Laden...
Kronach
Unterhaltung

Erstes Kegelturnier im Kronacher Seniorenheim

Heiß her ging es beim ersten Kegelturnier im Lucas-Cranach-Seniorenheim. Die Senioren hatten sich wochenlang vorbereitet. Die Kegelbahn ist neu und soll für Abwechslung sorgen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Stolz zeigen Christine Hummel, Waltraud Wolrath und Anna Beranek den Pokal. Auch Hilmar Pozelt und die Mitarbeiterin Heidi Kendziora gehörten noch zur Siegermannschaft des Wohnbereichs 5.  Fotos: Sonja Adam
Stolz zeigen Christine Hummel, Waltraud Wolrath und Anna Beranek den Pokal. Auch Hilmar Pozelt und die Mitarbeiterin Heidi Kendziora gehörten noch zur Siegermannschaft des Wohnbereichs 5. Fotos: Sonja Adam
+6 Bilder
Jetzt ist es offiziell: Das Lucas-Cranach-Seniorenheim hat eine eigene Kegelbahn. Und zwar keine ganz gewöhnliche Bahn, bei der man sich tief nach unten bücken muss, sondern eine Bahn aus Holz, die auf Beinen steht, die transportabel und leicht auseinander nehmbar ist.

Sogar Rollstuhlfahrer können an der Seniorenkegelbahn kegeln. Denn die Bahn ist so hoch, dass sie sogar im Sitzen bedient werden könnte. "Wir haben die Kegelbahn jetzt erst einmal mit den Bewohnern getestet. Denn das machen wir immer, ehe wir etwas anschaffen", sagt Heimleiter Harald Klier. Doch den Bewohnern des Lucas-Cranach-Heims gefällt das Kegeln. Es gefällt ihnen auch besser als Kegeln an einer Spielekonsole oder Ähnliches. Denn die Holzkugel liegt gut in der Hand. Und die Senioren fiebern richtig mit, wenn die Holzkegel scheppernd umfallen.

Training für das Turnier

In den vergangenen Wochen probierten die Senioren die Bahn immer wieder aus und trainierten dabei auch schon ein bisschen für das große Turnier.

Und jetzt trugen sie ihr erstes Kegelturnier aus: Mühe gaben sich alle, doch nicht immer purzelten die Kegel auch wirklich so, wie es sich die Bewohner gewünscht hätten. Die Kegel sind aus Holz, fallen eigentlich leicht. Und der Heimleiter persönlich war beim Turnier natürlich auch mit von der Partie. "Oje, oje, ich muss noch üben, jetzt sind Sie besser als ich", unkte der Heimleiter und nahm die Tatsache gelassen, dass so mancher Heimbewohner mehr Kegel zum Fallen brachte als er.

Eine schöne Abwechslung

Das allerbeste Ergebnis erzielte Christine Hummel. Sie schaffte 13 Punkte - und das, obwohl sie schon 83 Jahre alt ist. "Ich habe früher aber nie gekegelt", freute sich die Bewohnerin und konnte gar nicht genug kriegen. "Aber ich war schon immer sportlich", erzählt Christine Hummel und freut sich sehr. Früher war sie ein Ass im Turnen. "Jetzt mache ich auch Gymnastik", berichtet sie. "Und ich habe nur ein Mal geübt", erzählt die 83-Jährige.

Doch zwei andere aus dem Wohnbereich fünf waren ihr dicht auf den Fersen: Anna Beranek und Hilmar Pozelt waren mit zwölf Punkten auch nicht schlecht. Gemeinsam holten alle den stolzen Pokal. Und Waltraud Wolrath und Mitarbeiterin Heidi Kendziora waren auch noch mit in der Siegermannschaft.

Anna Beranek (87) kennt sich mit dem Kegelsport aus. "Ich habe früher im Vereinshaus geputzt und habe immer zugeschaut. Aber gespielt habe ich nie", sagt Anna Beranek lachend und hätte sich nicht träumen lassen, dass sie mit 87 noch einen neuen Sport anfängt. "Aber das gefällt mir schon. Das ist doch mal eine Abwechslung", ist auch Anna Beranek guter Dinge. Und die beiden Siegerfrauen stecken den ebenfalls Zweitplatzierten Hilmar Pozelt mit ihrer guten Laune an. "Ich bin geholt worden. Und ich habe gesagt, das muss doch klappen"; sagt Hilmar Pozelt, selbst mit 71 Jahren noch einer der Jüngeren.

Doch es gab beim ersten Kegelturnier im Lucas-Cranach-Haus auch Beteiligte, die schon früher immer begeisterte Kegler waren. In der Siegermannschaft kann sich Waltraud Wolrath (86) noch gut erinnern, dass früher in den Wirtschaften gekegelt worden ist. "Wir sind immer zu Freunden in die Wirtschaft in die Wassergasse gegangen. Da gab es Bowling und da haben wir es auch mal probiert", freut sich Wolrath jetzt über diese neue Möglichkeit.

Das macht richtig Spaß

Und auch die Mitarbeiter des Lucas-Cranach-Seniorenheims und der Heimleiter Harald Klier sind begeistert, wie viel Spaß die Senioren mit der neuen Bahn hatten. Sogar Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein ließ sich von der Freude anstecken - und spendierte noch 150 Euro. "Das kann wieder in die Kegelbahn investiert werden", so Klier.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren