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Kronach
Einweihung

Drei neue Hightech-Geräte fürs Rote Kreuz

Drei Einweihungen konnten Pfarrerin Susanne Treber und Kaplan Dieter Hinz beim Roten Kreuz in Kronach vornehmen: der neue Einsatzleitwagen der Schnelleinsatzgruppe, eine mobile Rettungsstation und eine Feldküche wurden in Betrieb genommen.
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Michael Neubauer ist der Leiter der Schnelleinsatzgruppe Kommunikation und Information. Der neue Einsatzleitwagen wird nicht nur in Kronach, sondern in ganz Oberfranken eingesetzt. Besonders freut sich Neubauer, dass dieses Fahrzeug schon mit Digitalfunk ausgestattet ist - das mache es zukunftssicher. Fotos: Sonja Adam
Michael Neubauer ist der Leiter der Schnelleinsatzgruppe Kommunikation und Information. Der neue Einsatzleitwagen wird nicht nur in Kronach, sondern in ganz Oberfranken eingesetzt. Besonders freut sich Neubauer, dass dieses Fahrzeug schon mit Digitalfunk ausgestattet ist - das mache es zukunftssicher. Fotos: Sonja Adam
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Seine Feuertaufe hat der neue Einsatzleitwagen der Schnelleinsatzgruppe schon hinter sich, wie Kreisbereitschaftsleiter Martin Schmidt verrät. Diese hatte bei den XXL-Nächten des Kronacher Freischießens angestanden. Ein solcher Einsatzleitwagen war ein lang gehegter Wunsch des BRK im Kreis Kronach.

Fürs Erste hatte sich das Rote Kreuz mit einem Umbau aus eigener Kraft beholfen. Ein alter Rettungwagen war zur Informations- und Kommunikationszentrale umgerüstet worden - mit viel Idealismus. "Unser Gelber hat seine Dienste getan. Aber eigentlich haben wir viele Erfahrungen gewonnen, und die konnten wir in einem Pflichtenheft, das eher ein Buch war, in dem neuen Einsatzleitwagen berücksichtigen", verrät Michael Neubauer, der im Einsatzfall vor Ort ist.

Funk und Computer an Bord

Ausgestattet ist der neue Einsatzleitwagen mit drei Funk- und drei PC-Arbeitsplätzen.
Er verfügt über eine Telefonanlage und ist mit Digitalfunk versehen. Für das neue Fahrzeug kamen 10.050 Euro durch Spenden von Firmen und durch Kleinspenden zusammen. 40.000 Euro hat der Landkreis dazugelegt. 64.000 Euro flossen an Förderung durch den Freistaat. "Trotz der zahlreichen Zuwendungen hat der BRK-Kreisverband für die hier stehenden Einsatzkomponenten rund 75.000 Euro in das Ehrenamt investiert", legte BRK-Kreisvorsitzender und Landrat Oswald Marr (SPD) dar.

Allerdings wurde nicht nur der neue Einsatzleitwagen eingeweiht. Das BRK hat von der Bundeswehr zudem eine neue Feldküche gekauft. Sie wird künftig das Refugium von Sebastian Kraus sein. Der 33-Jährige hat zwölf Jahre lang bei der Bundeswehr die Küche geführt und war als Koch in Afghanistan und im Kosovo im Einsatz. Jetzt macht er eine dreijährige Ausbildung zum Küchenmeister. "In sechs Wochen beginnen die mündlichen Prüfungen", sagt Kraus und freut sich schon auf die Zukunft. Doch er möchte bewusst in eine Großküche gehen. Denn die Verköstigung von 1000 Personen und mehr, das macht ihm Spaß. Am Wochenende hilft er regelmäßig in der heimatlichen Gaststätte "Zum Paul" in Buchau. Schließlich hat er dort bei seinem Vater die ersten Schritte beim Kochen gemacht.

Essen für 250 Personen

Mit dieser Feldküche, die pro Stunde bis zu 250 Personen verköstigen kann, lassen sich nicht nur Eintopf, Gulasch & Co. auf den Tisch bringen. "Man kann Braten und Klöße machen, Gulasch mit Spätzle - sogar Kuchen kann man mit der Feldküche backen", zeigt Sebastian Kraus die Möglichkeiten auf. Trotzdem hofft Kraus, dass die Küche nie wirklich aus der Not zum Einsatz kommen muss. Sie soll nämlich immer bei größeren infrastrukturellen Ausfällen den Menschen helfen.

Die dritte Komponente, die das BRK einweihen konnte, war eine mobile Rettungsstation. Mit großem Engagement und Zeitaufwand haben die Rotkreuzler den "rollenden Glückshafen", der früher auf Festen gestanden hat, aber inzwischen aus der Mode gekommen ist, zu einer Hilfeleistungsstation mit zwei Behandlungsplätzen und einem Aufenthaltsraum für die Sanitäter umgebaut. Die mobile Rettungsstation ist auch mit Funk ausgestattet. "Rund 6000 Euro hat das BRK in den Umbau investiert", betont Kreisbereitschaftsleiter Martin Schmidt.

Blutspende-Termine erfordern Engagement

Besonderen Dank sagte Landrat Oswald Marr auch allen Blutspende-Helferinnen. Denn an 16 Standorten im Kreis Kronach wird Blut gespendet - und das bedarf einer großen logistischen sowie organisatorischen Vorbereitung. "Die Helferinnen und Helfer sind vor und nach den Blutspendeterminen mit unzähligen Einsatzstunden, mit den Vor- und Nachbereitungen beschäftigt", so Marr.

7100 Blutkonserven kamen im vergangenen Jahr aus dem Landkreis Kronach. "Allein in Bayern brauchen 2200 Patienten täglich Blut, aber nur 3,5 Prozent der Bevölkerung spenden", sagt Marr. Besonders engagiert in diesem Bereich haben sich als Helferinnen Lydia Hofmann in Tschirn und Elke Müller in Stockheim. Landrat Oswald Marr überreichte den verdienten Helferinnen Blutspende-Poloshirts.

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