Kronach
Heimatforschung

Erkenntnisse zum Frankenwald auf 260 Seiten

Acht Abiturientinnen des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums veröffentlichten ihre Arbeiten zur Heimat- und Landeskunde in einem Band .
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Sie sind stolz auf ihr Ergebnis: Die acht Abiturientinnen, die ihre Forschungsarbeiten im 26 Band der Schriftenreihe zur Landes- und Heimatkunde verewigt haben. Mit im Bild: Landrat Klaus Löffler, die Studienrätin Verena Zeuß,der  Leiter der Kreisbibliothek Rudolf Pfadenhauer, Anna Grässle sowie Studiendirektor Leonhard Welscher (hintere Reihe 1., 2. 5. 6., 7. von links).Veronika Schadeck
Sie sind stolz auf ihr Ergebnis: Die acht Abiturientinnen, die ihre Forschungsarbeiten im 26 Band der Schriftenreihe zur Landes- und Heimatkunde verewigt haben. Mit im Bild: Landrat Klaus Löffler, die Studienrätin Verena Zeuß,der Leiter der Kreisbibliothek Rudolf Pfadenhauer, Anna Grässle sowie Studiendirektor Leonhard Welscher (hintere Reihe 1., 2. 5. 6., 7. von links).Veronika Schadeck
Als einen besonderen Schlusspunkt ihrer achtjährigen Ausbildung übergaben acht Abiturientinnen des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums ihre "wissenschaftlichen" Arbeiten der Öffentlichkeit. Landrat Klaus Löffler war erfreut, als er diese am Mittwochnachmittag in der Kreisbibliothek entgegennehmen konnte. Die Schülerarbeiten spiegeln ein hohes Engagement der Schülerinnen und auch der Schule für den Landkreis Kronach wider.

Den Ausführungen der Studienrätin Verena Zeuß war zu entnehmen, dass es mittlerweile Tradition geworden ist, dass die Schule eigenständige Forschungen zu regionalen Themen herausgibt. Für die Abiturientinnen, so Zeuß, sei es aber auch ein Ausdruck, ihre Verwurzelung zur Heimat zum Ausdruck zu bringen.


Fluchen und Schimpfen

In dem 260 Seiten umfassenden Nachschlagewerk gibt es Wissenswertes über die Geschichte, Kultur, Natur, Landschaftsschutz, Dialekt und einiges mehr. Die Abiturientin Jessica Baumann beispielsweise befasste sich mit dem Rennsteig des Thüringer Waldes als Dialektgrenze. Andrine Vetter schrieb über eine "Verbale Aggression in den Sprechakten und über "Fluchen und Schimpfen im Ludwigsstädter Dialekt". Mit Metamorphosen des Ovid am Beispiel künstlerischer Darstellung setzte sich Antonia Pfadenhauer auseinander. Aline Schulz fragt, ob der Schieferpark in Lehesten eine Chance sei und Theresa Thumbach nimmt den Kreuzberg in Kronach im Wandel der Zeit unter die Lupe.

Weiterhin ist in der Schriftenreihe der Landschaftsschutz ein Thema. Hier berichtet Nina Hollendonner über den Naturschutz im Steinachtal, Anna-Lena Ring schreibt über die Auswirkung der Schaf- und Ziegenbeweidung und Lara Brühl befasste sich mit Naturschutzmaßnahmen auf Feuchtflächen am Beispiel von Mooren.

"Ich finde die Themen spannend", so Landrat Klaus Löffler. Er wies darauf hin, dass Naturschutz derzeit die Gremien beschäftige. Er riet den Abiturientinnen zu einer Kontaktaufnahme mit der Ökologischen Bildungsstätte.


Pluspunkt in der Bewerbung

Deutlich wurde bei der Übergabe auch, dass es das zentrale Anliegen dieser besonderen Art der Präsentation von Beiträgen zur Heimat- und Regionalforschung ist, Schülern aus den Leistungskursen die Möglichkeit zu geben, ihre Facharbeiten einem breiteren Lesepublikum zur Verfügung zu stellen. Deshalb wird auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Leiter der Kreisbibliothek Rudolf Pfadenhauer praktiziert. Dieser riet den Abiturientinnen, ihre "Forschungsarbeiten" bei jeder Bewerbung mit zu erwähnen. "Das macht Sinn, das bringt etwas!" Zudem lud er sie ein, vor dem Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) über ihre Arbeiten zu sprechen.

Die Schriftenreihe, Band 26 und auch all die bereits erschienenen können von jedem interessierten Leser in der Kreisbibliothek ausgeliehen werden.
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