Stockheim
Gemeinderat

Der Kämmerer wechselt nach Mitwitz

In der letzten Sitzung des Jahres in Stockheim wurde Stephan Urban verabschiedet. An der Sportplatzstraße will ein Investor Wohnhäuser errichten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Verabschiedung von Kämmerer Stephan Urban. Bürgermeister Rainer Detsch (links) überreicht ein Gemälde mit einem Stück der Bergwerksgemeinde an Stephan Urban, der als Geschäftsstellenleiter in Mitwitz tätig sein wird.  Foto: K.- H. Hofmann
Verabschiedung von Kämmerer Stephan Urban. Bürgermeister Rainer Detsch (links) überreicht ein Gemälde mit einem Stück der Bergwerksgemeinde an Stephan Urban, der als Geschäftsstellenleiter in Mitwitz tätig sein wird. Foto: K.- H. Hofmann

In einer bemerkenswerten Abschluss- und Dankesansprache zum Jahresende rief Stockheims Bürgermeister Rainer Detsch (FW) in der Gemeinderatssitzung ein turbulentes Jahr in Erinnerung. Nicht nur die Rathaussanierung konnte demzufolge erfolgreich abgeschlossen werden. Die Personaldecke sei allerdings knapp gestrickt. Jeder Ausfall sei daher schmerzlich zu spüren. Dennoch schaffte es die Verwaltung, so Detsch, die Aufgaben zu aller Zufriedenheit zu lösen.

Mit großem Dank und einer großen Lobesrede verabschiedete Detsch den Kämmerer Stephan Urban. Nach fünfjähriger Tätigkeit als Kämmerer in der Bergwerksgemeinde wechselte Urban in seine Heimatgemeinde Mitwitz. Für ihn habe man mit Eva Schießwohl eine junge dynamische und motivierte Fachkraft aus der eigenen Gemeinde als Kämmerin gefunden, was sicherlich aufgrund des Fachkräftemangels ein großer Glücksfall für die Gemeinde ist.

Ein weiterer Umbruch steht 2019 bevor. Bautechniker Günther Hempfling wird die Gemeinde in einem Jahr verlassen. Mit der Einstellung von Ralf Jakob ins technische Bauamt Anfang 2019 werde dieser gute Gelegenheit haben, sich einzuarbeiten.

Der Gemeinderat Stockheim befürwortete in seiner Sitzung am Montag im Rathaus einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplanes an der Sportplatzstraße. Die Räte stimmten grundsätzlich einem Investitionsvorhaben der Heinz Hanft Verwaltungs KG Kulmbach zu. Bürgermeister Detsch informierte das Gremium, dass der Investor an der Sportplatzstraße moderne Einfamilienwohnhäuser errichten wolle. Die Erschließung des Baufeldes in der Größe von 150 Meter Länge und circa 40 Meter Breite, auf dem neun Bauparzellen mit Energiesparhäusern entstehen sollen, würde der Investor selbst vornehmen. Ihm wurde auch mitgeteilt, dass wegen der beabsichtigten Anlegung eines Kunstrasenfußballplatzes im Anschluss an seine Grundstücke es offen ist, wie das Bebauungsplanverfahren ausgeht.

Die Kosten der Bauleitplanung, eines eventuellen Lärmgutachtens, der Anbindung der einzelnen Bauparzellen an die Sportplatzstraße mit Herabsenkung des Bordsteines und angeratenem Bodengutachten müsste der Verursacher übernehmen. Detsch ist überzeugt, dass das Vorhaben eine gute Sache wäre.

Die Gemeinde Stockheim kann es sich noch leisten, all ihre Vereine und Verbände und Kirchen mit freiwilligen Leistungen zu unterstützen, so der Bürgermeister. In diesem Jahr wurden für Geburten bislang 4500 Euro (Vorjahr 900 Euro) eingelöst. An Vereine wurden in diesem Jahr 30 700 Euro (Stand 30. November) ausgereicht, das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahr.

Carsharing in Stockheim

Die Gemeinde Stockheim beteiligt sich am Carsharing-Konzept der Firma Mikar, wurde einstimmig beschlossen. Dieses Konzept beinhaltet keinerlei Risiko für die Bergwerksgemeinde. Mikar finanziert das Carsharing-Fahrzeug über Werbeflächen für Sponsoren sowie über Nutzungsgebühren (4,90 Euro pro Stunde beziehungsweise 39,90 Euro pro Tag für einen Renault Master Neun-Sitzer). Die Gemeinde garantiert Mikar für vier Jahre einen Stellplatz am Rathausparkplatz.

Genutzt werden kann das Carsharing-Fahrzeug von allen Bürgern der Gemeinde Stockheim sowie von Vereinen, Firmen etc.. Mit einer erfolgreichen Sponsorenfindung verbindet sich der Abschluss einer entsprechenden Kooperationsvereinbarung zwischen der Firma Mikar und der Gemeinde Stockheim. Aufgrund dieser Konditionen empfahl der Bürgermeister, das auszuprobieren. Wenn es nicht klappt, trage die Gemeinde kein Risiko.

"Erfolg wird von Menschen gemacht, die etwas haben, an das sie glauben, das sie leben und das sie antreibt. Das sind gemeinsame Werte. Sie werden die Gemeinde auch weiterentwickeln, attraktiv gestalten, sich weiter für eine lebens- und liebenswerte Heimat einsetzen", sagte Bürgermeister Rainer Detsch im Rückblick auf das Jahr. In diesem Sinne empfahl er, durchzuschnaufen und mit mehr Zufriedenheit auf das Erreichte zurückzublicken.

Durchweg Lob und Dank für die Arbeit der Verwaltung, des Bürgermeisters, wie auch für die gute Zusammenarbeit im Gremium gab es von den Fraktionen des Gemeinderates. Rudi Jaros (FW), Silvia Weißbach (CSU) und Dritter Bürgermeister Jörg Roth waren unisono der Meinung, es sei ein harmonisch verlaufenes Jahr gewesen. Viele Beschlüsse seien konstruktiv diskutiert und meist einstimmig gefasst worden.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren