Gundelsdorf
Vespatreffen

Die "Bienen" tuckern nach Kronach

Zahlreiche Roller und dreirädrige Apes des Herstellers Piaggio werden zum ersten Vespa-Treffen am 25. August im Stadtteil Gundelsdorf erwartet.
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Steffen Förtsch aus Neukenroth pflegt und hegt mit Leidenschaft gleich zwei Apes (übersetzt: Bienen). "Tuck-Tucks" nennt er seine kleinen dreirädrigen Nutzfahrzeuge. K.- H. Hofmann
Steffen Förtsch aus Neukenroth pflegt und hegt mit Leidenschaft gleich zwei Apes (übersetzt: Bienen). "Tuck-Tucks" nennt er seine kleinen dreirädrigen Nutzfahrzeuge. K.- H. Hofmann
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Beim ersten Vespatreffen im Landkreis Kronach werden sich nicht nur Vespafreunde die Hand reichen, sondern auch Fans der kleinsten motorisierten Nutzfahrzeuge der Welt: "Ape"-Fans werden sich dem Treffen anschließen. Nach dem Motto "Wenn die Biene (Ape) tuck-tuck macht, wird die Wespe (Vespa) summen" sind natürlich auch Interessierte eingeladen, die kleinen Stars zu bestaunen.

Am Sonntag, 25. August, kommt es im Landkreis Kronach erstmals zu diesem nostalgisch anmutenden Treffen der niedlichen Piaggios und ihrer leidenschaftlichen Fans. Ab 10 Uhr soll auf dem Hof der Firma Natursteine Karg das reizvolle Treffen mit Weißwurstfrühstück beginnen. Man wird sich so einiges zu erzählen haben. Zur Stärkung gibt es einige kulinarische Köstlichkeiten.

Die Idee zum Treffen kam von der Vespa Gruppe im Landkreis Kronach. Warum nicht auch im Frankenwald ein solches Vespatreffen arrangieren? Das war ihr Anliegen, und es ist ein Glücksfall, dass Markus Kestel, ebenfalls Vespaliebhaber, der Schwiegersohn von Robert Karg ist. Dieser ist Inhaber der Firma Natursteine Karg und hat ein großes Grundstück am Nordkreisel in Gundelsdorf an der B 85 gelegen. Parkplätze für Pkw der Besucher und Interessierte des Treffens stellt die Firma Scholz Kunststofftechnik als Nachbar zur Verfügung.

Auf dem Grundstück befindet sich auch "Jessis Bistro, Bar, Café", deren Inhaberin Melissa Karg ebenfalls vom Vespa-Virus infiziert ist. Es bietet sich ein Rundgang an, um die sehenswerten zweirädrigen Roller und die dreirädrigen Nutzfahrzeuge zu bestaunen. Deren Besitzer sind leidenschaftliche Tüftler und Techniker und zeigen Kreativität bei der Gestaltung ihrer kleinen Lieblinge. So sind fast ausschließlich Unikate zu sehen. Dafür sorgen neben den Vespafreunden auch die Ape-Fans.

Es gibt eine Gruppe aus mehr als 30 Vespa-Fans. Ebenso viele Ape-Besitzer dürfte es im Landkreis Kronach geben, so zumindest die Einschätzung von Steffen Förtsch. Der 42-jährige Neukenrother ist von Beruf Industriemeister.

Im Jahr 2009, also vor genau zehn Jahren hat er seine Leidenschaft für die kleinen Dreirad-Laster entdeckt. 2009 hat er sich eine neue blaue Ape, seine "Tuck-Tuck", wie er sie liebevoll nennt, angeschafft. Der Motor mit 50 Kubikzentimetern Hubraum leistet 2,6 PS und bringt es auf die Höchstgeschwindigkeit von 38 km/h. Aber darauf kommt es nicht an, sagt Steffen Förtsch und lacht dabei.

Als richtige Enthusiasten würden Vespa- und Ape-Fahrer sowohl bei den zweirädrigen Rollern wie auch bei den dreirädrigen Nutzfahrzeugen auf Kompaktheit, Handlichkeit, Sparsamkeit und Robustheit ihrer kleinen Italiener schwören, fügt Förtsch hinzu.

Ersatzteile kein Problem

Inzwischen fährt er auch noch eine grüne Ape, Baujahr 1990 die der gelernte Industriemeister sukzessive wieder einsatzfähig macht. Der Zubehör- und Ersatzteilmarkt ist riesig, betont er. Bei allen Fahrzeugbesitzern herrscht schon Vorfreude und es scheint ein richtiger Vespa-Virus ausgebrochen zu sein, wenn man man die leidenschaftlichen Liebhaber der kleinen Wespen beobachtet - die Bienen- bzw. Ape-Fans stehen ihnen in nichts nach.

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