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Marktrodach
Gemeinderat

Es bleibt bei den acht neuen Parkplätzen

In Marktrodach stimmte der Gemeinderat der Neugestaltung des Areals der alten Postscheune zu. Zuvor war deren Wiederaufbau ins Gespräch gebracht worden.
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Mit 9:3 Stimmen wurde befürwortet, dass auf dem Areal der alten Postscheune acht Parkplätze entstehen sollen. Foto: Veronika Schadeck
Mit 9:3 Stimmen wurde befürwortet, dass auf dem Areal der alten Postscheune acht Parkplätze entstehen sollen. Foto: Veronika Schadeck

Für Diskussion sorgte bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend die Vorstellung der Planentwürfe für das Anwesen Hauptstraße 39 in Unterrodach durch Thomas Kleylein vom Büro HTS Plan.

Den Worten von Thomas Kleylein zufolge sollen auf dem Areal acht Parkplätze geschaffen werden. Da es bei den letzten Sitzungen Bedenken wegen der Mauer und Zufahrt gab, werde nun die Mauer nach hinten versetzt, so der Planer. Zudem sei eine Winkelstützmauer vorgesehen, die ein Abrutschen des Hangs verhindern soll. Weiterhin seien zwei Ladesäulen für Pkw und E-Bikes angedacht. Er sprach von Kosten in Höhe von 227 000 Euro. Bürgermeister Norbert Gräbner (ÜWG) wies darauf hin, dass dieses Projekt von der Nordostbayernoffensive mit 90 Prozent gefördert werde.

"Warum die Postscheune nicht wieder 1:1 aufbauen?", fragte Helmut Wich-Heiter (SPD). Warum werde der Keller nicht erhalten? "Ich finde, man sollte solche Keller für die nachfolgende Generation erhalten!"

Es seien keine Pläne über die Scheune vorhanden, erklärte Thomas Kleylein. Dieser Vorschlag sei auch nicht geprüft worden, man habe sich am Bedarf orientiert und dieser lautete: "Wir brauchen Parkplätze!"

"Besser für das Ortsbild"

Er, so Wich-Heiter, könne sich nicht damit anfreunden, dass für acht Parkplätze so viel Geld ausgegeben werde. "Eine Scheune würde besser ins Ortsbild passen!" Rückhalt bekam Wich-Heiter von seinem Fraktionskollegen Norbert Friedlein: "Ich bin auch gegen Parkplätze gewesen!"

Wenn man Förderungen erhalte, so Gräbner, müsse auch eine Nachhaltigkeit gewährleistet sein. Mittlerweile sei alles von der Regierung von Oberfranken geprüft worden. "Wir besprechen das nun zum fünften Mal und im Dezember 2020 läuft die Förderung aus", meldete sich die Bauamtsleiterin Katja Wich zu Wort.

Thomas Hümmrich (fraktionslos) wies darauf hin, dass im Bereich der Kirche und des Rathauses Parkplätze fehlen. Jörg Müller (CSU) sprach die umliegende Gastronomie an. Beide waren sich einig, dass im Ortskern Parkplätze geschaffen werden müssen. Mit drei Gegenstimmen wurde schließlich der Entwurfsplanung zugestimmt und die Verwaltung ermächtigt, einen Zuschussantrag zu stellen.

Abgelehnt wurde der Antrag von Oliver Skall (SPD) auf Herausgabe der Personal- und Überstunden sowie Restaurlaub von gemeindlichen Mitarbeitern. Norbert Friedlich (SPD) zeigte sich verwundert, dass dieser Antrag so "aufgebauscht" werde. Schon immer habe sich der Gemeinderat die Stunden der Belegschaft in nichtöffentlicher Sitzung angeschaut. "Als Gemeinderat hat man Verantwortung für die Mitarbeiter".

Der Antrag, so Gräbner, sei in der nichtöffentlichen Oktobersitzung von Skall dargelegt worden. Im November wurde durch ihn erneut auf diesen Antrag in der öffentlichen Sitzung verwiesen. "Es ist öffentlich dargestellt worden, also müssen wir öffentlich agieren!" Oliver Skall, der bei der Sitzung nicht anwesend war, betonte in einem Schreiben, dass es sein Ansinnen sei, einen Blick auf die aktuelle Stundensituation der Mitarbeiter zu werfen. Er betonte, dass dies in den Vorjahren fester Bestandteil im nichtöffentlichen Teil gewesen. Er wies auf die "sehr hohen Zeit- und Urlaubskonten der Mitarbeiter" hin. Das Ziel sei gewesen, diese Situation nachhaltig zu verbessern. Ob dies gelungen sei, wisse er nicht. Deshalb auch der Antrag.

Weiterhin mussten wegen des Wechsels von Michael Stöhr von der CSU- zur ÜWG-Fraktion Ausschüsse neu besetzt werden: Das Ergebnis: Rechnungsprüfungsausschuss: Michael Stöhr, Stellvertreter: Hubert Bähr (ÜWG). Haupt-, Finanz-, Bau- und Umweltausschuss: Norbert Friedlein, Stellvertreter: Björn Pöhlmann (SPD). Die Sitzverteilung ist nach dem Austritt von Michael Stöhr aus der CSU-Fraktion und Thomas Hümmrich aus der SPD/SBM-Fraktion folgende: SPD/SBM acht Sitze, ÜWG sechs Sitze und zwei fraktionslose Gemeinderäte.

Günter Pohl fragte in der Bürgerstunde nach dem aktuellen Stand des Hirtenstegs. Der Planungsauftrag sei erteilt, so Gräbner. Es fanden auch Bodenuntersuchungen statt. Man sei mit der Regierung in Kontakt. In der nichtöffentlichen Sitzung werden die letzten Leistungsphasen vergeben. "Wir können im nächsten Jahr starten!"

Bauanträge befürwortet

Folgende Bauanträge wurden befürwortet: Neubau eines Einfamilienwohnhauses durch Patrick Bienlein/Lisa Wich-Heiter, Peuntstr. 8 a, Marktrodach; Neubau eines Einfamilienwohnhauses durch Celina Schaller/Andreas Zottmann, Kellerstraße 9, Marktrodach; Neubau eines Verwaltungsgebäudes duch die Firma RVT Process Equipment GmbH, Gewerbepark Gries.

Folgende Infos wurden aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung mitgeteilt: Beim Schallersgarten wurden der Planungsauftrag an das Planungsbüro Schöttner/Wallenfels vergeben. Die Sanierung der Außenfassade des Bauhof-Gebäudes wurde an die Firma Renk/Marktrodach vergeben. Die Firma Kochdumper aus Steinwiesen erhielt den Auftrag für die Errichtung eines weiteren Urnengrabes. Die Planungen für die Entfernung des Überhangs zur Rodachbrücke und Neubau einer Auskragung wird durch die Firma Kropf/Kronach vorgenommen. Genehmigt wurde die Vereinbarung der interkommunalen Zusammenarbeit beim Datenschutz mit dem Landkreis.