Zeyern
Priesterjubiläum

Ein heimatverbundener Priester

Seit 25 Jahren ist der gebürtige Zeyerner Albert Müller Priester. Am Samstag feierte er das Jubiläum in seiner Heimatpfarrei.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dekan Albert Müller feierte am Samstag in St. Leonhard Zeyern sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Die Jungen und Mädchen der Kinderkirche beschenkten den Dekan mit Blumen.  Heike Schülein
Dekan Albert Müller feierte am Samstag in St. Leonhard Zeyern sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Die Jungen und Mädchen der Kinderkirche beschenkten den Dekan mit Blumen. Heike Schülein
+5 Bilder
Fröhliche Menschen, ein erfrischend lebendiger Gottesdienst und viele herzliche Wünsche bildeten den Rahmen für das 25-jährige Priesterjubiläum von Albert Müller, Leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Pfarreienverbund St. Marien Steigerwald, Pfarrer von Ebrach und Burgwindheim, Kuratus von Mönchherrnsdorf, Dekan des Dekanats Burgebrach und Diözesanpräses der Kath. Arbeitnehmer Bewegung (KAB). Die Verantwortlichen hatten sich einige Überraschungen für den allseits beliebten Geistlichen ausgedacht, der über sich selbst sagt: "Es war und bleibt für mich eine Auszeichnung, Zeyerner und Frankenwäldler zu sein", denn "alles Gute kommt von oben!"


Beeindruckendes Bild

"Dekan Albert Müller brennt für die frohe Botschaft Jesu", würdigte Domkapitular Thomas Teuchgräber zu Beginn des Fest-Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Leonhard. Neben ihm wirkten weiter die Pfarrer Dieter Hinz aus Ansbach, Markus Bolowich aus Nürnberg und Florian Stark aus Pretzfeld als auch Kaplan Dominik Urban als Konzelebranten mit. Ein beeindruckendes Bild bot sich, als diese mit dem Jubilar unter festlichen Klängen durch den Musikverein Zeyern in das festlich geschmückte Gotteshaus einzogen.

Der Jubilar freute sich über die große Anzahl an Gläubigen, die mit ihm sein Priesterjubiläum feiern wollten. Gleichzeitig sollte man nicht vergessen, um wen es bei dem Gottesdienst geht - um Gott! In seiner Predigt ging er auf das gehörte Evangelium ein, in dem es unter anderem heißt "Das ist doch der Sohn des Zimmermanns" und auch "Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie".

Ersteres treffe auch auf ihn zu; sei doch sein Vater Schreiner gewesen. "Ich erinnere mich daran, wie er auf dem Kirchturm St. Leonhard beim Neueindecken der Kirche dabei war", so der Dekan. Dass er im eigenen Land nicht gelte; könne er nicht bestätigen, was auch die gut gefüllte Kirche zeige. "Ich habe eine innige Verbindung zu meiner Familie und meinen Verwandten - und sie sind auch ein wenig stolz auf mich", schmunzelte er. Dennoch sei dieses Sprichwort ein Grund, warum die Priester nach ihrer Weihe nicht in ihrer Heimatgemeinde eingesetzt würden.


In der Kirche daheim

Der Frankenwald habe viele Priesterhervorgebracht. Aber in den Pfarrgemeinden selbst gebe es leider nur wenige Geistliche. Seine Familie und sein Umfeld seien auch ein Grund gewesen, dass seine Berufung in ihm gewachsen und gereift sei. In seinem christlichen Elternhaus sei ihm eine religiöse Erziehung zuteil geworden. Auch seine Freunde in der Feuerwehr und Musik seien alle in der Kirche daheim gewesen.

"Ich danke euch für das, was ich bin - und das ist gut so", verdeutlichte der Dekan, der sich bei allen Verantwortlichen für die Ausgestaltung der Jubiläumsfeier bedankte. Hierzu zählte insbesondere auch die stimmungsvolle musikalische Umrahmung der Heiligen Messe durch Stefan Schnappauf an der Orgel sowie den St.-Georgs-Bläsern aus Friesen. In den Grußworten wurde vor allem die Bodenständigkeit, Herzlichkeit und Heimatverbundenheit des Jubilars herausgestellt, der für die Zeyerner immer noch der "Berti" ist.


