Küps
Bürgerversammlung

Die Bauplätze in Küps reichen nicht aus

Bürgermeister Bernd Rebhan sprach von einer regen Nachfrage, legt aber auch Wert darauf, Baulücken zu schließen.
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In Küps wurden in den letzten Jahren einige Baugebiete ausgewiesen, wie hier im "Melm II" (Stand 2018). Dennoch reichen die Bauplätze nicht aus. Dem Bürgermeister geht es nun darum, auch Baulücken innerorts zu schließen, beziehungsweise zu verhindern.  Foto: Veronika Schadeck
In Küps wurden in den letzten Jahren einige Baugebiete ausgewiesen, wie hier im "Melm II" (Stand 2018). Dennoch reichen die Bauplätze nicht aus. Dem Bürgermeister geht es nun darum, auch Baulücken innerorts zu schließen, beziehungsweise zu verhindern. Foto: Veronika Schadeck

Es mussten zusätzliche Stühle in die Turnhalle gebracht werden, so groß war die Resonanz der Bürgerversammlung, die am Donnerstagabend in der Schule stattfand. Während die Ausführungen des Bürgermeisters Bernd Rebhan (CSU) recht umfangreich waren, hielten sich die Beiträge der Bürger sehr in Grenzen.

Bernd Rebhan berichtete über den aktuellen Sachstand aus der zweitgrößten Gemeinde des Landkreises Kronach. Dabei wurde deutlich, dass es eine Herausforderung für die Gemeinde ist, die Nachfrage nach Bauland zu decken, den Wünschen von Bauwilligen gerecht zu werden und dabei auch innerörtliche Leerstände zu beseitigen beziehungsweise Baulücken zu schließen. Rebhan sprach von einer regen Baunachfrage. Derzeit würden mit dem "Lohäcker" in Burkersdorf 15 und mit dem Zettlitzweg/Melanger vier Bauparzellen geschaffen. Die Gemeinde könnte mehr Bauplätze verkaufen, als sie hat. Man sei gewillt, den Bauinteressenten auch Flächen anzubieten, aber nicht immer sollten diese auf der grünen Wiese sein. "Wir müssen uns da ganz vorsichtig zurückhalten - denn wir müssen auch auf die Kernorte aufpassen."

Bei der Ausweisung von Gewerbegebieten seien der Gemeinde aufgrund der Planungen der Straßen B 173 und B 303 ein Stück weit die Hände gebunden, meinte der Bürgermeister. "Wir wissen nicht, wie es weitergeht!" Er ging kurz auf die beiden kleineren Gewerbegebiete in Schmölz ein.

"Riesenprojekte"

Fest steht für Rebhan, die Planungen für den Hochwasserschutz für Johannisthal und Au weiterzuführen: "Wir müssen da vorwärtskommen, unabhängig wie es mit der B 173 weitergeht."

Riesenprojekte für die Küpser sind die Sanierung der Grundschule sowie der Neubau der Mittelschule und der Turnhalle. Rund 12,8 Millionen Euro wird der Markt hierfür investieren, die Einweihung ist für das Jahr 2022 geplant. Und auch bei der Errichtung eines neuen Kindergartens mit Kindergrippe in der Kerngemeinde ist die Marktgemeinde mit 880 000 Euro dabei.

Rebhan berichtete weiter über das zweite Förderverfahren im Breitbandausbau. Es werde dort gefördert, wo noch keine 30 Mbit erreicht werden.

Als einen Segen bezeichnete Rebhan die Förderoffensive Nordostbayern. Elf Projekte seien angemeldet worden. Für zwei Millionen konnte die Gemeinde bisher leerstehende Gebäude abreißen, beziehungsweise einer Nutzung zuführen.

Des Weiteren ließ er die Anwesenden wissen, dass die Gemeinde bei der Sanierung von Kreisstraßen durch den Landkreis mit im Boot sei. Im Zuge dieser Baumaßnahmen würden Leitungen für Wasser und Kanal mitverlegt sowie Gehwege geschaffen beziehungsweise saniert. Als Bauprojekte nannte er die Sanierung der KC 22/Ortsdurchfahrt Burkersdorf im nächsten Jahr, die Sanierung der KC 13 in Au (2021), der KC 22/Ortsdurchfahrt Küps (2022), die Sanierung der Rodbachbrücke (2023) und die Errichtung einer Querungshilfe in Küps/Baugebiet Röthen (2020).

Außerdem ging Rebhan auf das Küpser Entwicklungskonzept ein, bei dem eine rege Bürgerbeteiligung zu verzeichnen sei. Hier gehe es darum, die Gemeinde für die nächsten zehn Jahre voranzubringen.

Tempo-30-Zone im Lauschaweg

Beim Denkmalkonzept ist der Bürgermeister guter Hoffnung, dass es nun gelinge, das Gebäude Marktplatz 6 wieder mit Leben zu erfüllen. Zudem begrüßte er das Vorhaben, einen Förderverein Kultur ins Leben zu rufen. Dieser könnte das neue Museum, das im Oberen Schloss mit integriert werden soll, unterstützen.

Letztlich ging er auf die Bürgerstiftung der Gemeinde ein. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang der Familie von Künsberg. Diese hatte beim Heimgang von Manfred Freiherr von Künsberg statt um Blumen und Kränze um Spenden für die Bürgerstiftung Markt Küps gebeten. Es sei ein stattlicher Betrag zusammengekommen, sagte Rebhan.

Bei den zwei Wortmeldungen aus der Bürgerschaft ging es um "unschöne Hinterlassenschaften" von Besuchern auf dem Spielplatz im "Melm II" und um die Einführung einer Tempo-30-Zone im Lauschaweg. Dazu erklärte der Bürgermeister, dass sich der Bauhof um den Spielplatz kümmern werde. Auch werde eine Tempo 30-Zone im Lauschaweg eingerichtet.

Während der Sitzung wurden auch Zahlen genannt. So sprach der Bürgermeister von 28 Sitzungen mit 356 Einzelbeschlüssen seit dem Jahr 2017. Dabei seien 303 Beschlüsse einstimmig gefasst worden. Die Zahl der Einwohner stieg seit Oktober 2015 um 160 auf 7585. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze beträgt 1658.

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