Küps
Gemeinderat

Der Küpser Schulhausneubau im Entwurf

Am Dienstagabend wurde die Entwurfsplanung für die neue Grundschule Küps mit Turnhalle vorgestellt.
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Der Ersatzneubau mit Turnhalle in einer 3-D-Ansicht Skizze: Architekturbüro Schöttner
Der Ersatzneubau mit Turnhalle in einer 3-D-Ansicht Skizze: Architekturbüro Schöttner
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Die Vorstellung des aktuellen Planungsstands zum Schulhausneubau der Grundschule mit Turnhalle war am Dienstagabend das Hauptthema der Gemeinderatssitzung.

Laut den Ausführungen des Architekten Kersten Schöttner soll unter anderem das bestehende Mittelgebäude der Schule abgerissen und ein Ersatzneubau mit Turnhalle entstehen. Untergebracht werden sollen auch die Klassenräume für die Grundschule. Geschaffen werden soll ein gemeinsamer Eingangsbereich und Multifunktionsraum, der sowohl von der Turn- als auch von der Pausenhalle aus begehbar sein soll. Ein Kiosk soll für Abendveranstaltungen genutzt werden können.

Schöttner betonte, dass es sich hierbei um eine Entwurfsplanung handele, die im Detail noch abgestimmt werden müsse. Danach gelte es, die Förderanträge nach Bayreuth zu schicken und Bauanträge zu stellen. Kerstin Schmidt-Müller (SPD) wollte wissen, inwieweit bisher bei den Planungen der Klimaschutz berücksichtigt wurde. Dieter Lau fragte nach den Erfahrungen mit dem Baukostenindex. Der Klimaschutz sei berücksichtigt, so Schöttner. Mit den Baupreisen sei es ein Problem. "Die Firmen sind stark ausgelastet!" Das Projekt Schule habe eine Größenordnung, an der kleinere Firmen kaum Interesse hätten.

Ein weiterer Punkt war die Friedhof- und Bestattungssatzung. Hier ging es darum, dass der Marktgemeinderat bereits Anfang des Jahres die Errichtung von Urnenfeldern beziehungsweise Baumgräbern auf den gemeindlichen Friedhöfen beschlossen hat. Dabei sind auch anonyme Bestattungsformen vorgesehen. Nun ging es darum, diesen Beschluss in die Satzung einzuarbeiten.

Wie Bürgermeister Rebhan erklärte, habe die Kreisfachberaterin Beate Singhartinger den Markt bei der Neugestaltung unterstützt. Im Rahmen eines Fraktionsgesprächs im November habe er zusätzliche Entscheidungshilfen erhalten. Demnach werden unter anderem für den Urnenbereich Liegeplatten angestrebt. Biologisch abbaubare Urnen sollen nur für den Bereich der anonymen Urnengräber vorgeschrieben werden. Blumen und Grabschmuck sollen nur auf die dafür vorgesehenen Sammelstellen gelegt werden können.

Für unterschiedliche Auffassung sorgte ein Passus in der Satzung. Kerstin Schmidt-Müller (SPD) meinte, dass dieser so verstanden werden könnte, dass Bürger die beispielsweise in Kronach geboren worden sind, viele Jahre in Küps gewohnt haben, aber mittlerweile ihren Lebensmittelpunkt verlegt haben, dann nicht mehr in Küps bestattet werden könnten. "Wir wollen, dass wenn einer hier geboren und hier gelebt hat, dieser Bürger auch auf seinen Wunsch hin in Küps bestattet wird", so der Bürgermeister. Seiner Meinung nach werde dies in einem anderen Paragrafen festgelegt. Außerdem würde er sich freuen, wenn solche Bedenken vorab geklärt würden.

Es müsse möglich sein, so Dieter Rauh (SPD), in Gemeinderatssitzungen zu diskutieren. Falls dies nicht möglich sei, "können wir alles am Bildschirm von zu Hause aus machen!"

Straßenausbau in Hain

Mit fünf Gegenstimmen wurde der Ausbau der Ortsdurchfahrt Hain mit der Ortsstraße Eggenberg beschlossen. Hier erklärte Rebhan, dass nach Stellungnahme des Bauamts die Maßnahme förderfähig sei und diese aufgrund der Straßenschäden und wegen der Verkehrssicherheit unverzüglich durchgeführt werden müsse. Die Gesamtkosten für den Straßenbau liegen bei rund 1 101 000 Euro. Von dieser Summe sind 14 077 Euro nicht förderfähig. Somit erhalte der Markt Küps 70 Prozent der förderfähigen Kosten in Höhe von 1 086 922 Euro. Auch die Anliegerstraße "Eggenberg" befinde sich in einem desolaten Zustand. Hier fallen Kosten in Höhe von 102 045 Euro an.

"Wir haben eine Prioritätenliste und diese sollte eingehalten werden", so Dieter Lau (SPD). Seiner Auffassung nach wird es Fördermittel auch künftig geben. "Wenn wir die Prioritätenliste nicht einhalten, bekommt derjenige Projekte, der am lautesten schreit", ergänzte Ralf Pohl (SPD). Ursula Eberle-Berlips (CSU) meinte dagegen, dass man jetzt die Chance nutzen müsse. Zudem stellte sie klar, dass sich ein Gremium nicht nur um die Kerngemeinde, sondern auch um die kleinen Ortschaften kümmern müsse.

Bezüglich der Glasfasererschließung der Grund- und Mittelschule Küps entschied sich das Gremium für das günstigste Angebot der Telekom Systems in Höhe von 45 545 Euro.

Weiterhin beschloss das Gremium den Breitbandausbau für das bislang unterversorgte Erschließungsgebiet "Viehgasse/Frankenring" und "Lerchenhof". Die Erschließung soll mit den Restfördermitteln aus dem Breitbandförderprogramm zuzüglich eines maximalen Eigenanteils des Marktes Küps in Höhe von 55 000 Euro finanziert werden.

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