Einer, der die Gläubigen begeistert

Namens der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderats gratulierte Kirchenpfleger Peter Scherner. "Du bist im Herzen ein Zeyerner geblieben", würdigte Bürgermeister Norbert Gräbner. Der Jubilar verstehe es, die Gläubigen zu begeistern und mitzunehmen. Der Musikverein Frankenwaldverein und die Freiwillige Feuerwehr Zeyern, in denen der Dekan noch immer Mitglied ist, überreichten ihm eine geschnitzte Sebastian-Figur.

Namens des KAB-Kreisverbands Kronach-Hof dankte Friedrich Jakob für 25 Jahre Arbeit am Weinberg des Herrn und davon 19 Jahre als KAB-Diözesanpräses. Dem"Star in der Familie" überreichten seine Angehörigen ein kürzlichaufgenommenes Gruppen-Familienbild.

Nach dem Gottesdienst segnete der Dekan die Gräber seiner Eltern wie auchalle weiteren Grabstätten auf dem Friedhof. Im Anschluss an den Gottesdienstwaren alle Gläubigen zum gemütlichen Beisammensein und persönlichen Gratulationen auf der Tenne eingeladen.


Der Werdegang des Jubilars

Albert Müller wurde am 6. Januar 1968 geboren und wuchs in Zeyern auf. Sein Vater war Schreiner; seine Mutter Hausfrau. Als jüngstes von fünf Geschwistern entstammte er einer gläubigen und kirchlich beheimateten Familie. Nach der Grundschule in seinem Heimatdorf, besuchte er das Frankenwald-Gymnasium Kronach. Er war Ministrant und schließlich Oberministrant, trat der CAJ bei, wurde mit 16 Jahren Mesner in St. Leonhard und erlernte das Orgelspiel. Mit bestandenem Abitur trat er im Oktober 1987 in das Bamberger Priesterseminar ein. Er studierte in Bamberg und Innsbruck und legte im Sommer 1992 das Theologie-Diplom ab.

Im September 1992 begann im Priesterseminar der Pastoralkurs, am 13. Dezember 1992 war seine Diakonen- und am 26. Juni 1993 seine Priesterweihe, jeweils im Hohen Dom zu Bamberg durch Erzbischof Dr. Elmar Maria Kredel. Am 27. Juni 1993 durfte er mit seiner Heimatgemeinde die Primiz feierlich begehen. Nach der Priesterweihe wirkte er als Kaplan kurzfristig in Bayreuth, anschließend vier Jahre in Burgebrach und zwei Jahre in Nürnberg St. Josef. Ab September 1999 wurde er freigestellt, um hauptamtlich als CAJ (Christliche Arbeiterinnen- und Arbeiterjugend)-Kaplan und KAB-Diözesanpräses zu wirken.Daneben unterstützte er den Pfarrer von Höchstadt/Aisch.

Zusätzlich zur KAB-Arbeit übernahm er die zusammengelegten Pfarreien Ebrach und Burgwindheim mit der Kuratie Mönchherrnsdorf; circa 2500 zu betreuende Katholiken auf rund 110 km² - unter Beibehaltung seiner Aufgabe alsK AB-Diözesanpräses mit 20 Prozent seiner Arbeitskraft. Im März 2006 gab er nach neun Jahren sein Wahlamt als CAJ-Diözesankaplan ab. Dafür wurde er mit der Errichtung der Seelsorgebereiche im Erzbistum Bamberg zum Pfingstfest 2006 Leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Pfarreienverbund St. Marien Steigerwald mit circa 12 400 Katholiken auf 244 km². Seit Februar 2007 ist er auch Dekan des Dekanats Burgebrach.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren