Wilhelmsthal
Konsolidierung

Die Gemeinde Wilhelmsthal kommt auch in diesem Jahr ohne einen Kredit aus

Der Gemeinderat Wilhemsthal verabschiedete den Haushalt für das laufende Jahr. Der Schuldenstand sinkt.
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Die Gemeinde Wilhelmsthal kommt auch in diesem Jahr ohne Kreditaufnahme aus und wird ihre Schulden reduzieren. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
Die Gemeinde Wilhelmsthal kommt auch in diesem Jahr ohne Kreditaufnahme aus und wird ihre Schulden reduzieren. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa

Geschäftsführer Mario Kotschenreuther zeigte sich stolz darauf, dass man dem Gemeinderat ein Zahlenwerk ohne Kreditaufnahme vorlegen konnte: "Es zeigt, dass wir die Haushaltskonsolidierung ernstnehmen." Er verwies darauf, dass man die Kreditermächtigung in den letzten vier Jahren nicht in Anspruch genommen habe. Dies sei aber nur dank der Stabilisierungshilfen, einer 90-prozentigen Förderung und einer sehr guten Konjunktur möglich gewesen. Trotzdem sei es keine leichte Aufgabenstellung, einen 4,8 Millionen Euro umfassenden Vermögenshaushalt ohne Kreditaufnahmen zu gestalten. Der Verwaltungshaushalt umfasse rund 5,8 Millionen Euro, womit die Gemeinde insgesamt wieder über beträchtliche zehn Millionen Euro komme.

Partizipiert habe man von der Rekordgewerbesteuereinnahme im vergangenen Jahr. Im laufenden Jahr werde sich dies aber schon wieder ändern. Bei den Einkommensteueranteilen und den Schlüsselzuweisungen rechne man jeweils mit einer leichten Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Als Hauptausgabe nannte der Geschäftsleiter die Kreisumlage, die um rund 200 000 Euro auf 1,3 Millionen Euro steige. Rund eine halbe Million flössen als Betriebskostenzuschüsse an die Kindergärten. Die Umlage für den Schulverband Kronach sei mit 173 000 Euro veranschlagt. Für die Abwasserentsorgung rechne man mit Kosten von 434 000 Euro, für den Winterdienst mit rund 150 000 Euro.

Zinszahlungen sind rückläufig

Als sehr erfreulich bezeichnete Kotschenreuther die Entwicklung der Kreditzinsen, die nur noch mit 111 000 Euro zu Buche schlügen. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt betrage 924 000 Euro und sei etwa dreimal so hoch wie die Mindestzuführung von 310 000 Euro. Der Schuldenstand habe zum Ende des vergangenen Jahres knapp über drei Millionen Euro betragen, zum Jahresende liege er bei 2,7 Millionen Euro.

Der Vermögenshaushalt sehe Ausgaben von 45 000 Euro für das Rathaus, 64 500 Euro für die Feuerwehren und insgesamt 620 000 Euro für die Grundschule Wilhemsthal und die alte Schule Steinberg vor. An kassenwirksamen Beträgen stünden bei der Abrechnung der Grieser Straße noch Einnahmen von 274 000 Euro aus. Für die Abrechnung der Gemeindeverbindungsstraße Hesselbach - Wilhemsthal stünden noch Fördermittel aus.

1,5 Millionen für Hallensanierung

Ein großer Betrag, rund 1,5 Millionen Euro, komme im laufenden Haushaltsjahr durch die Generalsanierung der Turnhalle in Wilhemsthal auf die Gemeinde zu. Der Geschäftsführer betonte, dass man sich bei den Maßnahmen ausschließlich im Pflichtaufgabenbereich befinde.

Der Haushalt wurde wie der Finanzplan einstimmig vom Gemeinderat beschlossen.

Vor der Haushaltsvorstellung hatte Kotschenreuther das Ergebnis der Jahresrechnung 2018 mit einem Gesamtergebnis von 10,5 Millionen Euro mitgeteilt.

Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) informierte über das Mobilfunk-Förderprogramm, das bei einer Infoveranstaltung bei der Regierung von Oberfranken vorgestellt worden war. Ein Antrag sei bereits gestellt, das bayerische Wirtschaftsministerium habe auch bestätigt, dass es im Gemeindegebiet Wilhelmsthal unversorgte Flächen gebe und eine Förderung grundsätzlich möglich wäre. Noch im ersten halben Jahr rechne man mit einer Info, ob die Mobilfunkbetreiber im dortigen Bereich einen eigenwirtschaftlichen Ausbau planen. Sollte dies nicht vorgesehen sein, könne die Gemeinde einen Förderantrag stellen und mit einer 90-prozentigen Förderung rechnen.



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