Kronach
Engagement

Diese Jugendlichen aus dem Landkreis Kronach "schickt der Himmel"

Der BDKJ auf Bundesebene hat die 72-Stunden-Aktion für den Zeitraum vom 23. bis 26. Mai ausgerufen. Im Landkreis Kronach beteiligen sich acht Gruppen.
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Die Minis Glosberg sind voller Vorfreude: Sie wollen den Pfarrgarten verschönern.Heike Schülein
Die Minis Glosberg sind voller Vorfreude: Sie wollen den Pfarrgarten verschönern.Heike Schülein
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Sie bauen einen Grillplatz für das Dorf, verschönern den Pfarrgarten und den 1000-jährigen Weg, renovieren Jugendräume, verwandeln eine Unterkirche zum Begegnungsort und unterstützen das Festival "Festung rockt": Acht Aktionsgruppen beteiligen sich im Landkreis Kronach an der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Verbände. Organisiert wird die Sozialaktion, für die die Jugendlichen genau drei Tage Zeit haben, vor Ort von den BDKJ-Diözesanverbänden. Bei der Eröffnungsveranstaltung an diesem Donnerstag stellten die Teilnehmer im Pfarrzentrum Kronach ihre Projekte vor.

"Nicht mit Geld zu bezahlen"

"Ihr leistet etwas Besonderes: Ihr schafft Orte, an denen man sich begegnen und in Kontakt treten kann", würdigte Bildungsreferent Andy Fischer den Einsatz der gemeldeten 127 Teilnehmer und ihrer Betreuer. Das sei nicht mit Geld zu bezahlen.

Radio-Eins-Moderatorin Uli Noll hat die Patenschaft der Aktion im Landkreis übernommen. Dabei wird sie auch einige Gruppen vor Ort besuchen und im Radio darüber berichten.

Die Sozialaktion des BDKJ in Deutschland steht unter dem Motto "72 Stunden - Uns schickt der Himmel". Im Landkreis Kronach - für die Dekanate Kronach und Teuschnitz - gibt es noch eine Besonderheit: So konnte unter dem neuen Projekttitel "Deine Zeit für Kronach - 72 Stunden Ehrenamt" eine Projektförderung über das Bundesprogramm "Demokratie leben" initiiert werden.

Beim Aktivierungsprojekt gehe es darum, sagte Andy Fischer, sich aktiv für eine Problemstellung eines Projektgebers zu interessieren, diese zu analysieren und gemeinsam in der Gruppe zu bearbeiten. Die teilnehmenden Gruppen haben dabei zwei Wahlmöglichkeiten: Eine "Do it"-Möglichkeit, bei der sie sich selber ein gemeinnütziges Projekt überlegen und bearbeiten, oder die "Get it"-Variante, bei der das Koordinierungsteam des BDKJ für sie ein Projekt sucht und als Auftrag vergibt.

Wie auch innerhalb der Diözese Bamberg haben sich auch im Landkreis Kronach mehr Gruppen für "Do it" als "Get it" entschieden. Die Glosberger Ministranten wollen den Pfarrhausgarten verschönern, so dass man dort auch Feste feiern kann. Ihre Amtskollegen, die "Minis" aus Steinberg, wollen einen Grill- und Lagerfeuerplatz am Steinberger Jugendheim bauen und ebenfalls den Garten herrichten. Ein weiteres Verschönerungsprojekt hat sich die katholische Jugend Kronach vorgenommen, die den 1000-jährigen Weg auf dem LGS-Gelände aufpolieren möchte. Die katholische Jugend Wallenfels hat sich die Renovierung der Jugendräume auf die Fahnen geschrieben. In einem Gemeinschaftsprojekt wollen die Ministranten und die katholische Jugend Teuschnitz die Unterkirche zum Begegnungsort umwandeln und einen Meditationsraum gestalten. Die THW-Jugend Kronach hilft beim Festival "Festung rockt" mit.

Die 72-Stunden-Aktion will das Jugendspirituelle Zentrum in einem Filmprojekt festhalten. Die Gruppe kümmert sich um die öffentliche Berichterstattung. Sie führt Interviews und dreht Videos vor Ort, die sie in den sozialen Medien einstellt. Das erste Video über die Eröffnung ist bereits unter "Jugendspirituelles Zentrum" in facebook abrufbar.

"Ihr habt das Gemeinwohl im Auge", freute sich Uli Noll über das große Engagement der jungen Menschen. In Zeiten, in denen bestimmte Parteien das Gemeinwohl und das Engagement für die Gesellschaft komplett aus den Augen verloren hätten und Menschen, die anderen helfen, als "Gut-Menschen" belächelten, seien sie leuchtende Vorbilder. "Ein guter Mensch kann nie und nimmer etwas Schlechtes sein", verdeutlichte sie. Vielmehr sollten alle Jugendlichen, die in den kommenden Tagen ihre Freizeit und ihr Wochenende opferten, um gemeinsamen etwas Gutes zu tun, mit stolzer Brust auftreten.

Pater Waldemar übermittelte die Grüße und das Lob von Erzbischof Ludwig Schick.

Respektvoll miteinander umgehen

Den Auftakt in Kronach bildete eine kurze Andacht mit einem spirituellen Impuls vom Referenten für Glaubensbildung, Bernd Sorgenfrei. Dieser rief die Teilnehmer dazu auf, ihre ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Stärken in die gemeinsamen Aktivitäten einzubringen, respektvoll miteinander umzugehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Jeder habe seine Aufgabe und sei an seinem Platz wichtig. Wenn sie sich gegenseitig bestärkten, zusammen anpackten und aufeinander schauten, werde ihr Tun gesegnet sein.

BDKJ-Mitglieder erbaten Gottes Beistand in den Fürbitten. Den endgültigen Startschuss gab schließlich die "Patin" mit dem symbolischen Durchschneiden des Absperrbandes.

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