In den Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbezirk Kronach sind momentan 16 mobile Reserven im Einsatz, im Februar kommen fünf Vollzeitkräfte dazu. Das hat seinen Grund: "In der Grundschule darf kein Unterricht ausfallen", erklärt Uwe Dörfer, Schulamtsdirektor und fachlicher Leiter des Staatlichen Schulamtes im Landkreis Kronach. "In der Regel wird alles durch die mobilen Reserven vertreten. Reicht das einmal nicht aus, halten Kollegen oder Schulleiter den Unterricht."
Auch in der Maximilian-von-Welsch-Realschule (Realschule I)übernehmen Kollegen den Unterricht, falls ein Lehrer verhindert ist. Eigens ausgewiesene Vertretungslehrer zu finden, ist eine Herausforderung: Während in der Grundschule das Klassenlehrer-Prinzip besteht, arbeiten an Gymnasien und Realschulen fachgebundene Lehrer. Die Schwierigkeit ist, eine Vertretung zu organisieren, die genau das ausfallende Fach unterrichtet.
Bisher lässt es sich nicht vermeiden, dass an Gymnasien und Realschule ab und zu Unterrichtsstunden ganz ausfallen. "Nehmen Sie den klassischen Fall der Lehrerkonferenz. Da fällt der Nachmittagsunterricht aus. Die Schüler haben heute auch einfach mehr Nachmittagsunterricht als früher.", sagt Renate Leive vom Kaspar-Zeuß-Gymnasium (KZG).
Neben Budgeterhöhungen steht ein weiterer Vorschlag zur Verbesserung der Situation im Raum: Hans Blinzler, Rektor der Realschule I, und Reimund Schuberth, Mitarbeiter in der Schulleitung des KZG, denken an einen Pool von Fachlehrern in Oberfranken.

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