Marktrodach
Bausubstanz

Die historische Einfahrt der alten Postscheune in Unterrodach soll erhalten bleiben

Die alte Postscheune in Unterrodach war Thema im Gemeinderat Marktrodach. Die Fläche soll für Parkplätze genutzt, die Scheuneneinfahrt erhalten werden.
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Dieser Teil der alten Postscheune in Unterrodach soll erhalten bleiben, dahinter sollen Parkplätze entstehen. Foto: Gemeinde Marktrodach
Dieser Teil der alten Postscheune in Unterrodach soll erhalten bleiben, dahinter sollen Parkplätze entstehen. Foto: Gemeinde Marktrodach

Bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend bildeten bevorstehende Baumaßnahmen den Schwerpunkt. Zum einen ging es um die alte Postscheune in Unterrodach. Ein Teil des Anwesens in der Hauptstraße 39 war vor knapp vier Jahren eingestürzt. Der Eigentümerin war es nicht möglich, das Anwesen zu räumen oder gar wieder aufzubauen.

Wie Bürgermeister Norbert Gräbner (parteilos) erläuterte, habe er deshalb Kontakt mit der Besitzerin aufgenommen, die aufgrund sicherheitsrechtlicher Zwangsmaßnahmen einem Verkauf des Grundstücks zugestimmt habe. Die Gemeinde müsse nun bis Ende des Jahres das Grundstück räumen.

Mittlerweile sei das Areal auch durch Mitarbeiter der Regierung von Oberfranken im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts begutachtet worden. Man kam überein, die Fläche für Parkplätze zu nutzen. Dabei soll aber die historische Scheuneneinfahrt erhalten bleiben. Der sich hinter der Fläche befindliche Hang könnte durch eine Stützmauer gesichert werden.

Die Gemeindeverwaltung wurde nun einstimmig beauftragt, einen Zuwendungsantrag mit Räumung des Grundstücks zu beantragen. Danach ist das Grundstück erneut zu begutachten. Denn erst nach der Räumung können letztlich Details wie etwa, welcher Platz für eine Hangabsicherung benötigt wird, geklärt werden.

Zwei Arztpraxen denkbar

Ein weiteres Projekt ist die Nutzungsänderung des Anwesens in der Kulmbacher Straße 5 in Oberrodach. Der Bürgermeister wies auf die Machbarkeitsstudie hin, die Nutzungsmöglichkeiten für das ortsbildprägende Gebäude aufzeigt. Man denkt nun daran, zwei Praxen mit Aufzug einzurichten. Die Kostenschätzung liegt bei 1,2 Millionen Euro. Im Rahmen der Förderoffensive Nordbayern kann die Gemeinde nach einer Förderzusage auf hohe Zuschüsse hoffen. Gräbner erklärte, dass zwar die örtlichen Mediziner keinen Raumbedarf hätten. Aber nach einem Gespräch mit der Kassenärztlichen Vereinigung habe sich ergeben, dass die Räume auch als Filialpraxis, Kinder- beziehungsweise Facharztpraxis genutzt werden könnten. Es seien auch Gespräche mit Jungmedizinern geführt worden, die diesem Projekt positiv gegenüberstehen.

Investor gefunden

Grünes Licht gab es für die Firma Dileo Projektentwicklung GmbH, die auf dem Gelände der ehemaligen Schule in Oberrodach ein Mehrfamilienhaus bauen möchte. Der Projektleiter Klaus Uwira sprach von 13 barrierearmen Wohnungen, 16 Carports und zehn weiteren Stellplätzen, die auf dem rund 2500 Quadratmeter großen Grundstück entstehen sollen. Ein Teil der Wohnanlage soll auch unterkellert werden. "Ich bin froh, dass für hier ein Investor gefunden wurde!", sagte Gräbner.

Einstimmig wurde auch die Ausweisung eines Gewerbegebietes in Großvichtach, in unmittelbarer Nähe der Firma Delfingen, befürwortet. Konkret handelt es sich um die Firma Patrick und Stefan Mai, die auf diesem Gelände ein Betriebsgebäude errichten will.

607 000 Euro will die Gemeinde in den nächsten Monaten in den Ausbau der Breitbandverkabelung investieren und dabei das neue Förderprogramm für Schulen und Höfe nutzen. Die letzten weißen Flecken wie Erlabrück, Zeyern (ein Haus in Richtung Rosslach und die Wöhrleinsschneidmühle), der Wasserhochbehälter Unterrodach, der Kreuzberg und die Wichen/Ebersmühle sollen mit Glasfaseranschlüssen erschlossen werden. In Großvichtach soll Glasfaser in einem Verteilerkasten am Ortseingang verlegt werden. Von dort aus erfolgt die Versorgung über Kupferkabel. Damit käme der gesamte Ortsteil auf Bandbreiten zwischen 50 und 100 MBits.

Hubert Bähr (ÜWG/FW) sprach Beschwerden aus Zeyern an: Dort sorge neben dem Hundekot auch Pferdekot für Ärger.

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