Tettau
Missfallen

Diese Bäume sind dem Tettauer Gemeinderat ein Dorn im Auge

Im Tettauer Gemeinderat wurde massive Kritik an den Bäumen an der Ortsverbindungsstraße Tettau - Kleintettau in Richtung Tropenhaus geübt.
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Die Bäume an der Ortsverbindungsstraße Tettau - Kleintettau in Richtung Tropenhaus missfallen etlichen Gemeinderäten.  Foto: Veronika Schadeck
Die Bäume an der Ortsverbindungsstraße Tettau - Kleintettau in Richtung Tropenhaus missfallen etlichen Gemeinderäten. Foto: Veronika Schadeck

Der Tagesordnungspunkt "Sonstiges" bildete am Montagabend bei der Gemeinderatssitzung den Schwerpunkt. Nicht nur Hubert Ruß (SPD) sind die Bäume an der Ortsverbindungsstraße Tettau - Kleintettau in Richtung Tropenhaus ein Dorn im Auge. Was bringe es, wenn rund um das Tropenhaus das Areal entsprechend gestaltet, aber die Zufahrt aufgrund der Bäume so verunstaltet werde. "Das ist ein Schandfleck für Tettau und gefährdet den Verkehr", stimmte Michael Müller (BfT) seinem Kollegen zu. Die Bäume gehörten weg, zumal diese auch vom Borkenkäfer befallen seien, meinte Willi Güntsch (SPD).

Die Besitzer müssten erst ihre Zustimmung geben, bevor man diese Bäume beseitigen kann, erklärte der Leiter des Bauhofes, Hartwig Ortmann. Es sei nicht so einfach, Bäume auf privatem Grund umzusägen. Den Verkehr gefährdeten diese Bäume nicht, da sie entsprechend freigeschnitten worden seien.

Das Gremium folgte dem Vorschlag des Bürgermeisters, die Besitzer anzuschreiben und an deren "gesunden Menschenverstand" zu appellieren.

Hubert Russ (SPD) kritisierte, dass es über 20 Informationstafeln entlang des Grünen Bandes bezüglich der Grenzöffnung gebe. In Tettau sei aber keine vorhanden. "Wir haben doch viel über die Grenzöffnung zu erzählen", meinte er. Der Markt werde eine Informationstafel über Alexander von Humboldt und die Porzellangeschichte bekommen, entgegnete der Bürgermeister.

Veranstaltung vorgeschlagen

Carl-August Heinz regte an, noch in diesem Jahr eine Veranstaltung in der Festhalle zum Thema Alexander von Humboldt und die Porzellangeschichte sowie deren Bedeutung zu machen. Eventuell könne man die Familie Rösler mit dazu motivieren. Sie seien schließlich noch die Einzigen im Markt Tettau, die Porzellan produzieren. Das Ganze könnte von Bezirksheimatpfleger Günther Dippold begleitet werden.

"Wer soll das Ganze organisieren?", fragte der Bürgermeister im Hinblick auf die Auslastung seiner Mitarbeiter in der Verwaltung und im Bauhof. Eventuell könnte man die Interessensgemeinschaft Tettauer Vereine mit ins Boot holen, meinte Anika Kappelt. Kämmerin Doris Neubauer regte an, diese Veranstaltung zusammen mit der Kirchweihgesellschaft durchzuführen. Außerdem wurde vorgeschlagen, eine Straße in Tettau, die bisher noch keinen Namen hat, nach Alexander von Humboldt zu benennen.

Carl-August Heinz kritisierte die Bildqualität des Gemeindeblattes. Die Fotos seien unkenntlich abgedruckt. Ferner regte er an, so lange es noch kein Hotel in Tettau gibt, zumindest einen Karawanenabstellplatz zu schaffen. Der Bedarf sei vorhanden. Doris Neubauer wies darauf hin, dass an der Festhalle zwei Stellplätze angegliedert seien - allerdings ohne Entsorgungsmöglichkeiten.

Willi Güntsch bedankte sich im Namen der Siedlergemeinschaft für den "schön gerichteten Zick-Zack-Steig". Allerdings könnte der Weg von der oberen Siedlung in Richtung Ortsverbindungsstraße nach Kleintettau verbessert werden.

Bürgermeister Ebertsch wies auf ein bevorstehendes Gespräch mit dem Leiter des Forstbetriebs Rothenkirchen, Peter Hagemann, hin. Der Weg solle in der zweiten Jahreshälfte hergerichtet werden. Allerdings sei dieser nicht für einen Durchgangsverkehr geeignet.

Bürgerbus angeregt

Anika Nebatz (SPD) sprach die Etablierung eines Bürgerbusses innerhalb des Marktes Tettau an. In den umliegenden Gemeinden werde dieser gut angenommen. Zwar gebe es das "Mitfahrbänkla", aber diese würden eher für gemeindeübergreifende Fahrten genutzt. Sie regte an, diesbezüglich eine Umfrage zu starten. "Wir waren uns doch einig, erst auf die Ausarbeitung des Mobilitätskonzeptes zu warten", entgegnete der Bürgermeister.

Kritisiert wurde zudem, dass der Markt Tettau vom Landratsamt darüber informiert wurde, dass das erfolgreiche Modell der Grüngutentsorgung auf der Deponie auf dem Wildberg umgestellt werde. Künftig soll die Entsorgung des Grüngutes durch Container erfolgen.

Zuvor hatte sich das Gremium darauf geeinigt, die Dachdeckerarbeiten für den Neubau des Feuerwehrhauses in Langenau an die Firma Ewald Fischbach zum Preis von 7202 Euro zu vergeben.

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