Laden...
Kronach
Bilanz

Der Tag nach dem Kronacher Freischießen

Nach dem 424. Freischießen bauten am Montag in den Morgenstunden die Schausteller ihre Fahrgeschäfte ab. Platzmeister Charly Wittig ist zufrieden mit dem Festverlauf.
Artikel drucken Artikel einbetten
Andreas Münzel nimmt den Grünschmuck am Pavillon ab. Fotos: Corinna Igler
Andreas Münzel nimmt den Grünschmuck am Pavillon ab. Fotos: Corinna Igler
+2 Bilder
Die Rollläden der Getränke- und Essensbuden sind heruntergelassen. Die Bierbänke liegen zusammengeklappt aufeinander. Die Bierhallen sind verschlossen und das Riesenrad steht nur noch zur Hälfte da. Ganz hinten rechts wird das "Black Hole", eine Art Achterbahn, zerlegt, die Einzelteile werden mit einem Kran auf einen Anhänger gehoben. Wo bis vor zehn Stunden noch gefeiert wurde, wird jetzt eingepackt und aufgeräumt. "Für uns geht es weiter nach Nürnberg zum Volksfest", erzählt ein junger Mann mit ausländischem Akzent. Der Wohnwagen seines Chefs ist startklar. "Viele sind schon weg, sie haben gleich gestern abgebaut, als Schluss war", erzählt er.
Schließlich müsse man sich beeilen, damit man am nächsten Festplatz nicht zu spät ankommt und noch gut Platz zum Aufbauen hat.

Immenser Stromverbrauch


Am Pavillon nimmt Andreas Münzel von der Gärtnerei Dorsch den Grünschmuck ab, Gerwin Lieb von der Firma Kaim-Lieb kommt hinzu. Er kümmerte sich unter anderem um die Stromversorgung auf dem Festplatz - eine Herausforderung heuer, schließlich seien noch nie so viele große Geräte auf einmal da gewesen. Zwischen 90.000 und 110.000 Kilowattstunden Strom würden während des Freischießens verbraucht. "Zum Vergleich, ein normaler Vier-Personen-Haushalt braucht im Jahr um die 4000 Kilowattstunden", erklärt Lieb.

Platzmeister Charly Wittig zeigt sich derweil "im Großen und Ganzen" zufrieden mit dem Festverlauf.
"Es war unfallfrei, das Wetter hat gepasst, es waren jede Menge Leute da", bilanziert er die vergangenen elf Tage.
Die Umsätze hingegen seien gegenüber dem Vorjahr wohl nicht gestiegen, sondern stagnierten. Das liege wohl daran, dass das Konsumverhalten der Leute allgemein zurückhaltend sei. "Das Geld sitzt einfach nicht mehr so locker", sagt Wittig.

Mehr Fahrgeschäfte für kleinere Kinder


Für das kommende Jahr soll es mehr Fahrgeschäfte für kleinere Kinder geben, dafür weniger große Geräte.
Weiter werde darüber nachgedacht, mehr Behindertenparkplätze zu schaffen, und die Gebühr für diese Behindertenparkplätze von fünf auf 2,50 Euro zu senken.

Hintergrund: Die Schützengesellschaft hatte heuer erstmals Geld für die Behindertenparkplätze auf dem Platz vor dem Schützenhaus verlangt, und zwar fünf Euro.

Einige Behinderte beklagten sich daraufhin darüber, fünf Euro zahlen zu sollen, während für die gewöhnlichen Parkplätze Richtung Seelach 2,50 Euro verlangt werden. Insbesondere Rollstuhlfahrer könnten auf einem solchen ja nicht parken, seien also auf die Behindertenparkplätze vor dem Schützenhaus angewiesen. Letztlich sprang der Lokalradiosender Radio Eins als Sponsor ein, die Behindertenparkplätze waren von da an wieder kostenlos (wir berichteten).

Behindertentoilette soll es geben


In diesem Zuge beklagten einige, dass es keine Behindertentoilette auf dem Festplatz gibt. Auch eine solche soll im kommenden Jahr auf dem Platz vorhanden sein, sagt Wittig.

Kommentare (1)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren