Kronach
Tourismus

Die Festung Rosenberg blieb ein Magnet

Baumaßnahmen erschwerten im vergangenen Jahr den Zugang. Dennoch wurden dank der attraktiven Veranstaltungen und Angebote 88 700 Besucher gezählt.
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Ein Highlight 2018 auf der Festung Rosenberg war "Kronach leuchtet". Mit seinen vielen Lichtpunkten auf der Festung zog das Festival über 20 000 Besucher an. Falk Bätz
Ein Highlight 2018 auf der Festung Rosenberg war "Kronach leuchtet". Mit seinen vielen Lichtpunkten auf der Festung zog das Festival über 20 000 Besucher an. Falk Bätz

Trotz großer Einschränkungen durch verschiedene Baustellen zeigt sich die Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebes der Stadt Kronach, Kerstin Löw, zufrieden mit den Besucherzahlen auf der Festung Rosenberg und spricht von einem guten betriebswirtschaftlichen Ergebnis im Halbjahresbericht 2018. Die Baumaßnahmen in und um die Festung hätten teils logistische Herausforderungen an die verkürzte Saison bis August gestellt. Dennoch wurden Ausstellungen von großer Bedeutung und Anziehungskraft durchgeführt.

Dass es nicht zu dem befürchteten Einbruch an Besucherzahlen kam, lag an den tollen Angeboten, die auf der Festung präsentiert wurden. Nicht nur Ausstellungen, sondern auch die Rosenbergfestspiele (16 740 Besucher), "Festung rockt" und nicht zuletzt "Kronach leuchtet" mit vielen Lichtpunkten im Festungsbereich sowie die Rosen- und Gartenmesse sorgten für Belebung auf der Festung Rosenberg. allgemeine Führungen, Sonderführungen, Kinderführungen, Erlebnisführungen, museumspädagogische Angebote, Vermietungen und mehr führten zu einem Ertrag von über 180 000 Euro.

Den Stadträten des Tourismus-, Stadtmarketing- und Sozialausschusses der Stadt Kronach konnte Löw in der Sitzung am Montag aber auch mit Freude mitteilen, dass sowohl das Jufa-Hotel als auch das neue Zeughaus fertiggestellt sind und ihre Pforten wieder geöffnet haben. Als Fazit präsentierte Löw die Festungsbesucherzahlen: Tagesgäste 29 400, Festspiele 16 700, "Kronach leuchtet" circa 20 000. Insgesamt 88 700 Festungsgäste nennt der Bericht. Mit der Auszeichnung "Genussort Kronach" habe man eine weitere starke authentische Marke unter wenigen Orten in Bayern erreicht.

So gab es von allen Seiten viel Lob für die umfangreichen Ausstellungen und das abwechslungsreiche Rahmenprogramm auf der Festung Rosenberg, deren Zufahrt und Erreichbarkeit führten jedoch zu lebhafter Diskussion.

Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein dankte TVB- Leiterin Kerstin Löw, die mit ihrem Team hervorragende Arbeit leiste. Die Stadt hoffe nun, für ihre hohen Investitionen an der Festung belohnt zu werden. Jonas Geissler (CSU) fragte nach dem Stand hinsichtlich des barrierefreien Zugangs. Dieser soll im Frühjahr 2020 so weit fertig sein, antwortete Löw. Dies werde eine deutliche Verbesserung sein, allerdings mache dem TVB weiterhin das Nadelöhr Strauer Torweg sorgen.

Lebok hält an Seilbahn fest

Winfried Lebok (CSU) regte einmal mehr an, über eine Seilbahn zur Festung nachzudenken. Dies unterstützte besonders Jens Schick (FW). Die Frage nach einer geeigneten Anfahrt stehe ganz oben, betonte er. Eine Seilbahn hört sich seiner Meinung nach etwas verrückt an, aber warum nicht? "Wir müssen alternative Zugangsmöglichkeiten schaffen und uns dazu auf den Weg machen."

Martina Zwosta (FL) regte an den Naturpark Frankenwald sowie mehr Kinder- und Familienangebote einzubeziehen, dazu gehöre auch der Ausbau eines geeigneten Campingplatzes. Marina Schmitt (SPD) fand den Halbjahresbericht zwar in Ordnung, will aber den Jahresbericht und die weitere Entwicklung abwarten. Grundsätzlich gab sie Winfried Lebok recht - es müsse mit der Verkehrsanbindung etwas geschehen, ob dies eine Seilbahn sein müsse, sei dahin gestellt. Kerstin Löw wies deutlich darauf hin, dass der TVB schon längere Zeit ein Verkehrskonzept fordert. "Wir müssen die Obere Stadt in unsere Überlegungen mit einbeziehen." Ihrer Meinung nach ist es nicht richtig, die Besucher und Gäste nur zur Festung und wieder zurück zu bringen. Die schöne Altstadt und die Gastronomie müssten einbezogen werden.

Heinz Hausmann (CSU) sah in Busreisen eine große Chance. Eine Seilbahn würde die Leute aber von der Stadt fernhalten. Die Leute müssen durch die Stadt und neben der Festung Rosenberg auch in der Stadt Einkehrmöglichkeiten haben.

Aus dem Tourismusausschuss

Marketing Über digitales Marketing und deren Möglichkeiten und Chancen für die Stadt Kronach informierte im Tourismusausschuss Philipp Kober. Dabei seien besonders Portale in sozialen Medien wichtig.

Zeughaussaal Nach längerer Diskussion kam es zum einstimmigen Beschluss über die Gebühren für die Anmietung des Neuen Zeughaussaales. Es wurden folgende Pauschalen in die Gebührenordnung aufgenommen: Saal komplett mit Küchennutzung, Geschirr, Energie und Reinigung 500 Euro; Saal komplett mit Nutzung Geschirr und Gläser 300 Euro; Küchennutzung gesamt bei Seminarbetrieb 250 Euro. In der Oktobersitzung will man über die damit gemachten Erfahrungen neu beraten.

Wandermarathon Mit großen Erwartungen blicken die Räte dem Wanderhighlight "Frankenwald-Wandermarathon" entgegen. Das werde zwar eine große logistische Herausforderung, der Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb werde sich dieser aber stellen. So wurde beschlossen, dass der TVB der Stadt Kronach Ausrichter des "Frankenwald-Wandermarathons 2020" wird. Die Kostenbeteiligung wurde auf maximal 5000 Euro festgesetzt. Markus Franz, Geschäftsführer vom Frankenwald Tourismus Service Center Kronach ist sich als Veranstalter sicher, dass mit 600 bis 650 Wandergästen gerechnet werden kann. Dabei zeige die Erfahrung der acht vorausgegangenen "Frankenwald-Wandermarathons", dass über die Hälfte der Gäste nicht aus der näheren Region kommen, so dass mit Übernachtungen in der Stadt Kronach gerechnet werden könne.

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