Viel Leidenschaft und Herzblut investierte der 79-Jährige in den vergangenen zehn Jahren in den Aufbau und Ausbau des Dorfmuseums, sei es bei Schreinerarbeiten oder der Einordnung vielfältiger historischer Dokumente und Unikate.
Besonders der Mitstreiter Hans Schrepfer bedauerte das Ausscheiden seines wichtigsten Mithelfers. Beide hatten zusammen sehr viel Zeit investiert, um das Dorfmuseum immer wieder zu erweitern und es mit fachkundiger Führung Einheimischen wie Gästen, vorzustellen.

Porzellan-Stadtwappen


Kronachs Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) und Hauptamtsleiter Stefan Wicklein kamen ins Dorfmuseum, um Wolfgang Stöbel für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement zu danken. Aus Dankbarkeit und in Anerkennung seiner Verdienste überreichten sie ein Porzellan-Stadtwappen der Lucas-Cranach-Stadt.
Für die Dorfgemeinschaft von Neuses dankte Winfried Lebok dem verdienten Helfer und Mitstreiter in der Dorfgemeinschaft und überreichte eine Dankurkunde. "Wolfgang Stöbel kam vor circa 33 Jahren aus Berlin nach Neuses. Rasch hat er sich im Flößerdorf integriert und sich in verschiedenen Vereinen ehrenamtlich eingebracht", sagte Lebok. Im Dorfmuseum habe Stöbel neben handwerklichen Tätigkeiten vor allem Schreinerarbeiten ausgeführt, um die Inneneinrichtung zu schaffen. Darüber hinaus habe er viel katalogisiert, geordnet, eingeordnet und ausgewertet. Diese Arbeiten blieben der Nachwelt erhalten und gäben wichtige Aufschlüsse über das frühere Dorfleben in Neuses. Somit werde diese ehrenamtliche Tätigkeit wichtige und wertvolle Spuren für die Nachwelt hinterlassen. Und, so fügte Lebok weiter an, "Wolfgang Stöbel hat sogar eigene finanzielle Mittel aufgewendet, um das eine oder andere Regal bauen zu können. Er verlangte nie einen Ausgleich dafür."

Nicht zu bezahlen


Das Motto des Charlottenburgers lautet: "Ehrenamtlich ist ehrenamtlich und deshalb nicht zu bezahlen." Deshalb nahm Stöbel auch nie eine Vergütung an. Mitstreiter Hans Schrepfer schloss sich dem Dank für die langjährige, gute Zusammenarbeit an und informierte, was im Dorfmuseum im Lauf der Jahre geschaffen und aufbewahrt wurde.
Hans Schrepfer: "Wer sich für Orts- und Heimatgeschichte interessiert, findet im kleinen Museum in Neuses ein wahres Kleinod an akribisch-sortierten Dokumenten in Bild, Wort und Gerätschaften. Tausende von Gegenständen und schriftliche Zeugnisse, teils von wissenschaftlichen Akzenten geprägt und mindestens 200 Jahre zurückreichend, sind im Museum in Neuses vorzufinden. Darunter befinden sich auch etliche Unikate die man so im Original nirgendwo mehr sehen kann. Aus dem ehemaligen Spritzenhaus in Neuses wurde ein Kleinod für Historie und Heimatliebhaber", erklärte Hans Schrepfer.