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Burggrub
Bauarbeiten

Die Bundesstraße 89 wird deutlich breiter

Zwischen Haßlach bei Kronach und Burggrub wird die Bundesstraße 89 ausgebaut. Das kostet über 700.000 Euro. Damit soll dazu beigetragen werden, dass weniger Unfälle passieren.
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Insgesamt 3000 Kubikmeter Erdreich und Frostschutz mussten ausgebaggert und weggefahren werden. Das Bild zeigt bei einer Lagebesprechung (von links): Bauleiter Oliver Rühr, Bauaufseher Matthias Daum und Servicestellenleiter Jürgen Woll vom Staatlichen Bauamt sowie Polier Bernd Hölzer.  Foto: Barbara Herbst
Insgesamt 3000 Kubikmeter Erdreich und Frostschutz mussten ausgebaggert und weggefahren werden. Das Bild zeigt bei einer Lagebesprechung (von links): Bauleiter Oliver Rühr, Bauaufseher Matthias Daum und Servicestellenleiter Jürgen Woll vom Staatlichen Bauamt sowie Polier Bernd Hölzer. Foto: Barbara Herbst
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Auf der Bundesstraße 89 zwischen Haßlach und Burggrub soll es in Zukunft nicht mehr so oft krachen. Deshalb wird die viel befahrene Straße verbreitert und entschärft.

"In den vergangenen Jahren hatten wir eine Unfallhäufungslinie zwischen den Abzweigungen nach Haig und nach Burggrub", begründet Jürgen Woll, Leiter der Servicestelle Kronach des Staatlichen Bauamts Bamberg, die aufwendige Baumaßnahme. Von einer Unfallhäufungslinie - zu unterscheiden von einem Unfallschwerpunkt - spreche man, wenn sich innerhalb von drei Jahren mehr als drei Unfälle mit schweren Personenschäden auf einer Länge von mehr als 100 Metern ereignen. Genau das sei auf dem bislang noch nicht ausgebauten Straßenstück der B 89 der Fall gewesen.



Vollausbau auf 470 Metern Länge
Auf 470 Metern Länge sei nun ein Vollausbau vorgesehen.
Eine neue Linienführung und eine Verbreiterung seien die Folge. Die Bundesstraße werde von sechs auf siebeneinhalb Meter verbreitert. "Außerdem wird auf der Kurveninnenseite ein verbessertes Sichtfeld geschaffen. Die bisherige Rechtskurve war stark gekrümmt und von der Trassierung leicht eckig", sieht Jürgen Woll eine Ursache für die Unfallhäufigkeit in diesem Abschnitt. "Von der Geraden ging das direkt in die Bögen. Da musste man das Lenkrad abrupt rüberziehen", beschreibt Jürgen Woll die Situation, die bald der Vergangenheit angehört. Die Linienführung sei künftig mit Übergangsbögen fließend ausgebildet.

Was sich so anschaulich liest, ist für die Männer vom Bau mit einem Riesenaufwand verbunden. Die nördliche Hälfte der Bundesstraße wurde abgesägt, der nicht tragfähige Untergrund bis in Frosttiefe ausgebaggert. Dabei mussten die Lasterfahrer umständlich manövrieren. Teilweise mehrere Hundert Meter hatten sie auf dem Neubauabschnitt rückwärts bis zum Bagger zu rangieren, um beladen zu werden. Und es konnte immer nur ein Laster fahren. Der Baggerführer musste warten, bis der beladene Laster weg und der nächste leere Laster rückwärts an seine Maschine gerollt war. Das hat - besonders bei der nassen Witterung - zu tiefen Fahrspuren geführt. Teilweise sackten die schweren Sattelauflieger bis zu den Achsen ein. Immer wieder musste der Bagger anrücken und die Reifenspuren auffüllen. Insgesamt etwa 3000 Kubikmeter Material wurden weggeschafft.
In dieser Woche folgt die Tragfähigkeitsprüfung. Stellt sich der Untergrund als tragfähig genug heraus, wird Schotter eingebracht. Schließlich kommen die Asphalt-Tragschicht und die Deckschicht drauf.


Dann kommt der zweite Teil
Während der Bauphase wird der Verkehr mit Ampelregelung wechselseitig über das verbliebene schmale Stück der Bundesstraße geführt. Das ist nur wenig breiter als die Brummis, die drauf fahren. Aber deren Lenker sind so versiert, dass sie mit hohem Tempo über den schmalen Grat brettern. Wenn die Verbreiterung der Bundesstraße abgeschlossen ist, sind die Arbeiten aber noch nicht zu Ende. Dann wird die Deckschicht zwischen der Abzweigung nach Haig und der Ampel bei Haßlach auf einer Länge von 500 Metern saniert. "Das wird erst anschließend gemacht, damit die Beeinträchtigung des Verkehrs nicht zu groß wird", sagt Bauleiter Oliver Rühr von der Servicestelle Kronach.
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