Wallenfels
Bürgerversammlung

Die Neugestaltung des Wallenfelser Marktplatzes genießt absolute Priorität

Die Neugestaltung des Marktplatzes in Wallenfels soll nach dem Abriss von zwei Wohnhäusern vorangebracht werden.
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Der Marktplatz in Wallenfels und sein Umfeld sollen in den kommenden Jahren neu gestaltet werden. Foto: Michael Wunder
Der Marktplatz in Wallenfels und sein Umfeld sollen in den kommenden Jahren neu gestaltet werden. Foto: Michael Wunder

Bürgermeister Jens Korn (CSU) stellte bei der Bürgerversammlung die aktuellen Planungen für die Neugestaltung des Marktplatzes in Wallenfels vor und ging dabei auch auf die Anfragen der Bürger ein. Erstmals hatte es im Vorfeld auch eine schriftliche Anfrage von Bernhard Schlee gegeben.

"Der Marktplatz steht bei unseren Projekten an erster Stelle", sagte Bürgermeister Jens Korn. Er verhehlte aber nicht, dass man nach dem Abriss der beiden Häuser noch ganz am Anfang steht. Anregungen aus der Bevölkerung wie teilweise auch von Bernhard Schlee seien in die Planungen aufgenommen worden. Vor der Umsetzung der Maßnahme werde es aber noch eine Info-Veranstaltung für die Bürger geben, kündigte der Bürgermeister an.

Intensivpflegezentrum geplant

Ein schnelles Handeln sei notwendig gewesen, als eine Hautärztin sich in Wallenfels niederlassen wollte. Man habe mit Unterstützung vieler im Kulturzentrum eine "Übergangslösung" geschaffen. In einem zweiten Schritt gelte es nunmehr, die lange vorhandene Idee aufzugreifen und die ehemalige Schmidt-Bank umzugestalten. Dort könnte dann ein Ärztezentrum entstehen und sich auch ein Hausarzt niederlassen. Geplant sei auch ein Demenz- und Intensivpflegezentrum, das gut zu den innovativen Projekten der Stadt Wallenfels passen würde. Die Stadt habe speziell wegen einer Hausarztpraxis - im Moment gibt es lediglich eine Filialpraxis - eine großangelegte Werbekampagne gestartet.

Schuldenstand leicht gestiegen

Erneuert wurde die Wasserleitung zwischen Schnappenhammer und der Vorderen Schnaid mit Kosten von 570 000 Euro, die über die Verbrauchsgebühren zu finanzieren seien. Schließlich wurde über die Dorferneuerung das Kirchenumfeld in Neuengrün neu gestaltet. Wichtig sei es im dortigen Bereich auch gewesen, zusätzliche Parkmöglichkeiten zu schaffen.

Aufgrund dieser aufwendigen Investitionen sei auch der Schuldenstand der Stadt wieder leicht gestiegen, erklärte der Bürgermeister. Die Stabiliserungshilfen in Höhe von 450 000 Euro seien der Stadtkasse dabei sehr entgegengekommen.

Nachdem der personelle Umbau im Bauhof abgeschlossen ist, stellte Jens Korn den rund 70 Besuchern die neue Mannschaft vor. Er informierte die Bürger auch über die weiterhin rückläufigen Einwohnerzahlen. So habe man in den vergangenen sechs Jahren rund 130 Bürger verloren. Zum Ende des letzten Jahres lebten in Wallenfels und den Stadtteilen insgesamt 2739 Menschen.

In seinem Ausblick nannte der Bürgermeister als weitere Priorität den Ausbau der Gemeindestraßen. Nach dem Wegfall der Straßenausbaubeitragssatzung wolle man künftig alle Jahre einige Straßen in Angriff nehmen. Für nächstes Jahr seien Geuser, die Mittlere Schnaid und Am Fallenholz vorgesehen.

Rudi Zeuß und Michael Stumpf hätten es lieber gesehen, wenn der Höhenweg und der Schlossberg weiter vorne in der Prioritätenliste gestanden hätten.

Mittlerweile hat man für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses auch ein passendes Gelände gefunden. Es soll im hinteren Teil des ehemaligen "Woller-Areals", das "hochwasserfrei" ist, gebaut werden.

Hälfte der Floßfahrten abgesagt

Nicht erfreulich sei gewesen, dass aufgrund des fehlenden Wassers die Hälfte der Floßfahrten abgesagt werden musste. Umso wichtiger sei es, sich um eine weitere Aufstaumöglichkeit zu kümmern. Der Freistaat Bayern habe die Unterstützung für eine Machbarkeitsstudie zugesagt, erklärte der Bürgermeister.

In ehrenamtlicher Regie wurden Teile des Schlossbergs freigelegt und die dortige Kapelle beleuchtet.

In der Fragerunde forderten Bernhard Schlee und Georg Stumpf einen Fußgängerüberweg am Marktplatz. Letztgenannter hätte auch gerne ein barrierefreies Rathaus.

Rosi Hentschel sprach den schlechten Zustand des Priestergrabes und das Pflaster am alten Kindergarten an.



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