Neuses
Feuerwehr

Einsatz unter dem Traktor

Die "Technische Hilfeleistung" war der Schwerpunkt beim sog. Rettungstag der Feuerwehren. Im Industriegebiet wurde unter realitätsnahen Bedingungen geübt.
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Der Traktor wird gerade mit einem Rettungszylinder angehoben und unterbaut, während der noch eingeklemmte Verletzte vom BRK während der Rettung versorgt wird. Feuerwehr
Der Traktor wird gerade mit einem Rettungszylinder angehoben und unterbaut, während der noch eingeklemmte Verletzte vom BRK während der Rettung versorgt wird. Feuerwehr

Feuerwehrleute aus sechs Feuerwehren trainierten gemeinsam mit Rettungskräften des BRK die Personenrettung in Extremsituationen. Im Industriegebiet Neuses b. Kronach konnten Unfälle realitätsnah dargestellt und abgearbeitet werden.

Mittlerweile werden Einsätze der technischen Hilfeleistung bei den Feuerwehren von Jahr zu Jahr mehr. Vom umgestürzten Baum über den vollgelaufenen Keller bis hin zum Unfall mit eingeklemmten Personen werden die Feuerwehren zu Hilfe gerufen. Hier ist es immer wichtig, dass schnell und vor allem sicher und gekonnt gearbeitet wird.

Um dies zu erreichen, bietet die Kreisbrandinspektion schon seit einiger Zeit den Rettungstag mit dem Schwerpunkt technische Hilfeleistung mit schwerem Gerät an.

Beim ersten Szenario mussten die Feuerwehren eine Person retten, die unter der Vorderachse einen Traktors eingeklemmt war. Hier war es besonders wichtig, mit dem BRK zusammen zu arbeiten, denn mit dem Anheben der Achse könnte sich auch der Zustand des Patienten verschlechtern, da innere Verletzungen zu starken Blutungen führen konnten. So musste die Achse bzw. der gesamte Traktor angehoben werden, während Rettungskräfte und Notarzt den Verunfallten betreuten und stabilisierten. Genaue Absprachen und ein Arbeiten Hand in Hand waren hier unerlässlich.

Im zweiten Übungsfall war eine Person zu retten, die in einem Container mit einem Schweißgerät arbeitete und aufgrund der freigesetzten Gase und dem Sauerstoffmangel das Bewusstsein verlor. Nach dem Einsatz eines Gasmessgerätes konnten die Retter mit schwerem Atemschutz in das Innere des Containers vordringen und den Verletzten über eine Steckleiter retten. Zwei Übungen also, die den Rettungskräften sehr viel abverlangten. Nur durch gemeinsame Übungen, so Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger, können die notwendigen Handgriffe sicher werden, um schnell und zieloptimiert helfen zu können. Er dankte den Ausbildern, Kreisbrandmeistern Roland Schedel, Markus Reischl, Daniel Schaller als Koordinator, Tobias Neder (FF Teuschnitz), und dem eingesetzten BRK, das unter anderem mit zwei vollwertigen und ausgestatteten Rettungswagen vor Ort war.

An dem Ausbildungstag nahmen Aktive der Feuerwehren aus Schmölz, Mitwitz, Nordhalben, Weißenbrunn, Wilhelmsthal und Teuschnitz teil.

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