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Mitwitz
Kommunalwahl

Der Werkzeugkoffer ist gefüllt

Oliver Plewa will Bürgermeister in Mitwitz werden. Der 33 Jahre alte Kandidat der CSU hat kommunale Erfahrung als Projektleiter in Teuschnitz gesammelt.
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Oliver Plewa will Bürgermeister von Mitwitz werden. Veronika Schadeck
Oliver Plewa will Bürgermeister von Mitwitz werden. Veronika Schadeck

"Man kann so unglaublich viel bewegen!", schwärmt Oliver Plewa vom für ihn schönsten Job überhaupt. Der Mitwitzer ist einer von drei Kandidaten, die den dienstältesten Bürgermeister im Landkreis, Hans-Peter Laschka, ins Amt nachfolgen möchten.

Bereits in den letzten Monaten hat Oliver Plewa viele Bürger in Mitwitz mit seinen Ortsteilen besucht. Diese Erfahrungen möchte er nicht missen. Meistens sei man in einer lockeren Runde schnell ins Gespräch gekommen. "Die Leute reden in der kleinen Runde mehr über ihre Wünsche und Anliegen als in großen Versammlungen", schildert er seine Erfahrung.

Bei seinen Besuchen habe sich herausgestellt, dass in Mitwitz die Schaffung von bedarfsgerechten Wohnräumen und Betreuungskonzepten für Senioren Riesenthemen sind.

Oliver Plewa hat sich viele Gedanken über verschiedene Projekte gemacht, die er schnell fertigstellen möchte. Da ist beispielsweise das "Martelhaus". Weiterhin spricht er vom südwestlichen Mitwitzer Ortseingang, der endlich in einem neuen Bild erscheinen müsse. Zusätzlich sind eine Kinderkrippe und ein Kinderhort für die Grundschule auf den Weg gebracht, die jetzt umgesetzt werden müssten. Seine Maxime ist: "Innen vor außen." Das heißt nichts anderes, als lieber die vorhandene Infrastruktur anzupassen und bestehende Gebäude zu entwickeln, als immer neue Gebiete zu erschließen.

Oliver Plewa weiß, wovon er spricht, denn seit 2014 arbeitet er in Teuschnitz als Projektleiter für das Stadtentwicklungsprojekt "Arnikastadt Teuschnitz". Dort habe sich in jüngster Zeit mit der Etablierung der Arnikaakademie, des Kräuterschau- und Lehrgartens, und aktuell mit der Umsetzung des Projektes "Schwarzes Kreuz" sehr vieles bewegt. In seiner Funktion als Netzwerkmanager habe er sich mit der touristischen Vermarktung und mit Förderkulissen befasst und damit, wie öffentliche Projekte umgesetzt werden. Er arbeitete eng mit der Bürgermeisterin zusammen, sei präsent bei Stadtratssitzungen gewesen und habe das Gremium immer über den aktuellen Stand der laufenden Projekte informiert. "Ich habe mir damit den Werkzeugkoffer gefüllt, mit dem ich jetzt in Mitwitz antreten will." Den CSU-Ortsverband Mitwitz hat er schon überzeugt, der stimmte einmütig für seine Kandidatur im Frühjahr 2019.

Bei der Frage, ob sich seit seiner Kandidatur im Frühjahr 2019 etwas verändert habe, meinte er: "Als Bürgermeisterkandidat wird man anders als zuvor wahrgenommen!"

Eine spannende Zeit

Mittlerweile hat sich Oliver Plewa daran gewöhnt und ist längst nicht mehr so nervös wie bei seiner ersten Rede. Die letzten Monate und den Wahlkampf bezeichnet er als eine spannende Zeit. Er macht keinen Hehl daraus, dass er nun auch die Bürgermeisterwahl gewinnen möchte. "Letztendlich entscheiden aber die Wähler!"

Sollte er den Chefsessel im Rathaus erobern, ginge für ihn ein Traum in Erfüllung.

Oliver Plewa legt Wert darauf, dass sich sein Denken und Handels nicht nur um den Hauptort Mitwitz dreht. Er werde sein Augenmerk auf alle Ortsteile legen und diese weiterentwickeln. Als Erstes sei ihm die kleine Dorferneuerung in Leutendorf ein Anliegen.

Oliver Plewa weist zudem darauf hin, dass ein Bürgermeister eine schlagkräftige und unterstützende Mannschaft benötige, sei es in der Verwaltung oder im Gremium. Auch gehe es nicht ohne das Bürgerengagement und den Dialog mit den Menschen. Beides müsse gestärkt werden.

Oliver Plewa sieht sich als Teamplayer, dem ein gutes und respektvolles Miteinander wichtig ist. Respekt hat er auch gegenüber den amtierendem Bürgermeister, Hans-Peter Laschka, der seit über 30 Jahren den Chefsessel im Rathaus innehat. Oliver Plewa spricht von einem regelmäßigen Austausch, aber er stellt auch klar: "Die Zeiten haben sich geändert, wir sind nicht immer einer Meinung!" Beispielsweise würde er, wenn es um Informationen gehe, mehr die modernen Medien und den persönlichen Kontakt mit den Bürgern nutzen. Jetzt hofft er darauf, dass die Wähler ihm einen Vertrauensvorschuss geben. Er jedenfalls steht bereit, um zusammen mit seinem künftigen Team Verantwortung für seine Heimatgemeinde zu übernehmen.

Viel von der Welt gesehen

Der staatliche geprüfte Techniker im Gartenbau hat schon einiges von der Welt gesehen und somit auch außerhalb von Mitwitz Erfahrungen sammeln können. Nach seiner Ausbildung zum "Gärtner der Fachrichtung Baumschule" habe er zwei Jahre lang als als Verkaufsberater neben den Landschaftsgärtnern auch den Großhandel über Pflanzen, deren Wachstum und Pflege beraten. Danach war er sechs Monate lang in Neuseeland, hat dort sich mit der Gartenbaubranche befasst.

Weitere berufliche Stationen waren die Weiterbildung zum Techniker an der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau und Weinbau im Bayerischen Wald. Während dieser zwei Jahre bestimmten betriebswirtschaftliche Belange und Marketingmaßnahmen seinen Berufsalltag. Auch verbrachte er einige Zeit im Ausland.

Die Jahre möchte er nicht missen, erklärt der 33-Jährige. Es waren tolle Erfahrungen und schöne Gegenden. Es gab viele Freizeitangebote. Und trotzdem, während all diesen Zeiten habe er immer seine Aufenthaltsstationen mit seiner Heimat verglichen. Nach zwei Jahren im Bayerischen Wald sei ihm schließlich klar geworden: "Ich will zurück zu meinen Wurzeln und in meine Heimat!" Sein Resümee: "Die Rückkehr war meine beste Entscheidung."

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