Marktrodach
Theater

"Dornröschen 2.0" in der Rodachtaler Grundschule

Die Rodachtaler Grundschüler verzauberten Eltern und Lehrer bei der Aufführung des Märchens Dornröschen.
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Der Hofstaat schläft gleich ein - doch vorher suchen alle die Prinzessin. Szene aus der Märchenaufführung der GrundschuleMaria Löffler
Der Hofstaat schläft gleich ein - doch vorher suchen alle die Prinzessin. Szene aus der Märchenaufführung der GrundschuleMaria Löffler
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Sie feierten sich am Ende des Abends selbst und das Publikum feierte mit: Die Schülert der Rodachtaler Grundschule zauberten, hexten, sangen, tanzten, spielten und turnten auf der Bühne für das Märchen Dornröschen. Aber nicht nur das bekam ein aktuelles Gesicht, sondern auch die Gags und Einlagen kassierten Lacher und Szenenapplaus.

Sie wussten genau, "woher der Hase weht" und selbst gelegentliche Hänger brachten das Publikum zum Schmunzeln. Der Kern der Geschichte war bei dieser Inszenierung zwar noch deutlich erkennbar, aber Förderlehrerin Irene Hartmann musste improvisieren: "Das Märchen ist ja schnell erzählt, da habe ich mir halt was ausdenken müssen."

Seit Ende Oktober hatte sie mit den Kids geübt, geprobt, gelacht und gelitten. "Das eine oder andere Original oder Naturtalent entdeckt man natürlich auch." Eines davon war offensichtlich Anna Suranovsky, die Frederic, den Protokollminister spielte. Ihr französischer Akzent war unvergleichlich, charmant und fast schon professionell. Selbst die Spieler auf der Bühne lachten sich schlapp über ihren "Kanzler Arschibald."

Das Konzept, alle Schüler einzubinden, ging auf jeden Fall auf. Dessen war sich auch Rektorin Annegret Hümmrich-Korm sicher: "99 Kinder wurden zum vollen Erfolg." Und die hatten so richtig Bock auf Bühne und Theater und steckten mit ihrem Eifer die gesamte Halle an. Während die Königin Amarilla von Sansibar (Sina Schmidt) für ihre Trauer und ihre Freude immer die richtigen Töne traf, war ihr Gemahl Ottokar von Sansibar manchmal zwar um das eine oder andere Wort verlegen, machte aber sofort alles mit seinem Charme wieder wett. Am Ende musste er über sich selber lachen. Sein Schlusssatz: "So sollen sie miteinander werden", wird wohl in die Annalen der Schule eingehen.

Die gefühlt "538" Theaterproben, die der Elternbeirat vermutete, brachten aber auch viel Komik mit sich. Wie zum Beispiel schuhplattelnde Köche, die als "Topfklopfer-Techno" den Satz prägten: "Ja do schau her, scho wiede a Gummibär" und deren Suppe wie "Saurierschleim" schmeckte. Oder die Exzellenzen, Magnifizenzen und anderen Essenzen..." Lokalkolorit war ebenfalls ein Erfolgsgarant. Da tauchte beispielsweise eine "Baronin von und zu Unterrodach", ein "Graf von Zeyern" oder der "Blick bis nach Seibelsdorf" aus dem Schlossturm auf.

Info

Mitwirkende bei den Gauklern und Narren für das Märchenspiel "Dornröschen" waren die Klassen 1 - 4. Die Topfklopfer-Techno bestand aus den Jungen der Klasse 2. Für den Tanz der Feen mit ihren Wünschen waren die Mädchen der 3a und b verantwortlich. Den Rosentanz tanzten Mädels aus der 2. Klasse und den "Kampf der Prinzen" trugen die Jungen aus der 3a und 3b aus. Das Lied "Dornröschen" wurde unterstützt von den Flötenkindern der 1. Klasse.

Mitwirkende beim Märchenspiel (Schulspielgruppe der Klassen 3 und 4): Amarilla (Königin von Sansibar): Sina Schmidt, Ottokar (König von Sansibar): Lukas Kwiotek, Röschen (Prinzessin): Enni Huth, Prinz von Semiramis: Felix Stützer, Frederic (Protokollminister): Anna Suranovsky, Archibald (Kanzler): Johanna Krauter, Fedor (Hofnarr): Anna Seuß, Eusebia (Amme): Soraja Pößel, Gärtner: Jannik Kopp, Chefkoch: Mila Fischer, Küchenjunge: Lenny Renk, Frosch, Erzähler, alter Mann: Lena Köbel, böse Fee: Cheyenne Burger, gute Fee: Kinza Amtul, Volk und Eminenzen: Laura Bernhardt, Luca Daum, Johanna Fischer Hetter, Albert Hamburg, Lukas Jung, Fiana Saal und Luisa Wenzel.

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