Kronach
Tanz

Die Fantasie als Theater

Die Ballettschule von Karin Neubauer bringt "Die unendliche Geschichte" auf die Bühne. Gestern war Premiere.
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Karin Neubauer bringt in den nächsten beiden Wochen mit ihren Ballettschülerinnen "Die unendliche Geschichte" auf die Bühne des Kreiskulturraums.
Karin Neubauer bringt in den nächsten beiden Wochen mit ihren Ballettschülerinnen "Die unendliche Geschichte" auf die Bühne des Kreiskulturraums.
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Die Magie eines Buches auf die Bühne zu bringen, ist unmöglich. Ein kleiner Zauber schon wahrscheinlicher. Umso mehr, wenn es sich um Michael Endes "Die Unendliche Geschichte" handelt. Eine Erzählung von Freundschaft, Fantasie, Fabelwesen und nicht zuletzt vom Wert des Lebens.

Noch bevor sich die ersten Schatten tanzend nach Fantasien aufmachen, ertönt die Stimme der Ballettlehrerin Karin Neubauer aus dem Off: "Es ist eine Geschichte über das, was wir in uns selbst finden, was uns bewegt: Ängste, Hoffnungen, Träume und Wünsche." All das findet der Menschenjunge Bastian Balthasar Bux eines Tages in einem Buch des Antiquars Karl Konrad Koreander. Er stiehlt "Die Unendliche Geschichte" und macht sich auf zu einer Reise in das Land der kindlichen Kaiserin, Phantasien. Das Nichts ist bereits dort.
Mit ihren rund 200 Schülerinnen hat Neubauer zwei Jahre an dem Stück gearbeitet.
Das erste Wochenende stehen die Kinder der Ballettschule in Kronach und das darauf in Pressig auf der Bühne.

Auftritt der Vier- bis Fünfjährigen: Als Irrlichter machen sie sich auf den Weg, die kindliche Kaiserin vor dem Nichts zu warnen. Es sind die kleinsten, denen der größte Szenenapplaus zuteil wird.
Der lange Weg zum Elfenbeinturm ist mal laut, mal leise, manchmal rockig, oft modern, nie klassisch.Dann steht sie da, die kindliche Kaiserin, die Verkörperung der Fantasie. Ihr Land Phantasien ist beinahe im Nichts verschwunden, als Bastian schließlich den Namen der kindlichen Kaiserin ausspricht: "Mondenkind". Phantasien kehrt zurück.
Und das ist das Gute an der Fantasie. Keiner hat sie je gesehen. Jeder kann sich also sein eigenes Bild machen.

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