Stockheim
Gemeinderat

Ein neuer Gemeinderat und mehr

Weiterhin gab's in der Stockheimer Sitzung einen geänderter Bebauungsplan und weitere Unwägbarkeiten für den Gemeindeteil Büttnerszeche.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bürgermeister Rainer Detsch (l.) hieß den neuen Gemeinderat Wolfgang Dietrich herzlich im Gremium willkommen. Foto: K.- H. Hofmann
Bürgermeister Rainer Detsch (l.) hieß den neuen Gemeinderat Wolfgang Dietrich herzlich im Gremium willkommen. Foto: K.- H. Hofmann
Die Sitzung des Gemeinderats Stockheim begann am Montag im Rathaus mit der Vereidigung des neuen Gemeinderatsmitglieds Wolfgang Dietrich. Dietrich ist Nachrücker in der SPD-Fraktion für den auf eigenen Wunsch aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Gemeinderat Joachim Beez (wir berichteten). Wolfgang Dietrich ist 43 Jahre und beim Landratsamt Kronach als stellvertretender Sachgebietsleiter Sachgebiet 31, Kreisstraßen, beschäftigt. Er ist ehrenamtlich seit elf Jahren als Vorsitzende des FC Burggrub engagiert. Aufgrund dieses Wechsels waren auch einige Umbesetzungen in Ausschüssen nötig. Wolfgang Dietrich rückt in den Bau- und Umweltausschuss nach und ist hier Vertreter von Dirk Raupach. Joachim Beez war Vorsitzender im Rechnungsprüfungsausschuss diesen Vorsitz übernimmt Jürgen Lenker und Wolfgang Dietrich ist ordentliches Mitglied. In den Abwasserverband Kronach-Nord wurde Wolfgang Dietrich als Vertreter von Dirk Raupach berufen. Für Joachim Beez wird Jörg Roth Fraktionssprecher der SPD, sein Stellvertreter ist Wolfgang Dietrich.
Das Gremium stimmte einer Änderung des qualifizierten Bebauungsplans "Lochbach" in Burggrub zu. Somit entstehen in diesem attraktiven Bereich mit wenig Aufwand zwei neue Baugrundstücke, was Bürgermeister Rainer Detsch als gute Entwicklung begrüßte.
Weitere Unwägbarkeiten sind hingegen wegen der Kanal- und Wasserleitungsarbeiten für den Gemeindeteil Büttnerszeche aufgetreten. Wegen vermutlicher Bodenaltlasten aus Bergbauabraum finden Bodenuntersuchungen statt. Aufgrund bisheriger Ergebnisse der Altlasterkundung des Büros für Geotechnik Schulze wurde das Büro Ruppert & Felder beauftragt, für einen Teilbereich den Baugrund einer Alternativtrasse und auch nochmals die Bodenproben aus dem bisherigen Verlauf neu zu beproben. Deswegen hat der Gemeinderat zu entscheiden, was für Wege man geht, keine einfache Entscheidung, so fügte Bürgermeister Detsch aus Sicht der Verwaltung an. Geschäftsleiter Rainer Förtsch informierte über bisherige Gespräche und Überlegungen. Das bepreiste Leistungsverzeichnis hat für Los eins Kosten alleine für den Kanalbau von 80 439 Euro ergeben. Hinzu kämen circa 12 000 Euro für die Deponiekosten aus diesem Los eins und circa 150 000 Euro Deponiekosten für den Bereich in der Büttnerszeche selbst, da sich dort der Trassenverlauf nicht ändern lasse. Eventuell könnte die nochmalige Beprobung eine Änderung der DK-Klassen (Deponie-Klassen) ergeben und sich dadurch diese Kosten reduzieren.
Alternativ wurde auch Kontakt mit dem Bergamt wegen einer eventuellen Kostentragung aufgenommen. In der Vorbesprechung wurde deutlich, dass beide Varianten nicht die Quintessenz zu einer Lösung sein können. Man erwog eine Verlängerung des Bewilligungszeitraums der Beauftragung zu beantragen, da man Zeit brauche, um sämtliche Unwägbarkeiten abzuklären.
"Gemeinsamer Nenner"
Nach weiteren Gesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt, dem Landratsamt, der Regierung von Oberfranken und dem Ingenieurbüro SRP Kronach kam man auf die Lösung, nicht den Abschnitt Kanal- und Wasserleitungsbau entlang der Straße auszuschreiben, sondern hatte auf Vorschlag von Bürgermeister Detsch den "gemeinsamen Nenner" in der Oberflächenentwässerung der Büttnerszeche, dass die Ausschreibung sowohl beim Kanalanschluss als auch bei der Kleinkläranlagenlösung zu erfolgen hat. Der einstimmige Beschluss: "Der Gemeinderat stimmt der Teilvergabe der Kanalbauarbeiten für die Oberflächenentwässerung des Gemeindeteils Büttnerszeche zu." Bürgermeister Detsch stellte dazu fest, "wir sind von Fachleuten gut beraten!" Gerhard Wolf (FW) zeigte sich verwundert über diese Untersuchungen und dass bis heute noch kein Ergebnis vorliege, um welche Altlasten es sich handle. Wir sind doch nicht der einzige Bergbau in Deutschland und Bayern gewesen. Siegfried Weißerth (CSU) meinte hingegen, es wäre müßig sich jetzt in Details zu verstricken. Wichtig sei die Termine wegen Fristen für Fördermittel einzuhalten. Wenn die Büttnerszeche in ihren Altlasten eine Ausnahme in Bayern darstelle, müsse staatlich geholfen werden, meinte Weißerth.
Daniel Wachter (parteilos) wies darauf hin, die Kosten im Auge zu behalten, denn auch die Kanalisation Mostholz musste wegen Unwirtschaftlichkeit letztlich scheitern.
Zuschüsse für Vereine
Der TSV Neukenroth erhält für Pflasterarbeiten am Sportgelände 767,12 Euro, das entspricht zehn Prozent der nachgewiesenen Kosten. Nach gleicher Richtlinie erhält der Volkstrachtenverein "Zechgemeinschaft Neukenroth" für Anschaffung von Biertischgarnituren und Auslegebodenware 649,05 Euro sowie wurde die Erneuerung der Eingangstüre an der Obstpresse dem Obst- und Gartenbauverein Neukenroth mit 178,50 Euro gefördert.
Tragkraftspritzenfahrzeuge bestellt
Ein Antrag auf Errichtung einer Plakatwerbetafel wurde mit der Begründung abgelehnt, dass diese sich nicht in die nähere Umgebung einfüge. Den Umbau und Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses in Haig wurde gemeindliches Einvernehmen erteilt. Ebenso dem Antrag auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses in Burggrub dem Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erteilt wurden. Der Auftrag für drei Feuerwehr-Tragkraftspritzenfahrzeuge für die FF Haig, Haßlach und Reitsch wurde an die Firma Brandschutztechnik Görlitz vergeben. Für die Gemeinde Stockheim beläuft sich der Kostenanteil auf 248 412,50 Euro.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren