gibt es übrigens für Herren mit roten Sohlen und Nähten. Es ist also nicht nur ein modischer Gag.

Stiefel Die neuen Stiefel der Steinwiesener Feuerwehrfrauen bestehen aus Vollrindleder und haben ein integriertes Klimasystem. Das transportiert beim Gehen die Feuchtigkeit nach außen und sorgt somit für ein trockenes, angenehmes Fußklima. Die Stiefel haben ein kombiniertes Schnürsystem, Reflektoren, einen Durchtritt schutz und Stahlkappen. Eine speziell konzipierte Fersen- und Laschenbeuge verhindert Gehfalten und Druckstellen im Fersen- und Ristbereich.

Aktion Infos über das Radio-Spiel "Antenne Bayern zahlt Ihre Rechnung" und die Teilnahmebedingungen gibt es auf der Homepage des Senders unter www.antenne.de.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren