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Kronach
Einweihung

Ein neues Haus für 120 Senioren in Kronach

Für 14 Millionen Euro errichtete Das Diakonische Werk den Ersatzneubau seines Lucas-Cranach-Seniorenwohnhauses.
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Pflegedienstleiterin Katja Suffa-Weißkopf führte Interessierte durch das neue Gebäude (hier das Pflegebad).Heike Schülein
Pflegedienstleiterin Katja Suffa-Weißkopf führte Interessierte durch das neue Gebäude (hier das Pflegebad).Heike Schülein
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Schön ist es geworden: Das neue Lucas-Cranach-Seniorenwohnhaus, angrenzend an das ehemalige LGS-Gelände in Kronach. Viele haben zum Gelingen des nach modernsten Standards ausgestatteten Senioren- und Pflegeheims in idyllischer Lage am Flügelbahnhof beigetragen. Auf einer Fläche von rund 5000 Quadratmetern entstand ein komplett neues Heim mit 100 Einzel- und zehn Doppelzimmern sowie zwei weiteren Verfügungszimmern. Verteilt auf vier Stockwerke, schuf man damit Platz für insgesamt 122 Bewohner.

Nach Baubeginn im Herbst 2017 und zweijähriger Bauzeit konnte Mitte November vergangenen Jahres der Umzug in die neuen Räumlichkeiten erfolgen. Am Donnerstag wurde der sehr hell und freundlich gestaltete Ersatzneubau nunmehr offiziell eingeweiht. In der geschmackvoll eingerichteten Cafeteria mit lilafarbenen Stühlen und Sesseln freute sich stellvertretende Dekanin Kristine Wachter, Vertreter der am Bau beteiligten Büros und Baufirmen, Politik und Geistlichkeit sowie der großen Diakonie-Familie begrüßen zu können.

"Mir sprudelt das Herz über", zeigte sich Karin Pfadenhauer, geschäftsführender Vorstand des Diakonischen Werks, stolz auf das neue - nach modernsten Qualitäts-, Komfort- und Sicherheitsanforderungen ausgestattete - Seniorenhaus. Hierzu zähle beispielsweise ein ausgeklügeltes Farb- und Lichtkonzept für eine wohnliche Atmosphäre. Auch bettlägerige Bewohner hätten die Möglichkeit, die freie Natur zu genießen - sei es auf den Balkonen oder im Garten.

Nötig geworden sei der Ersatzneubau aufgrund des Inkrafttretens der neuen Richtlinien des bayerischen Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes. Damals habe man vor der schwierigen Entscheidung gestanden, zu schließen oder neu zu bauen. Durch den Entschluss für den Neubau könne man die 50-jährige Tradition des Lucas-Cranach-Seniorenhauses fortführen, die Bewohner könnten in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und für die Angehörigen gebe es weiterhin kurze Wege.

MdL Jürgen Baumgärtner, Landrat Klaus Löffler und Kronachs Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann gratulierten zum guten Gelingen. "Noch moderner und schöner geht es in Bayern nicht mehr. Ihr habt das gut gemacht; man fühlt sich wohl hier. Hier steht nicht das Geld, sondern der Mensch im Mittelpunkt", stellte Baumgärtner heraus. Bei einem solchen Projekt innerhalb des Kosten- und Zeitplans zu bleiben, sei eine große Leistung. Der Standort sei wohl gewählt, da Senioren in die Mitte der Gesellschaft wollten und auch gehörten.

Zentrumsnah und doch ruhig

Dem konnte sich der Landrat nur anschließen. Die Generation der Heimbewohner habe unser Land aufgebaut und einen wesentlichen Beitrag für unseren jetzigen Wohlstand geleistet. Er würdigte den Mut der Verantwortlichen für ein Projekt in einer solchen Größenordnung.

Hofmann erinnerte an die nicht einfache Standortfindung. Umso mehr freue sie sich, dass die Diakonie mit Unterstützung der Stadt das passende Areal gefunden habe und dieses so gut bei den Bewohnern ankomme. Der gewählte Standort zeichne sich durch seine hervorragende Lage - zentrumsnah und doch ruhig - aus.

Heimleiterin Karin Büttner und Heimbeirats-Vorsitzender Roland Rost sprachen ihr Grußwort gemeinsam. "Eine Gesellschaft muss sich daran messen, wie sie mit ihren älteren und pflegebedürftigen Menschen umgeht", appellierte Büttner. Das Ergebnis sei all die Mühen im Vorfeld wert gewesen. Rost freute sich über ein Haus, das allen Ansprüchen einer zeitgemäßen Pflege gerecht werde. Beiden war es ein großes Bedürfnis, allen Baubeteiligten herzlich Danke zu sagen - so dem Architekturbüro Schlund mit seinen Kooperationspartnern Lauer + Lebok und Haustechnik Berndorfer, Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein und dem Landratsamt für die hervorragende Unterstützung als auch der Sparkasse Kulmbach-Kronach für die Finanzierung. Der größte Dank aber gebühre der großen Diakonie-Familie - Aufsichtsrat, Heimleitung sowie dem gesamten Team, die alle großes Engagement gezeigt hätten. Den Bewohnern und Angehörigen dankten sie für das entgegengebrachte Vertrauen.

Architekt Joachim C. Schlund und seine Mitarbeiterin Christine Pecher sprachen bei der Schlüsselübergabe von einem anspruchsvollen Auftrag. Entstanden sei ein Pilotprojekt für den Raum Kronach, das den Betreibern mit Sicherheit ein volles Haus garantiere.

Dem von Viktor Neuwert am Klavier umrahmten offiziellen Teil folgte ein geselliges Beisammensein bei kulinarischen Leckereien. Bei Hausführungen machten sich viele Interessierte selbst ein Bild von den großzügigen Räumlichkeiten. Sie alle zeigten sich begeistert von der hellen und freundlichen Farbgebung sowie der entspannten und angenehmen Atmosphäre.

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