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Kronach
Theater

Die Macher der Kronacher Rosenbergfestspiele wollen punkten

Das Programm 2020 für das Kulturhighlight auf der Kronacher Festung Rosenberg steht. Es gibt auch drumherum so einige Neuerungen.
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Die Macher der RosenbergfestspieleMatia Löffler
Die Macher der RosenbergfestspieleMatia Löffler
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Das Kinderstück wird Chefsache, Tribünen sollen mehr Komfort bieten, vieles wird optimiert. Auch in diesem Jahr haben sich die Macher der Rosenbergfestspiele den Kopf zerbrochen, wie sie 2020 Publikum anlocken und weitere Erfolge feiern können. Und obwohl es nach Tourismuschefin Kerstin Löw nicht viel brauche, um "Menschen in eine andere Welt mitzunehmen", müsse man sich doch jedem Jahr neuen Herausforderungen stellen, meinte sie bei der Pressekonferenz im Rathaus.

Die Highlights mal vorne weg. Gespielt werden wieder drei Stücke, die eines gemeinsam haben: "viel Wortwitz und Randfiguren, die man ins Zentrum rückt".

"Cyrano de Bergerac" von Edmond Rostand wird in Szene gesetzt von Stephan Beer. Und auch Woody Allen soll zum Zug kommen mit "Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie" , bei der Anja Dechant-Sundby Regie führt.

"Chefsache" ist in diesem Jahr das Kinderstück "Michel in der Suppenschüssel" von Astrid Lindgren. Hier will Stefan Haufe persönlich die Fäden in die Hand nehmen. "Immer habe ich erklärt, wie wichtig das Kinderstück ist. Jetzt möchte ich mich auch selbst darum kümmern." Und wer Stefan Haufe kennt, der weiß, dass er es dabei nicht belassen wird.

"Die Fechtchoreografien beim Mantel- und Degenstück Cyrano de Bergerac übernehme ich zusätzlich." Große und komödiantische Klassiker, schöne Liebesgeschichten, viel Humor und beeindruckende Kulissen. Das ist das Geschenk, auf das sich die Zuschauer im nächsten Jahr bei den Festspielen freuen dürfen.

Gepuzzelt dagegen werde noch bei der Besetzung der Stücke. Haufe: "Ich sage nur so viel: Es wird bekannte, aber auch neue Gesichter geben," verspricht er grinsend. "Wir verhandeln noch, deshalb muss ich die Öffentlichkeit noch ein bisschen vertrösten."

So ein bisschen die Katze aus dem Sack gelassen dagegen hat Marketingstratege Jörg Gremer, oder der "Mann für alle Fälle", wie ihn Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein bezeichnete. Mehr Komfort solle es nämlich auf dem Festspielgelände geben.

"Der Treppenaufgang zu den Tribünen wird nicht mehr mittig sein, sondern wird nach links und rechts außen verlegt. Daher fallen die ,Randplätze' weg." Kerstin Löw ergänzt: "Deshalb haben wir auch nur noch eine Platzkategorie."

Insgesamt soll es rundum eine "Platzoptimierung" geben, damit man ganz entspannt ein Gläschen Prosecco genießen könne. "Und wir wollen große, neue Schirme anschaffen, damit man vor Regen oder Sonne geschützt ist."

Zu dieser Aufwertung der Festspiele gehöre natürlich auch der barrierefreie Zugang, durch den man ebenerdig aufs Festungsgelände gelangen könne. "Aber natürlich können gehandicapte Personen auch weiterhin direkt an den Eingang fahren."

Die Preise wolle man auch 2020 halten, verspricht Kerstin Löw und Jörg Gremer bedankt sich schon mal vorsorglich bei den Sponsoren. Ein Makeover soll auch der Internetauftritt erhalten. "Wir werden die Seiten der Stadt und der Eigenbetriebe komplett neu aufstellen, und so werden auch die Festspiele ein neues Gesicht bekommen."

"Schmuddelfrei"

Und unter dem Stichwort "neu" fällt ihr auch noch ein, dass man ein neues Publikum ansprechen wolle und zwar mit "Sex, Liebe und Leidenschaft". Schmuddelfrei solle es aber auf jeden Fall bleiben, bekräftigt auch die Regisseurin. Qualität und Niveau wolle man auf keinen Fall aus dem Fokus verlieren.

Gespielt werden soll von Juni bis August und "eine Generalprobe ist öffentlich für die weiterführenden Schulen". Insgesamt zehn Mal wird das Kinderstück zu sehen sein, wobei fünf Aufführungen für die Schulen reserviert seien.

"Wir haben eine total hohe Nachfrage", freut sich Löw darüber. "Die entsprechenden Informationen werden gleichzeitig an alle Schulen rausgehen."

Probestart

Mit einem Pfiff aus der Trillerpfeife eröffnete probehalber das Stadtoberhaupt die Festspiele. Beiergrößlein hofft, dass man in Kronach das Kulturangebot an- und wahrnehmen möge. Er hoffe, dass man ihn auch im nächsten Jahr noch einladen werde. Spontan sicherte ihm Kerstin Löw einen Ehrenplatz zu.

Tickets

Vorverkauf Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag. Tickets sind in der Tourist-Information Kronach, Marktplatz 5 erhältlich: Tel. 09261/97236 und bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen oder direkt auf www.rosenbergfestspiele.de. Die Karten kosten pro Person 22 Euro (ermäßigt 15 Euro), Gruppenangebot: ab zwölf bis 19 Personen 18 Euro (ermäßigt zwölf Euro). Ab 20 Personen 16,50 Euro (ermäßigt elf Euro). Für das Kinderstück: zwölf Euro pro Person (ermäßigt neun Euro) und die Familienkarte für das Kinderstück: 38 Euro (nur gültig für zwei Erwachsene und zwei Kinder).

Premiere für das Kinderstück "Michel in der Suppenschüssel" ist am Sonntag, 7. Juni, um 16 Uhr. Die Galapremiere "Cyrano de Bergerac" findet am Mittwoch, 17. Juni, um 20 Uhr statt. "Eine Mitternachts-Sex-Komödie" hat Premiere am Mittwoch, 15. Juli, um 20 Uhr.

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