Kronach
Rosenbergfestspiele

Der Kampf gegen das Sonnenlicht

Die Sponsoren der Festspiele in Kronach durften einen Blick hinter die Kulissen werfen und erfuhren einiges über die Herausforderung Theater.
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Einen Eindruck aus Figaros Hochzeit durften die Sponsoren schon mal mitnehmen. Sie waren bei Probenszenen live dabei.Maria Löffler
Einen Eindruck aus Figaros Hochzeit durften die Sponsoren schon mal mitnehmen. Sie waren bei Probenszenen live dabei.Maria Löffler
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Mal hinter die Kulissen schauen, das durften die Sponsoren der Rosenbergfestspiele nach einem Sektempfang auf dem Gelände des Freilichttheaters. Auf diese Weise bedankten sich Tourismuschefin Kerstin Löw, künstlerischer Leiter Stefan Haufe und Regisseur Alexander Grünwald für die finanzielle Unterstützung. Und auch wenn man sich laut Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein "die Festung finanziell erstürmt" habe, so sei doch für die Festspiele noch Luft nach oben, meinte Kerstin Löw.

Für rund 24 000 Euro habe man die Tontechnik erneuert, aber im Bereich Lichttechnik werde man wohl noch einmal etwa 12 000 Euro investieren müssen. Stefan Haufe: "Ein Freilichttheater lebt am Abend von Kunstlicht. Und gerade bei Beginn der Vorstellungen kämpfen wir gegen das Sonnenlicht an."
Das Spiel in die Lücke
Das Theater solle zunehmend professionalisiert werden, ohne aber den Naturbühnencharakter zu verlieren. Kerstin Löw: "Wir lernen und wachsen da rein." Kompromisse müsse man aber schon eingehen, räumt Stefan Haufe ein. Gerade die Tribünen übers Eck forderten von den Schauspielern einen "Königsweg". "Sie müssen in die Lücke spielen."

Haufe weiter: "Ich sage meinen Leuten immer, dass es im Kronacher Freilichttheater erst einmal nix gibt. Nur eine Wiese, auf der ein Baum steht. Da muss viel improvisiert werden, aber es ist eine schöne Herausforderung." Und die fange schon beim Schminken an: "Die Schauspieler schminken sich selbst und helfen sich gegenseitig. Kulissen und Requisiten werden vielfältig eingesetzt." Und auch wenn laut Alexander Grünwald manche Perücken erst einmal aussehen wie eine tote Katze, die man sich über den Kopf zieht, so kann sich das Ergebnis auch in diesem Jahr wieder sehen lassen.

Nach einem wahren Probenmarathon, in dem sich mancher erst einmal frage: "Wer bin ich heute und wenn ja - wie viele?", fiebern alle den diesjährigen Premieren entgegen. Einen kurzen Eindruck durften die Sponsoren aber schon mal mitnehmen. Krönung des Abends waren nämlich Probenszenen aus Figaros Hochzeit.
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