Friedersdorf
Einweihung

Dörfler bauen sich ein Gemeinschaftshaus

Die Friedersdorfer weihten ihr neues Dorfgemeinschaftshaus ein und tragen auf diese Weise zur Dorferneuerung bei.
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Anstatt einer Schlüsselübergabe gab es Präsente (von links): Bürgermeister Hans Pietz, Stefan Löffler (Dorfgemeinschaft), Reinhard Sponsel (ALE). Foto: Karl-Heinz Hofmann
Anstatt einer Schlüsselübergabe gab es Präsente (von links): Bürgermeister Hans Pietz, Stefan Löffler (Dorfgemeinschaft), Reinhard Sponsel (ALE). Foto: Karl-Heinz Hofmann
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"Was lange währt, wird endlich gut!" Friedersdorf hat ein neues Schmuckstück eingeweiht und damit den Dorfplatz wesentlich verschönert. Die Friedersdorfer wurden mit dem Projekt der Dorferneuerung immerhin 17 Jahre lang mit ihrer Geduld auf die Probe gestellt. Jetzt ist ein erstes, wichtiges Teilstück geschafft. Am Sonntag konnte das von der Dorfgemeinschaft so lang ersehnte Dorfgemeinschaftshaus (DGH) von Pater Helmut Haagen eingeweiht und von Bürgermeister Hans Pietz (FW) seiner Bestimmung übergeben werden. Die Zahl der Ehrengäste und Gäste, vor allem aber die große ehrenamtliche Teilnahme der Friedersdorfer an der Dorfgemeinschaft ließ erahnen, welchen Stellenwert dieses Gebäude im Dorf haben wird. Das Gebäude ist Teil eines umfangreichen Dorferneuerung und beendet deren ersten Teilabschnitt.
Oberamtsrat Reinhard Sponsel, vom Amt für Ländliche Entwicklung Bamberg, der das Projekt Dorferneuerung in Friedersdorf seit 2011 begleitet, kündigte weitere Schritte an. Schon im Mai soll die obere Brücke über den Buchbach in Friedersdorf erneuert werden. Wenn alles klappt, soll diese Maßnahme schon Ende Juni abgeschlossen sein.


Solidaritätsprojekt

"Mitdenken, mitplanen, mitgestalten" erwies sich in Friedersdorf als Solidaritätsprojekt, denn viele wirkten konstruktiv mit, was das Vorgehensweise erheblich erleichtert. Sponsel erinnerte an die Vorstellung von zwei Entwurfsplanungen im Jahr 2013 durch Architektin Christine Bardin vom Ingenieurbüro Kittner & Weber. Von Anfang an stand dabei ein Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehrhaus im Vordergrund. Zu den Vorarbeiten gehörten der Abriss eines bestehenden Feuerwehrgerätehauses und des alten Milchhäuschens. Während Sponsel auf die konkrete Einleitung einging, holte Bürgermeister Hans Pietz etwas weiter aus.


"Große Herausforderung"

Im Jahre 2001 habe der Gartenbauverein Friedersdorf einen Antrag an den Markt Pressig gestellt. Das Ratsgremium fasste einen Beschluss auf Aufnahme in die Dorferneuerung. Doch in der Realisierbarkeit gab es aufgrund zahlreicher Anträge einen Rückstau. Als er im Jahr 2008 zum Bürgermeister des Marktes Pressig gewählt wurde, nahm er sich der Sache an. Unzählige Gespräche waren erforderlich, um endlich im Jahr 2011 mit der Dorferneuerung starten zu können. Viele engagierte Bürger brachten sich in die Entwicklung der Ziele und Umsetzungsschritte mit ein und beteiligten sich an der Konzepterstellung. "Es waren große Herausforderungen, doch dank eines ungebrochenen Zusammenhaltes und dem Einsatz vieler Idealisten kann man heute sagen, die Anstrengungen haben sich gelohnt", betonte Pietz. Er dankte im Namen des Marktes Pressig den vielen Beteiligten in Behörden, der Kommune und der Vereine für dieses gelungene Gemeinschaftswerk. Pietz dankte aber auch besonders dem ALE, dem Planungsbüro Kittner & Weber, Sonnefeld und den vielen Handwerksbetreiben für ihre hervorragende Arbeit.

Für die Dorfgemeinschaft Friedersdorf dankte ein sichtlich hocherfreuter Stefan Löffler. Er hob die multifunktionelle Bedeutung des DGH für die Friedersdorfer hervor. Viel Herzblut und Leidenschaft, viel Arbeit und Freizeit haben die Idealisten der Dorfgemeinschaft in die Fertigstellung und Ausstattung des Gebäudes investiert. Es ist ein gelungener Treffpunkt für Generationen und wird die intakte und aktive Dorfgemeinschaft weiter stärken, war sich Löffler sicher. Und der Tag der Einweihung mit Tag der offenen Tür, zeigte bereits mit welcher Euphorie in Friedersdorf ehrenamtliches Engagement gelebt wird. Zahlreiche Helfer waren um das Wohl ihrer Gäste den ganzen Tag über als freundliche Serviceleute unterwegs. Jürgen Kittner vom Planungsbüro Kittner & Weber überreichte den symbolischen Schlüssel.

Der Weihefeier ging ein Dankgottesdienst in der Friedersdorfer Kapelle, zelebriert von Pater Haagen voran. Der Musikverein Rothenkirchen begleitete die Festgemeinde zum Dorfplatz zur Einweihung und umrahmte, unter Leitung von Roman Steiger, die festliche Einweihung des DGH. Auch die Dorfkinder von Friedersdorf hatten ihre Freude an der Einweihung und trugen mit einer Tanzvorführung und dem Lied "Ich bin ein Dorfkind", was in der Mutter-Kind-Gruppe unter Leitung von Bianca Adam und Lena Grebner einstudiert wurde, zur gelungenen Feier bei.


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